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[Review] Stanton, Mary - Anwältin der Engel (Die überirdischen Fälle der Bree Winston #2)

Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Erschienen: 2010
Seiten: 396
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-26724-3
Preis: 8,95 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 






Über die Autorin:

Mary Stanton schreibt Mystery-Thriller ebenso gern wie romantische Fantasy. Mit ihrer Bestsellerserie um Bree Winston, die smarte Anwältin der Engel, verbindet sie beide Genres auf meisterhafte Weise. Wenn Mary Stanton nicht schreibt, verbringt sie ihre Zeit auf ihrer kleinen Ziegenfarm im Staat New York oder in ihrem Haus in Florida. 


Klapptext:

Bree hat sich an den Gedanken gewöhnt, dass ihre Mandanten Geister sind, doch dann kommt ein scheinbar irdischer Fall auf sie zu: Sie muss eine kriminelle Teenagerin vertreten. Bald aber nimmt der verstorbene Vater des Mädchens Kontakt auf und bittet Bree, seine Seel aus der Hölle zu befreien. Denn hinter der Fassade der bekannten und reichen Familie verbirgt sich ein düsteres Geheimnis. Während ihrer Ermittlungen stolpert Bree in die Arme ihrer verflossenen großen Liebe. Was macht Abel plötzlich mit seiner Frau in Savannah? Damals hatte er seinen Job bei Brees Eltern aufgegeben, um das junge Mädchen vor Ärger zu schützen. Doch heute ist Bree eine erwachsene Frau. Kann Bree ihm widerstehen? Oder wird sie ihre Seele dem Fegefeuer preisgeben?


Inhalt:

Kaum hat Bree ihren ersten Auftrag in Savannah erledigt, steht auch schon der Nächste an. Bree soll ein junges Mädchen aus reichem Hause vertreten, die einer Pfadfinderin vor einem Einkaufszentrum Geld gestohlen hat. Nur widerstrebend nimmt sie den Fall – zuliebe ihrer Tante – an und versucht das Mädchen nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten. Was allerdings nicht so einfach ist, denn das junge Mädchen stellt sich so ziemlich allem Quer und vernichtet jedwede Grundlage einer einigermaßen annehmbaren Verteidigung. 

Doch während ihrer Recherchen über ihre junge Mandantin erhält Bree zweifellos von deren erst kürzlich verstorbenen Vater einen Hilferuf. Sie soll ihm dabei helfen, nachzuweisen, dass er eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Während ihrer dann noch weitergehenden Recherchen erfährt Bree zunehmend immer mehr über das Geschäft der Familie sowie die familiäre Verbundenheit, die Lindsey – Brees Mandantin – allerdings nicht sehr fest mit einschließt. 

Zu alledem gibt es da noch ein Problem ganz anderer Situation: Die Geister der Pendergasts sind aus ihren Gräbern entschlüpft und versuchen nun Bree das Leben schwer zu machen. 

Kann Bree den mordlüsternen Geistern entkommen? Wird Bree Lindsey und ihrem Vater helfen können? Wer versucht ständig Bree bei ihren Recherchen zu behindern und warum? 


Meinung:

Erst vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich den ersten Teil der Reihe um die junge Anwältin Bree Winston gelesen und war nicht gerade in Begeisterungsstürme verfallen, was leider beim zweiten Teil ebenso der Fall ist. 
 
Wieder einmal kann ich nur den Kopf schütteln und mich fragen, wer um Himmels willen verfasst beim Piper-Verlag bitte diese Klapptexte? Diese Anwerbung mit einem nicht einmal Ex-Freund Brees, der wieder in ihr Leben tritt, ist zweifellos wirklich hirnrissig, da weder Bree noch Abel in irgendeiner Weise in ihrem Tun und Handeln darauf schließen lassen, dass sie etwas mit einander anfangen wollen bzw. überhaupt je eine Beziehung miteinander hatten. *Kopf schüttel*

Auch in “Anwältin der Engel” kann mich Mary Stanton nicht einmal im Ansatz mit ihrer Erzählweise überzeugen bzw. überhaupt in den Bann ziehen. Nach wie vor zieht sich die Story auf eine langatmige und zähe Art und Weise so sehr, dass selbst ich versucht war, das Buch noch länger beiseite zu legen und andere Bücher zu lesen. Aber wie ihr sehen könnt, habe ich mich wacker durchgelesen, in der Hoffnung, dass sich die Story und auch die Charaktere weiterentwickeln. Leider war meine Hoffnung vergebens. 

Weder die Story an sich ist tiefsinniger und auch spannender geworden noch sind die Charaktere etwas von ihrer doch mittlerweile sehr anstrengenden Oberflächlichkeit befreit worden. Das Einzige am gesamten Charakterdesign, was mir aufgefallen ist, ist, dass die Protagonistin in einem nahezu positiven Sinne mir nicht noch unsympathischer geworden ist, als sie es schon im ersten Band war. 

Erzählt wird die Geschichte nach wie vor aus der Perspektive Brees, die auf mich als Leser wirklich ziemlich flach und teilweise aufgrund ihrer extremen Gedankensprünge doch sehr verwirrend gewirkt hat, was ich teilweise an dem gesamten Handlungsverlauf bemängeln kann. Es ist weder ersichtlich in welchem Zusammenhang manche Einzelhandlungen zu der Gesamthandlung stehen sollen und wie die Protagonistin letztendlich zu ihren Gedankenverläufen kommt bzw. diese teilweise – so aufdringlich sie auch sind – unterlässt. 

Zwar ist der zweite Band der Reihe schon wesentlich besser umgesetzt und teilweise auch etwas spannender, da man etwas von der Persönlichkeit der Protagonistin mit auf den Weg bekommt, dennoch kann ich euch einfach nicht empfehlen, diese Geschichte zu lesen, da ihr euch wahrscheinlich noch mehr über das “rausgeworfene Geld” ärgert als ich. 


Bewertung:

Eine relativ unterhaltsame Geschichte, die allerdings ziemlich zäh und langatmig in ihrer Umsetzung ist. Auch sind die Charaktere allesamt ziemlich oberflächlich dargestellt. Ich kann euch nicht empfehlen, dieses Buch zu lesen.


Infos zur Reihe:
  1. Im Namen der Engel (bereits erschienen)
  2. Anwältin der Engel (bereits erschienen)
  3. Rächerin der Engel (erscheint im Februar 2011)

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