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[Review] MacLean, Julianne - Captured by the Highlander

Taschenbuch
Erschienen: 2011
Sprache: Englisch
Seiten: 308
Verlag: St. Martin’s Paperbacks
ISBN: 978-0-312-36531-8
Preis: ca. 5,60 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 






Über die Autorin:

Julianne MacLean is a USA Today bestselling author with degrees in English Literature and Business Administration. She is a three-time RITA finalist, and has won numerous awards, including the Booksellers’ Best Award, the Book Buyer’s Best Award, and a Reviewers’ Choice Award from Romantic Times for Best Regency Historical of 2005. She lives in Nova Scotia with her husband and daughter, and she is a dedicated member of Romance Writers of Atlantic Canada. 


Klapptext (Buchrückseite):

Lady Amelia Templeton would rather die than surrender to a man like Duncan MacLean. He is the fiercest warrior of his clan – her people’s sworn enemy – and tonight he is standing over her bed. Eyes blazing, muscles taut, and battle axe gleaming, MacLean has come to kill Amelia’s fiancé. But once he sees the lovely, innocent Amelia, he decides to take her instead… 

Stealing the young bride-to-be is the perfect revenge against the man who murdered Duncan’s one true love. But Lady Amelia turns out to be more than a pawn of vengeance and war. This brave, beautiful woman touches something deep in Duncan’s soul that is even more powerful than a warrior’s fury. But when Amelia begins to fall in love with her captor – and surrenders in his arms – the real battle begins… 

 

Inhalt:

Duncan MacLean ist der Butcher und auf Rache für den Verlust seiner Verlobten an dem Mann, der sie getötet hat, aus. Doch als er in die Festung der Engländer eindringt und den Raum, indem der Mann sein Quartier haben soll, muss er feststellen, dass statt diesem eine Frau im Bett liegt. Eine hübsche Frau, die ihn verunsichert und er nicht weiß, was er machen soll. Rein vom Logischen her weiß er, dass er sich an seinem Gegenspieler rächen könnte, wenn er ihm das Gleiche antun, wie dieser ihm, nämlich seine Verlobte töten. 

Doch Amelia Tempelton bringt ihn vollkommen aus der Fassung, da sie ihm Konter gibt und weigert, ihm gehorsam zu sein. Kurz entschlossen entführt er die junge Frau aus der Sicherheit der Festung und versucht ihr nach ihrem ersten Fluchtversuch, klarzumachen, dass eine Flucht keine Aussicht auf Erfolg hat, egal wie sehr sie sich anzustrengen scheint. Doch die Position, in der die beiden landen, ist mehr als nur prekär und eine Art Anziehung scheint zwischen ihnen zu entflammen. Als dann noch seine drei besten Freunde sich zu den beiden gesellen und Duncan erklären, dass er Amelia töten soll, ist er davon gar nicht angetan. Denn Amelia kann ja nichts für die Taten ihres Verlobten und weiß möglicherweise nicht einmal etwas davon. 
 
Auf der Flucht vor möglichen englischen Verfolgern und zu Duncans Versteck kommen sich die beiden immer näher und trotz seiner Rachegelüste entwickelt Duncan mit der Zeit Zuneigung zu der jungen Engländerin, die selbstverständlich keine Gelegenheit unversucht lässt, um zu fliehen. Doch auf ihrer Flucht vor Duncan muss sie erkennen, dass die englischen Soldaten alles andere als friedliebend sind und muss vor diesen von Duncan gerettet werden. Doch da Duncan, dank einer Verletzung, die ihm Amelia zugefügt hat, plötzlich das Bewusstsein verliert und sie sich dafür verantwortlich fühlt, holt sie Hilfe. Schon kurz darauf ist Duncan nach einem kleinen Zwischenfall wieder auf den Beinen und mit Amelia im Schlepptau auf den Weg nach Hause. Kurz bevor sie ihr Ziel erreichen, und Amelia und Duncan sich ihrem gegenseitigen Verlangen, etwas hingegeben haben, reißt sie erneut aus und gelangt zum Schloss von Lord Moncrieffe. Doch die Überraschung, was sie dort erwartet ist alles andere als unglaublich… zumal Lord Moncrieffe anscheinend ebenfalls um ihre Hand anzuhalten scheint. 
 
Wird Duncan sie in Sicherheit des Schlosses von Lord Moncrieffe finden und daraus erneut entführen? Wird sie den Antrag annehmen und ihrem bisherigen Verlobten entsagen? Wird ihr Onkel damit einverstanden sein? Stimmen die Anschuldigungen, dass Bennett, ihr Verlobter, die Verlobte von Duncan vergewaltigt, getötet und ihren Kopf ihrer Familie zur Erinnerung geschickt hat? 

 

Meinung:

An “Captured by the Highlander” von Julianne MacLean hatte ich unbewussterweise ziemlich hohe Erwartungen gesetzt, die leider nicht einmal ansatzweise erfüllt wurden. 


Mit Duncan und Amelia haben wir zwei Protagonisten, die nicht nur unterschiedliche Ansichten vertreten und aus unterschiedlichen Ländern stammen, die zufällig gerade Krieg miteinander führen, nein, mit den beiden bekommt man von der Autorin auch sehr gewöhnungsbedürftige Charaktere vorgesetzt, an die man sich nur schwerlich gewöhnen kann. 

Amelia ist eine junge Frau aus gutem Hause, die stets – sagen wir es mal freundlich – mit einer rosa Brille durchs Leben geht. Erst als ihr Vater stirbt, beginnt sich das Rosa etwas zu verlaufen. Dennoch hat sie nicht einen Blick dafür über, welche Grausamkeiten der Krieg wirklich in den Menschen freisetzt. Schon gar nicht will sie wahrhaben, dass ihr eigener Verlobter, der von ihrem Vater sehr gelobt wurde, einer dieser Menschen ist, die zum Monster mutieren. Erst Duncan zeigt ihr durch die Entführung, wie das wahre Leben draußen aussieht, auch wenn dieser selbst von seiner Rache geblendet ist. Doch im Gegensatz dazu weckt Amelia Gefühle in dem großen starken Highlander, die zwar seine Rachegefühle nicht auslöschen, aber dennoch immerhin soweit abschwächen, dass er sich nicht auf das gleiche miese niedrige Niveau herablässt wie sein Gegenspieler. 
 
Geschildert wird die Geschichte durch die Autorin in einem zeitweise sehr trägen und langatmigen Ton, der einem als Leser wirklich sämtliche Lust am Lesen raubt. Erst gegen Mitte des Buches – mit Amelias Fluchtversuch zu den englischen Soldaten – steigt die Spannung und die Handlung geht voran. Natürlich ist eine Reise zu Pferde anstrengender und langwieriger, dennoch wirkten diese Reisepassagen – trotz des Funkensprühens zwischen den Protagonisten – eher als langweilig. Zudem hat mich auch gestört, dass Amelia niemals wirklich Dinge und Geschehnisse hinterfragt und man stets davon ausgeht, dass sie als Mitglied des schwächeren Geschlechts bestimmte Details nicht verkraftet. Natürlich sind die Umstände, die zum Tod von Duncans Verlobter geführt haben, alles andere als angenehm, dennoch empfand ich es diskriminierend, dass man stets davon ausgegangen ist, dass Amelia nicht selbst entscheiden konnte, was sie zu hören bekam oder nicht. Auch ihre Blindheit zum Krieg und dessen Grausamkeiten empfand ich als nervtötend. Sie wagt sich zwar sozusagen auf Feindesland, aber kennt die Gefahren nicht, die zu einschätzen sie eigentlich gewillt sein sollte. 
 
Duncan an sich ist im Gegensatz zu Amelia schon sympathischer, trotz seiner diversen Geheimnisse, die man als Leser allerdings schon sehr einfach in die richtige Richtung deuten kann. Ich fand es wirklich schade, dass die Handlung so voraussichtlich war und die Charaktere, trotz einer recht guten Umsetzung, etwas hohl und oberflächlich gewirkt haben. 
 
Abschließend möchte ich noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass hier Verrat, Mord und Vergewaltigung zu den Bestandteilen der Geschichte, zu denen später noch nähere Umstände bzw. Details bekannt werden, gehören und deswegen von mir eindeutig eine Altersempfehlung ab 16 Jahren ausgesprochen wird.

 

Bewertung:

Unterhaltsam, aber mehr leider auch nicht. Ich persönlich habe einfach mehr von “Captured by the Highlander” erwartet und die Enttäuschung war demnach einfach zu groß. 


Infos zur Reihe:
  1. Captured by the Highlander (bereits erschienen)
  2. Claimed by the Highlander (erschienen im März 2011)
  3. Seduced by the Highlander (erscheint im Oktober 2011)

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