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[Review] Chandler, Elizabeth - Kissed by an Angel

Taschenbuch
Sprache: Englisch
Erschienen: 2008
Seiten: 230 + 225 + 235 = 690
Verlag: Simon Pulse
ISBN: 978-1-4169-7883-1
Preis: 7,30 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 






About the author:

Elizabeth Chandler is a pseudonym for Mary Claire Helldorfer. She lives in Baltimore. 


Klapptext (Buchrückseite):

A love beyond life… a danger beyond doubt. 

When her boyfriend, Tristan, died, Ivy thought she’d lost everything, even her faith in angels. But now she’s discovered that he’s her guardian angel – his presence so strong that she can feel the touch of his hand, the beat of his heart. Ivy needs Tristan now more than ever because he knows she’s in terrible danger. Only Ivy’s guardian angel can save her, now that his killer is after her. 

But if Tristan rescues Ivy, his mission on earth will be finished and he must leave her behind forever. Will saving Ivy mean losing her just when he’s finally reached her again?


Inhalt:

Kissed by an Angel
Ivy ist neu an ihrer Schule und hängt mit ihren Gedanken ständig in ihren eigenen Sphären. Schon ihre beiden besten Freundinnen necken sie ständig damit, dass sie mit ihren Gedanken ständig bei “ihren Engeln” ist. Hartnäckig versuchen die beiden Ivy ins wirkliche Leben zu holen und sie darauf aufmerksam zu machen, dass seit ihrem ersten Tag – was nun schon einige Wochen her ist – anscheinend der Kapitän des Schwimmteams ein Auge auf sie geworfen hat. Doch Ivy hat kein Interesse, auch, wenn ihr selbst schon klar ist, dass die vielen Zusammenstöße mit Tristan wohl doch nicht so zufällig sind, wie sie es gerne glauben würde. 

Tristan ist der Verzweiflung nahe, denn Ivy scheint ihn nicht einmal zu registrieren, ständig scheint sie mit ihren Gedanken abwesend zu sein und ihn nicht einmal zu bemerken. Tristan weiß schon gar nicht mehr, was noch tun soll, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er lässt keine Gelegenheit unversucht, um in ihrer Nähe zu sein und ihre Augen auf sich zu lenken. Doch erstmalig scheint ihm dies bei der Hochzeitsfeier ihrer Mutter und deren langjährigen Geliebten, Andrew, der selbst einen Sohn in Ivys und Tristans Alter hat, zu gelingen als er einen Job als Aushilfskellner annimmt. Unverhofft freundet sich Tristan auf der Feier mit Ivys kleinem Bruder Philip an und Ivy ist ganz überrascht zu sehen, dass Philip endlich wieder lächelt und das hat sie nur Tristan zu verdanken. Doch auch diese Aufmerksamkeit währt nur von kurzer Dauer. Erst als Tristan Ivy bewahrt in den Pool der Schule vom Springturm aus zu fallen und er bemerkt, dass Ivy nicht schwimmen kann und ihr anbietet, ihr beizubringen zu schwimmen, erwärmt sich Ivy mit dem Gedanken, Tristan um sich herumzuhaben und sie merkt, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt. 

Kurze Zeit später sind die beiden dann auch tatsächlich ein Paar und verbringen nahezu jede freie Minute zusammen. Doch dann passiert das Unfassbare. Tristan und Ivy geraten in einen Verkehrsunfall, bei dem Tristan stirbt. Ivy ist verletzt und traurig und verliert ihren Glauben in ihre Engel, die sie bisher immer geschützt haben, denn ohne Tristan ist ihre Welt nicht mehr dieselbe… 

Als Tristan nach dem Unfall auf dem Friedhof erwacht, ist er verwirrt und weiß nicht wie er dort hingekommen ist. Erst Lacey klärt ihn über seinen Zustand auf. Er ist kein Geist, aber ist tot, aber dafür ein Engel. Ein Engel mit einer Mission. Auch wenn ihm diese nicht klar vor Augen steht, weiß er doch, dass es mit Ivy zu tun hat und er sie schützen muss. Hierbei ist er aber auf die Hilfe von Lacey angewiesen, die ihm beibringt, sich in der Welt außerhalb seiner Reichweite bemerkbar zu machen. Wird es Tristan gelingen, Ivy zu schützen, wenn selbst ihm die Bedrohung unbekannt ist?

The Power of Love
Tristan weiß nicht mehr weiter; er ist zwar noch auf der Erde und Ivys Nähe, doch kann er sie weder berühren noch mit ihr sprechen und da sie anscheinend den Glauben an Engel verloren hat, kann sie nicht einmal seine schimmernden Umrisse wahrnehmen. Dies kann aber Philip, da sein Glaube an Engel immer noch fest verankert ist. Doch wie soll er dem Kleinen erklären, dass Ivy seine Hilfe braucht, wenn er nicht einmal mit ihm kommunizieren kann? Auf verschiedene Weise versucht er sich Ivy gegenüber zu zeigen, doch dies scheint ein auswegloses Unterfangen zu sein, selbst wenn er sich dafür ihrer Freunde Beth und Will bemächtigt und ihr über den beiden versucht, Nachrichten zukommen zu lassen. Erst als Ivy wirklich kurz davor steht zu sterben, findet Tristan die Kraft, ins Geschehen einzugreifen und dies scheint ausnahmsweise sogar bei Ivy einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. 

Soulmates
Ivy ist genervt. Jeder scheint wirklich zu glauben, sie hätte versucht sich vor den Zug zu werfen, um sich damit umzubringen, damit sie bei Tristan sein kann. Doch so war es nicht und Ivy weiß bis heute nicht, wie sie zu den Bahngleisen gelangt ist. Doch eines weiß Ivy ganz sicher, dort ist etwas geschehen, was ihren Glauben an Engel wieder zurückgebracht hat und sie Philips Worten jetzt mehr Aufmerksamkeit schenkt, denn Philip hat Ivy erzählt, dass Tristan noch bei ihr ist, als ihr Schutzengel. Auch wird sich Ivy ihrer Umgebung wieder etwas mehr bewusst und auch dessen, dass es anscheinend jemand auf sie abgesehen hat. Doch die Gründe dafür scheint selbst Ivy nicht einmal zu kennen. Erst dadurch, dass sie beginnt mit Tristan zusammen zu arbeiten, scheint Licht in das Dunkel zu kommen und das, was sie erfährt, stellt Ivy erneut vor einen Trümmerhaufen, dem sie sich lange genug verwehrt und erst als Philips Leben auf dem Spiel zu stehen scheint, wird sie aktiv. Kann Ivy Philip retten? Und was ist, wenn das Ganze eine Falle ist, um sie zu töten? Kann Tristan sie dann retten? 


Meinung:

Kennt ihr das? Man liest ein Buch und hat bereits nach den ersten paar Seiten einen gewissen Eindruck, der sich immer weiter, je mehr man von dem Buch liest, verfestigt? So ist es mir hier bei der “Kissed by an Angel”-Reihe von Elizabeth Chandler gegangen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass sich die hier von der Autorin geschilderte Geschichte mit Sicherheit besser als filmische Umsetzung machen würde und das Lesen sich ziemlich in die Länge ziehen wird. Und genauso ist es bis zur letzten Seite geblieben und auch gekommen. Ich will damit sicher nicht zum Ausdruck bringen, dass das Buch schlecht ist. Ganz und gar nicht. Es eignet sich aber eher dafür, filmisch umgesetzt zu werden, da man so die langwierigen Szenerien schneller aufarbeiten und sich auf die einzelnen Spannungshöhepunkte konzentrieren kann. 


Und wenn ich schon gerade bei Spannungshöhepunkte bin, kann ich nur sagen, dass ich echt happy darüber bin, dass ich hier sozusagen den Gesamtband mit den ersten drei Büchern gelesen haben, da ich ansonsten wirklich verzweifelt wäre, wenn ich bereits im Jahre 1995 hätte ständig auf das nächste Buch warten müssen. Wie ich darauf komme? Ganz einfach: die Autorin hört einfach an der spannendsten Szene mit den ersten beiden Büchern auf und man möchte sich am liebsten die Haare raufen, weil es endlich mal spannend geworden ist. Und das klingt jetzt auch so wie es ist. Die Geschichte hat insgesamt wenige Spannungshöhepunkte und die Story plätschert sozusagen einfach nur vor sich hin. Nicht nur, dass die Geschichte an sich ziemlich langatmig ist, ist sie zudem auch noch sehr einfach zu durchschauen. Man ahnt als Leser von Beginn an, wer hier der Marionettenspieler ist, der ständig im Hintergrund die Fäden zieht. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Autorin es ein-/zweimal hinbekommen hat, mich fast von dieser Fährte abzubringen, ist es doch sehr einfach zu durchschauen. Aber einzig die Motivation hinter den Handlungen des Strippenziehers bleibt nahezu bis fast zum Schluss im Verborgenen. 

Die sprachliche Umsetzung durch die Autorin ist nichts Besonderes, sondern eher grauer Durchschnitt. Zum Teil wirkt die Erzählart der Autorin langatmig, schwergängig und einschläfernd. Da die Geschichte zum größten Teil nur so vor sich dahinvegetiert und kaum Spannung aufkommt, zieht sich die gesamte Story unglaublich. Erzählen tut die Autorin die Geschichte von Ivy und Tristan aus der Perspektive der beiden abwechselnd. 

Auch sind alle auftretenden Charaktere nicht sehr prägnant. Sie wirken eher blass und oberflächlich und man kann kaum mit ihnen mitfühlen/-fiebern oder behält sie auf eine positive Art im Gedächtnis. Selbst die beiden Protagonisten kommen nicht sehr lebendig rüber, was bei guten 700 Seiten wirklich schade ist. Man hat zeitweise das Gefühl, dass weder Ivy noch Tristan wirklich selbst denken und handeln, sondern einfach nur da sind und sonst sich von anderen Dingen leiten lassen. Da gibt es z.B. bis heute eine Szene, die mir wirklich böses Kopfzerbrechen bereitet. Tristan ist tot oder besser gesagt ein Engel und als er das erste Mal Ivy aufsucht und dabei das Arbeitszimmer ihres Stiefvaters durchquert und sieht, dass dieser gerade den Polizeibericht über den Unfall von Ivy und Tristan liest, geht er einfach daran vorbei. Es interessiert ihn einfach nicht, was passiert ist. Auch später scheint er sich nicht einmal daran zu erinnern, dass Andrew den Polizeibericht zu Hause hat oder macht Ivy darauf aufmerksam. Wäre das nicht eigentlich ziemlich logisch, sich den Polizeibericht anzusehen? Man wäre doch mit Sicherheit daran interessiert, zu erfahren, was die Polizei ermittelt hat, nachdem man sich selbst anscheinend nicht mehr an das Unfallgeschehen erinnern kann, oder?

Von der eigentlichen Grundidee und den Thematiken, die die Autorin mit der Geschichte aufgreift, bin ich aber nach wie vor überzeugt. Sie beschäftigt sich hier mit den Thematiken des ersten Verliebtseins, des Verlustes, Drogenmissbrauch und Intrigen. Es ist interessant und leider viel zu selten in einem gewissen Grad spannend. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Ende des dritten Bandes/Teils sehr gut nachvollziehen kann, auch wenn ich es traurig fand, dass Tristan dann doch gänzlich von der Bildfläche verschwand und Ivy eingesehen hat, dass das Leben weitergeht. Genauso gut und nachvollziehbar, wie ich das Ende fand, fand ich es schockierend, dass die Autorin nun die Geschichte noch weiter ausschlachten möchte, indem sie im März diesen Jahres einen vierten Teil veröffentlich hat. Da ich wirklich finde, dass die Geschichte mit dem Ende von “Soulmates” einen angemessenen Abschluss hat, werde ich den vierten Band “Evercrossed” nicht lesen.


Bewertung:

Für den Zeitvertreib für zwischendurch einfach zu langatmig, zu wenige Spannungshöhepunkt und Charaktere, die viel zu blass und oberflächlich wirken. Allerdings sind die eigentliche Grundidee und die Thematiken, die mit der Geschichte aufgegriffen werden, sehr interessant. Ich würde daher sagen: guter Durchschnitt, dessen Umsetzung zwar hätte besser sein können, aber dennoch einigermaßen überzeugend war. 


Wie bereits erwähnt, ist es hierbei nicht bei einer Trilogie geblieben, sondern auch noch im März diesen Jahres um einen vierten Teil erweitert worden, der unter dem Titel “Evercrossed” erschienen ist. Hier der Klapptext zu “Evercrossed”: 

It’s been a year since Ivy’s boyfriend, Tristan, died. They’ve both moved on—Tristan to the other side of the afterlife, and Ivy to sweet, dependable Will. Now Ivy’s heading to Cape Cod, hoping to leave the horror of last summer behind. She wants nothing more than to lie on the beach, sip lemonade, and hang out with her friends.
But then a car crash ends Ivy’s life.
As she floats to the beyond, looking down on the life she’s left behind, Tristan breathes life back into her with a passionate kiss. She wakes up in the hospital, surrounded by Will and her family, but all she can think about is the love that she lost.
But memories aren’t all that’s come back from the past. And this time, Ivy’s not sure love will be enough to save her.

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