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[Review] Henke, Sandra - Alphawolf

Taschenbuch
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch
Originaltitel: –
Seiten: 279
Verlag: Ubooks
ISBN: 978-3-86608-126-0
Altersempfehlung: ab 18 Jahren






Über die Autorin:

Sandra Henke lebt in der Nähe von Düsseldorf. Mit ihren Romanen hat sie sich ein großes Publikum erschrieben. So gilt ihr Roman “Loge der Lust” inzwischen als ein Klassiker des Genres. Eine spannende Handlung liegt der Autorin ebenso am Herzen, wie ein starkes Knistern und außergewöhnlich sinnliche Erotik.


Klapptext (Buchrückseite):

Als eine Horde Wölfe das Labor eines Krankenhauses verwüsten, werden die Halbindianerin Tala und ihr Kollege Walter von Wild Protection gerufen, um die Tiere zurück in die Wildnis Alaskas zu bringen. Doch Tala ist sich nicht sicher, ob es sich tatsächlich um Wölfe handelt, denn das Verhalten der Tiere ist mehr als merkwürdig. 

Tala gerät in den Sog der Ereignisse und wird vom unheimlichen, aber äußerst attraktiven Claw bedroht, der behauptet, ein Werwolf zu sein. Sie schwankt zwischen Angst und Faszination, und mit einem Mal steht mehr als nur ihr Leben auf dem Spiel…

 

Meinung:

Ich werde jetzt einfach mal versuchen das Ganze so kurz und schmerzlos wie möglich zu machen, was angesichts dieses Buches auch wirklich die bessere Lösung ist, bevor ich mich noch in Rage schreibe! 


Der Erzählstil der Autorin konnte mich in keinster Weise überzeugen oder fesseln, er wirkte klinisch und leblos. Die Untertitelung “erotischer Werwolf”-Roman ist völlig deplatziert und man fragt sich als Leser, wie man darauf kommt, diese Geschichte als erotischen Werwolf-Roman abzustempeln. Ich habe schon wesentlich erotischere und anregendere Fantasy-Romane gelesen als diesen hier. Die Sexszenen – an der Zahl drei – wirkten ebenso klinisch und absolut unansprechend, wie ein Besuch beim Arzt, auch wenn sie durch die Autorin recht detailliert beschrieben worden sind. Insbesondere die eine Sex-Szene mit dem Gynäkologen-Stuhl, die mich nur daran erinnerte, dass wieder einmal ein paar Arztbesuche anstehen, war vollkommen daneben. (Ich erlaube mir an dieser Stelle einmal anzumerken, dass Claw, der männliche Protagonist, kein Gynäkologe ist!)

Auch in Bezug auf die Werwolf-Thematik konnte die Geschichte in keinster Weise überzeugen. Ebenso wie die Charaktere. Diese wirkten ebenso klinisch und leblos wie die gesamte Handlung. Man konnte als Leser einfach keine Verbindung zu den einzelnen Charakteren aufbauen, da diese einfach zu leblos und eindimensional dargestellt waren. Selbst, dass die Story größtenteils aus der Perspektive von Tala und/oder Claw dargestellt wurde, half nicht. 
 
Ebenso wirkte die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten einfach derart unrealistisch, dass es absolut keinen Spaß gemacht, der Geschichte der beiden zu folgen. Man spürte als Leser zwischen Claw und Tala nicht einmal im Entferntesten eine Vertrauensbasis bzw. ein verliebtes Knistern, was mit Sicherheit größtenteils dem klinischen Erzählstil der Autorin geschuldet ist, dass die plötzlichen Liebesbezeugungen der Protagonisten ebenfalls nur platt und unüberzeugend hat rüberkommen lassen – insbesondere dann, wenn die Protagonisten sich gerade einmal ein paar Tage lang kennen. (*mit den Augen roll*) 
 
Alles in allem gesehen ist “Alphawolf: ein erotischer Werwolf-Roman” von Sandra Henke, deren Relation zwischen ansehnlichem Cover und der zwischen den Seiten steckenden Geschichte den Ladenpreis von 12,95 € (insbesondere man die Rechtsschreibfehler in dem Buch und auf der Buchrückseite bedenkt!) nicht rechtfertigt, ein Buch, was man absolut nicht gelesen haben muss – zumal es sich hierbei um den ersten Band einer Reihe handelt!! (Ich frage jetzt lieber nicht, wie schlecht denn erst der zweite Teil ist, wenn mir der erste schon absolut misslungen vorkam?!) 
 
Wer also an der Geschichte interessiert ist, sollte sich das Buch ausleihen oder auf jeden Fall gebraucht kaufen, denn 12,95 € ist einfach viel zu viel Geld für dieses Machwerk. 

 

Bewertung:

Ein Arztbesuch ist wahrscheinlich spannender als “Alphawolf” von Sandra Henke, was mich daran erinnert einmal in meinem Kalender nachzuschauen, wann die nächsten Arzttermine für mich anstehen – dabei war ich echt so glücklich drüber mal einen ganzen Monat nicht daran denken zu müssen, meinen nächsten Arzttermin wahrnehmen zu müssen. T.T


Infos zur Reihe:
  1. Alphawolf (bereits erschienen)
  2. Alphavampir (bereits erschienen)

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