[Review] Wolff, Veronica - Devil's Highlander

Taschenbuch
Erschienen: 2010
Sprache: Englisch
Seiten:323
Verlag: Berkley Sensation
ISBN: 978-0-425-23627-7
Preis: 5,99 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren






Über die Autorin:

Veronica Wolff was an aspiring art historian when she realized that academic writing was not the place to explore her romantic flights of fancy. She lived everywhere from Hawaii to Texas to India before finally settling in northern California where she lives with her husband and two children. 


Klapptext (Buchrückseite):

After Scotland’s civil wars, the orphaned brothers and sisters of the MacAlpin clan reclaimed the abandoned Dunnottar Castle as their birthright. Hardened in battle and haunted by family secrets, these fiery Highlanders must rely on each other as they right the wrongs of their troubled history. 

Before she can give herself up to him, he must forgive himself. 
 
Cormac MacAlpin lost his innocence too young – he’s always blamed himself for the kidnapping of his twin brother, Aidan. He turned away from his childhood friend, Marjorie Keith, denying the prospect of happiness with the young woman who loved him. 
 
Now a tormented war hero working as a fisherman, Cormac is speechless when Marjorie comes to him with an appeal for help… a poor city boy she’s been caring for has disappeared, reminding her of long-lost Aidan. Their bond of shame once thwarted a budding romance and threatens to again – but Cormac and Marjorire are adults now, with needs too powerful to keep locked away… 

 

Inhalt:

Cormac MacAlpin leidet seit 13 Jahren unter dem Verlust seines Zwillingsbruders Aidan, der im Alter von 10 Jahren beim Spielen im Kamin von Unbekannten entführt und wahrscheinlich in die Sklaverei verschleppt wurde. Aus Selbstzweifeln und Selbstschuld verbot er sich, weiterhin mit seiner Kinder- und Jugendfreundin Marjorie bekannt zu sein. Doch als Marjorie ihn um Hilfe bittet, da einer ihrer Schützlinge ebenfalls entführt wurde und ihm das gleiche Schicksal droht wie Aidan, was auch Marjorie sich nie verziehen hat. 


Cormac ist nicht begeistert von der Aussicht, Marjorie nach der Suche nach dem kleinen Jungen zu helfen, da er auch niemals Aidan hatte finden können, macht er sich nämlich keine großen Hoffnungen, diesen ebenfalls jemals finden zu können. Doch Marjorie ist sturer als erwartet und bringt Cormac in arge Bedrängnis als sie sich dazu entschließt, sollte Cormac ihr nicht helfen, sich alleine auf die Suche zu machen und notfalls auch die Hilfe eines anderen Mannes in Betracht zu ziehen. Von Eifersucht und Sorge um Marjorie gepackt, entschließt er sich nur widerwillig ihr zu helfen. 
 
Auf ihrer Suche nach dem Jungen greifen beide zu ungewöhnlichen Methoden, die natürlich auch ihre Wirkung auf den jeweils anderen nicht verfehlen. Während die beiden nicht nur immer weiter ins Visier der Sklavenhändler, sondern auch ihrer gemeinsamen Anziehungskraft nur schwerlich widerstehen können, scheint ihnen die Zeit davon zu laufen… besonders dann, als Marjories Onkel von ihnen anscheinend entführt und auf das Sklavenschiff verbracht wird. Doch was wollen die Sklavenhändler von ihrem Onkel? Können Marjorie und Cormac den kleinen Jungen retten und vor einem Schicksal als Sklave bewahren?

 

Meinung:

Von der ersten bis zur letzten Seite ich war ich vollkommen fasziniert und gefesselt von der Geschichte von Marjorie und Cormac, zumal ich diese gleich zu Beginn in mein Herz geschlossen hatte und mit ihnen mitgefühlt, mitgefiebert und mitgelitten habe. 

Die fesselnde Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt und umsetzt, hat natürlich zu den beiden Protagonisten noch ihr Übriges dazugetan. Selten war ich von einem historischen Roman so angetan, wie von diesem. Die Handlung und die Geschichte mit der Sklaverei sind erschreckend und faszinierend zugleich. Was vor allem noch umso fesselnder war, war die Tatsache, dass die beiden – Cormac und Marjorie ihr eigenes Leben – und in einer gefährlichen Zeit, in der Sklaverei sozusagen noch vom Parlament sanktioniert wurde leben und täglich Waisenkinder fürchten mussten, in eine der Kolonien zur Sklaverei verschifft zu werden. Dieser Aspekt war von vornherein dem Leser mit auf den Weg gegeben und so realistisch von der Autorin umgesetzt, dass man einfach nur fasziniert und gefesselt sein konnte. 

Gefesselt und fasziniert war ich auch von Cormac und Marjorie. Diese beiden habe ich wirklich sehr gemocht und sie sind mir auch nach wie vor in bleibender – und vor allem positiver – Erinnerung geblieben. Cormacs Resignation über den Verlust und des Nichtwiederfindens seines Zwillingsbruder ist nur verständlich und man leidet mit ihm mit. Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass Marjorie sich den selben Selbstzweifeln aussetzt, da sie die Auffassung vertritt, wenn sie die Jungs damals nicht dazu überredet hätte im Kamin ein Wettklettern zu veranstalten, Aidan nicht entführt worden wäre. Wie man auch schon ziemlich frühzeitig erfährt, ist die Familiensituation von Cormac von diesem Schicksalsschlag mehr als nur in einer Hinsicht sehr betroffen, denn seine Mutter hat den Verlust seines Bruders niemals überwunden und ist an gebrochenem Herzen ein Jahr nach Aidans Verschwinden gestorben. Die Geschwister mussten fortan mit dem Vater, der dann ein paar Jahre später im Krieg verstarb, alleine zurechtkommen. Und das, obwohl der jüngste MacAlpin-Spross zum Zeitpunkt von Aidans Verschwinden gerade einmal zwei Jahre alt war. 
 
Wohingegen Cormac schon resigniert, ist Marjorie stur und von der Idee nahezu besessen, einem anderen Kind das Schicksal Aidans zu ersparen und sie setzt alle Hebel in Bewegung, um ihr Ziel zu erreichen. Ihre Sturheit und ihre Intelligenz sowie auch die eine oder andere Verbindung, die sie durch ihre gesellschaftliche Stellung geknüpft hat, sind da natürlich auch von Vorteil.
 
Von Anfang spürt man beim Lesen die Verbindung zwischen Marjorie und Cormac, und auch das Funkensprühen, wenn beide alleine sind. Trotz der traurigen und tristen Hintergründe für das Wiedersehen, und auch die Handlung im Allgemeinen, schafft es die Autorin durch die eine oder andere Szene (oder Dialog) eine Auflockerung zu schaffen, wie z.B. durch Bridgets (jüngster Spross der MacAlpins) penetrante, witzige und dennoch liebevolle Art, die nicht übertrieben, sondern angemessen wirkt und in dem Leser den Wunsch weckt, dass Cormac und Marjorie ihr Ziel erreichen und eine gemeinsame Zukunft haben. Auch die anderen MacAlpin-Sprösslinge haben ihren Auftritt und haben sich damit gleich einen Platz in meinem Leserherz gesichert und ich als Leser würde mich sehr freuen, wenn jeder einzelne von ihnen seine eigene Geschichte bekommt. 

 

Bewertung:

Auch wer keine Männer im Kilt mag, dürfte Marjorie und Cormac lieben. Die Geschichte der beiden ist nicht nur von Spannung, sondern auch von Erotik in einer gut ausbalancierten Handlung durchzogen. Wer einfach mal eine lesetechnische Erfahrung mit schottischen Jungs machen möchte, der ist mit der MacAlpin-Reihe von Veronica Wolff wirklich mehr als nur gut bedient. 



Es gibt zu dem hier vorliegenden ersten Band der Reihe bereits einen weiteren. Er ist bereits unter dem Titel “Devil’s Own” erschienen und erzählt die Geschichte von Aidan.

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