[Review] Kate, Lauren - Torment (Fallen #2)


Gebundene Ausgabe (mit Schutzumschlag)
Sprache: Englisch
Verlag: Delacorte Press
Seiten: 452
ISBN: 978-0-385-73914-6
Preis: (ca.) 12,54 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren







About the author:

Lauren Kate grew up in Dallas, went to school in Atlanta, and started writing in New York. She is the author of the international bestseller “Fallen” and “The Betrayal of Natalie Hargrove”. She lives in Los Angeles with her husband and is learning how to surf. 


Klapptext:

Hell on earth.

That’s what it’s like for Luce to be apart from her fallen angel boyfriend Daniel.
It took them an eternity to find one another, but now he has told her he must go away. Just long enough to hunt down the Outcasts – immortals who want to kill Luce. Daniel hides Luce at Shoreline, a school on the rocky California coast with unusually gifted stundents: Nephilim, the offspring of fallen angels and humans. 

At Shoreline, Luce learns what the shadows are, and how she can use them as windows to her previous lives. Yet the more Luce learns, the more she suspects that Daniel hasn’t told her everything. He’s hiding something – something dangerous. 

What if Daniel’s version of the past isn’t actually true? What if Luce is really meant to be with someone else? 


Inhalt:

Penn ist tot und Luce musste kopfüber Sword & Cross verlassen, da nun alle Feinde von Daniel und nun auch Luces wissen, wo sie sich aufhält. Daniel hat die Idee Luce in Shoreline zu verstecken, einer Schule für junge Nephilim. 

Kaum an ihrer neuen Schule angekommen, begegnet sie ihrer Zimmergenossin Shelby, mit der sie zwar Startschwierigkeiten hat, aber sich nach und nach immer besser anfreundet und genauso mit Miles, einem ihrer Mitschüler. Shelby und Miles werden für Luce nicht nur zu Freunden, sondern auch zu Verbündeten bei ihren Versuchen, die Schatten zu beschwören, um in ihre Vergangenheit schauen zu können und herauszufinden, warum Daniel so wenig darüber Preis gibt. 

Bei ihren Nachforschungen erhält Luce Einblick in ihre und auch Daniels Vergangenheit – erst kürzlich gemachte Vergangenheit oder auch schon länger zurückliegende -, was ihr Glaube und Vertrauen in Daniel erschüttert. Denn er hat ihr längst nicht alles erzählt und verheimlicht ihr noch mehr, was gerade aktuell vor sich geht, gerade das, wenn er es erzählen würde, Luce davor schützen unüberlegt zu handeln. 


Meinung:

Seit einiger ist zur Freude aller Fans und auch anderen Lesern – sowie ich – der zweite Band der Fallen-Serie von Lauren Kate “Torment” erhältlich. Viele Hoffnungen hatte ich auf Besserung für den zweiten Band nicht gemacht, da mich allein die erste Beschreibung der Story abgeschreckt – und leider erneut an die Immortals-Reihe von Alyson Noel erinnert – hat. Glücklicherweise, und das kann ich gleich vorwegnehmend sagen, hat mir dir Story wirklich gut gefallen und Ähnlichkeiten zur besagten Reihe von Frau Noel waren kaum noch zu erkennen. 


Genau wie im ersten Band beginnt die Geschichte mit einem Epilog, der aus Daniels Perspektive geschildert wird und von Anfang an für den Leser teilweise klar stellt, was seine Absichten sind. Die weitere Geschichte wird dann wie gewohnt aus der Sicht von Luce erzählt – allerdings wird der Epilog am Ende wieder aus Daniels Blickwinkel beschrieben. 

Die Erzählweise der Autorin ist nach wie vor klar, verständlich, gut strukturiert und wirkt auf mich nicht mehr ganz so oberflächlich, allerdings auch noch nicht so intensiv, wie es wahrscheinlich möglich wäre. 

Die Charaktere, insbesondere die Protagonistin Luce hat sich in diesem Band weiterentwickelt und wirkt nicht mehr ganz so platt und oberflächlich auf den Leser. Auch wirkt sie eher aufgeschlossen und erwachsener; Luce beginnt die Handlungen um sich herum nicht einfach zu akzeptieren, sondern hinterfragt auch und wenn sie keine Antwort erhält – was sich größtenteils nur auf Daniel bezieht – geht sie auf die Suche nach den Antworten, egal als wie gefährlich es sich im Enddefekt herausstellt. Das ist für mich allein schon ein Pluspunkt, genau wie die Entwicklung dahingehend, dass Luce beginnt darüber nachzudenken, ob es wirklich richtig ist, dass und vor allem warum Daniel sie liebt und ob sie überhaupt zueinander gehören. Auch beginnt sie sich – unbewusst – für einen anderen Jungen zu interessieren, was zugleich diese – Gott sei Dank – “Meine-erste-Liebe-für-immer”-Story abschwächt und weiterentwickelt. 

Neben Luce und Daniel – gegen den man mittlerweile wirklich eine leichte Abneigung entwickelt und Luce, die einem mit der Zeit immer sympathischer wird – gibt es wieder auch einmal ein paar sehr liebe und auch neue Nebencharaktere. Da wären ja – wie bereits erwähnt – die beiden Mitschüler von Luce Shelby und Miles, die wirklich sehr niedlich und knuffig sind. Auch wenn Shelby zu anfangs sehr rau und unhöflich wirkt, gewinnt man sie und ihre Loyalität mit der Zeit echt lieb. Und Miles ist eine gute Ablenkung und zudem ein verdammt treuer Freund, der Luce – egal wie mies es ihr geht – immer zur Seite steht und sie zum Lachen bringt. Und genau das war eines der Dinge, die mir im ersten Band gefehlt haben – jemand der Luce dabei hilft aus dem Grau des Alltags hervor zu schauen und mal wieder zu lachen und das Leben zu genießen. 

Während dieses zweite Buch wirklich gut zu lesen ist und es auch Spaß gemacht hat, bleiben dennoch immer noch einige Mängel davon offen. 

Zum Beispiel ist jedem Leser eigentlich klar, dass Daniel wahrscheinlich nicht einfach nur ein gefallener Engel ist, sondern mehr hinter seinem Ausschluss aus dem Himmel steckt, als dass er sich einfach nur in einen Menschen verliebt hat. Man erfährt über Daniel nach wie vor gar nichts – außer dass er ein Engel ist und Luce wohl angeblich liebt und tausende von Leben in der Vergangenheit mit ihr geteilt hat. Genauso hat es mich gestört, dass man nicht einmal einen Einblick darin bekommen hat, wie die beiden sich eigentlich kennengelernt haben (erstes Leben) und warum sie nie zusammen sein konnten. Denn dies führt mich zum nächsten, wirklich gravierenden Punkt: Warum konnten die beiden nicht zusammen sein? Wenn Luce wirklich (und das bezweifele ich mittlerweile) ein Mensch ist, wieso ist sie dann manchmal schon bei einer einzigen Berührung Daniels gestorben, wenn andere Menschenfrauen doch mit Engeln (so wie Daniel) Kinder zeugen und zusammen leben konnten? 

Neben diesen Punkten in der eigentlichen Geschichte hat mich noch gestört, dass Daniel trotz seines hohen Alters wohl angeblich an der Emanzipation vorbeigelaufen ist oder nichts davon mitbekommen hat. Er befiehlt Luce ständig dies und jenes zu tun, ohne ihr dafür eine Erklärung zu geben und auch mangelt es an reiner Kommunikation zwischen den beiden, was hauptsächlich zu Lasten Daniels geht, da er der Meinung ist, er müsse ihr gewissen Dinge einfach verschweigen. Also wirklich, so kann einfach keine Beziehung funktionieren, wenn man ständig Geheimnisse voreinander hat und ich hoffe wirklich, da mir der zweite Band schon besser gefallen hat als der erste, dass sich die Autorin in dieser Hinsicht hin noch weiterentwickeln wird und die Geschichte sowie die Charaktere teilweise auch noch weiterentwickeln wird. 

Letzen Endes möchte ich nur noch eine Anmerkung machen: Das Cover des zweiten Bandes ist wieder einmal sehr schön und passt optisch nicht nur zum ersten, sondern auch zur Geschichte. Mir gefällt die raue Küste im Hintergrund persönlich sehr gut. 


Bewertung:

Ein gelungener zweiter Band, der mich mehr überzeugen konnte als der erste. Allerdings ist die Geschichte noch ausbaufähig. Aber alle, die die Serie lieben und darin interessiert sind zu wissen, wie die Story um Luce und Daniel nun weitergeht, werden die kleinen aufgezählten Mankos sicher nicht scheuen und sich dennoch – genau wie ich – an “Torment” heranwagen. 

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