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[Review] Arthur, Keri - Der Gefährte der Wölfin (Riley Jenson #3)

Taschenbuch
Originaltitel: Tempting Evil
Erschienen: 2011
Sprache: Deutsch
Seiten: 446
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-37526-4
Preis: 8,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren





Über die Autorin:

Keri Arthur schreibt seit sie 12 Jahre alt ist, und hat seitdem mehr als 15 Romane veröffentlicht. Hauptberuflich ist sie Köchin. Sie ist mit einem wundervollen Mann verheiratet, der sie nicht nur beim Schreiben unterstützt, sondern ihr auch noch den Großteil der Hausarbeit abnimmt. Sie haben eine Tochter, mit der sie in Melbourne, Australien, leben. 


Klapptext:

Riley Jenson ist halb Werwölfin, halb Vampirin und zum Niederknien schön. Ihr Blut macht sie zu einer nahezu unbesiegbaren Kämpferin, und als Wächterin ist es ihre Aufgabe, der Kriminalität der übernatürlichen Wesen Einhalt zu gebieten. Ihre neueste Mission: Die Gesellschaft vor dem verrückten Wissenschaftler Deshon Starr – einem ihrer ganz besonderen persönlichen Feinde – zu beschützen. Sie will ihn außerdem für das, was er ihr angetan hat, bezahlen lassen. Unerwartete Hilfe bekommt sie dabei von Dia, einem Medium, dessen Tochter sich in der Gewalt Starrs befindet und die als Gegenleistung von Riley verlangt, diese zu befreien. Doch hin und her gerissen zwischen einem kühlen, verführerischen Vampir und einem unwiderstehlichen Wolf, fällt es Riley nicht leicht, sich auf die Rettung der Welt und ihre persönliche Rache zu konzentrieren… 


Inhalt:

Riley Jenson ist halb Vampir und halb Werwolf, was sie in den letzten Monaten in arge Bedrängnis und auch Gefahr gebracht hat. Gautier, ein Wächter der Abteilung für straffällige Übernatürliche, hat es auf ihr Leben abgesehen und sie muss sich vor ihm hüten und ihr Chef möchte sie unbedingt zur Wächterin ausbilden. 

Trotz ihres ständigen Widerwillens, sich zur Wächterin ausbilden zu lassen, hat Riley nun keine andere Wahl mehr: entweder sie lässt sich zur Wächterin ausbilden oder sie darf an dem Fall, in dem sie persönlich involviert ist, nicht weiter mitarbeiten. Um ihre persönliche Rache gegen den Drahtzieher des ekelerregenden Klon- und DNS-Projektes zu kriegen, ist Riley mit der Ausbildung einverstanden. Sie wird nicht nur trainiert, sondern auch auf ihre bevorstehende Mission vorbereitet: sie soll auf das Privatgelände des Drahtziehers Deshon Starr als “Unterhaltungsprogramm” eingeschleust werden, um den Aufenthaltsort des dritten und hoffentlich letzten Labors ausfindig zu machen. Zu ihrem Team gehören ihr Bruder sowie dessen Freund, Jack und der Pferdewandler Kade und ganz unerwartet auch Quinn, der anscheinend nicht vorhat, sich in irgendeiner Weise von seiner Rache abbringen zu lassen. 
 
Im Käfig des Löwen angekommen, beginnt Riley auch schon Nachforschungen anzustrengen und gerät dabei in das Visier der beiden Adjutanten von Starr. Merle und Moss scheinen sehr an ihrem Körper interessiert zu sein und spielen sich gegeneinander aus und Riley damit genau in die Hände – und in das Bett von Merle. Auch Starr, der eigentlich nur an Männern interessiert ist und im Aufgabengebiet von Rhoan liegt, scheint sich für sie zu interessieren. Doch warum kommt Riley Starr bei ihrer ersten Begegnung so bekannt vor? 
 
Nachdem dann auch noch ein Anschlag – der nicht auf das Konto von Riley und ihren Freunden geht – auf die Unterkunft der Sicherheitsleute verübt wird, ist klar, dass sie hier anscheinend nicht nur mit Quinn, sondern auch noch mit anderen wett zu eifern haben, was die Rachegelüste anlangt. Doch ein kurzer Blick darauf, was mit Leuten geschieht, die bei der Ausübung ihrer Rachepläne erwischt werden, lässt Riley einen Gang zurückschalten und mit mehr Überlegung an die Sache rangehen. Als dann jedoch Rhoan in Gefahr gerät, muss Riley handeln und erst einmal ihren Bruder, der als Starrs Spielzeug wohl schon nach kurzer Zeit ausgedient hat, retten. Nachdem Rhoan in Sicherheit ist, beginnt Riley mit Quinn zusammen weitere Untersuchungen anzustellen und geht einen Deal mit einer unheimlichen Geisterechse ein. 
 
Was Quinn und Riley bei ihren Nachforschungen entdecken, ist ganz und gar nicht das, was sie erwarten haben. Und plötzlich ist auch Riley klar, wo sie Deshon Starr schon einmal gesehen hat. 
 
Kann Riley es mit Hilfe von Quinn schaffen, Deshon Starr aufzuhalten und das dritte Labor finden? Wird Gautier ebenfalls für seine Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden?

 

Meinung:

Während ich vom ersten Band um Riley Jenson begeistert war, war ich vom zweiten derbe enttäuscht gewesen. Und besser als der zweite ist der vorliegende dritte Band der Reihe bedauerlicherweise auch nicht. 


Dass ich in dieser Reihe so festgefahren bin, liegt eigentlich an dem Erzählstil der Autorin, die die Geschichte aus den Augen von Riley direkt erzählt – also in der Ich-Form. Man kann als Leser ganz wunderbar Rileys Gedankengängen und ihren Handlungen einigermaßen gut folgen und auch nachvollziehen, was sich allerdings in einem sehr gewagten Rahmen bewegt, der mich anfänglich faszinierte, aber jetzt nur noch abschreckt. 

Während Riley im ersten Band ganz unbewusst ihre körperlichen Gelüste dazu nutzte, um Informationen zu bekommen, war dies im zweiten Band schon mutwillig und wirkte wie Prostitution. Im hier vorliegenden dritten Band gibt sie sich diesen Gelüsten genauso hin und bekommt plötzlich Bedenken wegen des sexuellen Nutzens ihres Körpers zur Informationsbeschaffung, was allein schon ziemlich zweifelhaft ist und im Kontrast zu ihren eigentlichen Handlungen steht. Auch wirken diese Sexszenen mit Merle zeitweise nicht wie ein bewusstes Liebesspiel zur Informationsbeschaffung, sondern auch wie Vergewaltigung, da es dort eine Szene gibt, in der Merle sich ihrer bedient, während sie bewusstlos ist. Also anregend wirkt das nicht, sondern eher abschreckend und abartig, da Vergewaltigung stets bei mir alle Alarmglocken schrillen lässt. Auch die Beschreibung der Geisterechse im erregten Zustand war alles andere als angenehm – nur mal so am Rande erwähnt. 
 
Im Allgemeinen ist die komplette Handlung, die hier im Vordergrund stehen sollte, komplett nach Hinten abgerückt. Das Liebesspiel mit diversen Liebhabern scheint hier durch die Autorin vorrangig thematisiert zu werden und lässt das Ansinnen Rileys auf Rache völlig deplaziert und unrealistisch wirken. 
 
So sympathisch, wie mir Riley noch im ersten und zweiten Band – trotz mieser Handlung -, so unsympathischer wird sie mir von Buch zu Buch. Die Zweifel an ihren Handlungen im Bereich Sex und Informationsbeschaffung sowie ihre Handlungen stehen im Gegensatz zueinander und lassen das, was die Autorin versucht als realistisch an den Leser zu bringen, komplett unrealistisch und nicht nachvollziehbar wirken. Wäre der Schreibstil der Autorin nicht stets so fesselnd und fließend wiedergegeben, wäre ich nicht nur einmal der Versuchung erlegen, das Buch beiseite zu legen. Ich frage mich auch, wie auch schon bei einigen anderen Büchern in diesem Jahr, warum ich es überhaupt zu Ende gelesen habe. War es vielleicht die Hoffnung, dass die Autorin sich wieder bessert oder wollte ich einfach nur Sicherheit haben, dass mir die Handlung und ihre Protagonistin mittlerweile so surreal und unsympathisch und entgegen aller meiner Erwartungen gehen, dass ich nun endlich die Finger davon lasse? Ich habe absolut keine Ahnung, aber ich habe es gelesen und kann einfach nur sagen, wenn man nicht unbedingt ein Hardcore-Fan der Reihe ist, sollte man wirklich die Finger davon lassen. Egal, wie neugierig man auf den Hintergrund von Quinn ist, der hier nun endlich mal ein wenig angedeutet wurde und natürlich einen Haufen Fragen aufwirft. 
 
Aufgrund der bereits erwähnten doch sehr suspekten Liebesszenen von Riley mit diversen Liebhabern neige ich dazu, auch hier wieder einmal eine Altersempfehlung ab 16 Jahren auszusprechen. Es gibt im Bereich Liebesspiel eindeutig Grenzen und hier hat die Autorin – insbesondere auf die Szenen mit Merle – meine persönliche Schmerzgrenze überschritten.

 

Bewertung:  

Eine immer unsympathisch werdendere Protagonistin, immer mehr offene Fragen ohne Antworten und eine Handlung, die immer surrealer – auch in Bezug auf die in ihr auftretenden Wesen – wird. Nur für Hardcore-Fans geeignet. 


Infos zur Reihe:
  1. Mondjägerin (bereits erschienen)
  2. Wächterin des Mondes (bereits erschienen)
  3. Der Gefährte der Wölfin (bereits erschienen)
  4. Hüterin der Nacht (erscheint im September 2011)

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