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[Review] Klause, Annete Curtis - Blood & Chocolate

Gebundene Ausgabe (mit Schutzumschlag)
Originaltitel: Blood & Chocolate
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch
Seiten: 335
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-26691-9
Preis: 14,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 





Über die Autorin:

Annette Curtis Klause wurde in Bristol, Engeland, geboren und kam als Teenager in die USA. Mit fünfzehn Jahren schrieb sie Vampir-Gedichte, die sie dann auch zu ihrem ersten Roman inspirierten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in Hyattsville, Maryland, und leitet als Bibliothekarin die Kinderbuchabteilung der Aspen Hill Community Library in Montgomery County. 


Klapptext:

Kannst Du mich lieben,
so wie ich bin?

Für die sechzehnjährige Vivian ist diese Frage mehr als ein Spiel. Vivian liebt das wilde Streifen durch die mondbeschienenen Wälder Marylands und ist gerne ein Teil ihres Wolfrudels, dennoch zieht es ihr Herz auch zu ihrer menschlichen Seite. Als sie eines Tages in der Schülerzeitung ihrer Highschool ein Gedicht über Werwölfe entdeckt, macht sie sich, tief berührt von der Schönheit der Worte, auf die Suche nach dem Verfasser der Zeilen. Es ist Aiden, einer ihrer Mitschüler, und obwohl der sensible Poet ganz anders ist als sie selbst, erleben die beiden die erste große Liebe miteinander. Doch Aiden ist ein Mensch, und Vivians Rudel ist gegen die Beziehung. Denn seit ihr Vater von aufgebrachten Menschen getötet wurde, sind die Wölfe auf der Hut. Von der unerschütterlichen Liebe Aidens überzeugt, fasst Vivian einen folgenschweren Entschluss und setzt dabei alles aufs Spiel… 

 

Inhalt:

Vivian Gandillon ist beinahe wie jeder 16-jährige Teenager mit den üblichen Problemen, wäre da nicht die Tatsache, dass sie zudem auch noch eine gebürtige Werwölfin ist. Seitdem sie vor einem Jahr mit ihrer Mutter und den verbliebenen Rudelmitgliedern von West Verginia nach Maryland geflüchtet war, nachdem bei einem Brand, der von Menschen gelegt wurde, ihr Vater, ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Leben und zugleich Rudelführer, ums Leben gekommen ist, fühlt Vivian sich immer mehr zwischen ihrer menschlichen und wölfischen Seite gefangen. Keine der beiden Seitenscheint momentan das zu sein, was sie braucht. Einziger Bezugspunkt in ihrem Leben ist ihre Malerei, der anscheinend die einzige Möglichkeit zu seien scheint, ihre Gedanken und Gefühle offen darzulegen, ohne dafür weder von ihrem Rudel noch von den Menschen kritisiert oder abgewiesen zu werden. 

Als dann Vivian eines Tages stolz darüber, dass eines ihrer Werke in der Schülerzeitung abgedruckt wurde, darin blättert, entdeckt sie das Gedicht eines Mitschülers, dessen Worte den Gefühlen und Gedanken ihres Werkes so ähnlich sind, dass sie sich auf die Suche nach dem Verfasser macht. Aiden, der Autor des Gedichts und einer ihrer Mitschüler, ist ihr bisher nicht aufgefallen, auch wenn er so ganz anders ist als die anderen Schüler um sie herum. Er sticht mit seiner Art von vornherein aus der breiten Masse heraus. Nachdem Vivian Aiden zum ersten Mal in ein Gespräch verwickelt hat, beginnen die beiden schnell sich anzufreunden und aus der Freundschaft der beiden wird schnell mehr. 
 
Gemeinsam erleben die beiden eine schöne Zeit, doch Vivian nagen innerlich Zweifel, denn ihr Rudel ist mit der Verbindung der beiden nicht einverstanden, und Vivian quälen Bedenken, dass Aiden nicht alles über sie weiß und womöglich nicht vollständig akzeptiert. Da entschließt sie sich, gegen die Gesetze des Rudels zu verstoßen und Aiden ihre zweite Natur zu offenbaren. Doch wie wird Aiden auf ihre Offenbarung reagieren? Welche Strafe erwartet sie, wenn das hinter ihren Verstoß kommt?

 

Meinung:

Es ist zwar kaum zu glauben, aber als ich seinerzeit “Blood & Chocolate” von Annette Curtis Klause gekauft habe, habe ich es nur wegen seinem Titel gekauft. Ich kannte damals weder den Klapptext, noch habe ich auf das Cover gelinst, und wusste somit nicht, bis ich zum ersten Mal den Klapptext gelesen hatte, dass es sich um eine Werwolf-Geschichte für Jugendliche handelt. 


Frau Klause greift ja mit den Werwölfen eine Thematik auf, die für viele Leser von Fantasy-Romanen ganz sicher nichts Neues ist – so wie meine Wenigkeit – und man daher schon etwas eher differenziert, inwiefern einem etwas positiv oder negativ ins Auge gestochen ist. An sich ist die Umsetzung der Werwolfthematik durch die Autorin hier so aufgegriffen worden, dass die hier auftretenden Werwölfe so geboren worden sind, und nicht durch einen Biss dazu gemacht wurden. Leider ist das für den Leser so ziemlich das Einzige, was er über die Werwölfe dieser Geschichte herausfindet. Denn es werden keine mythischen Grundlagen – wie die Autorin sie möglicherweise im Sinn hätte - über die Entstehung von Werwölfen auch nur im Entferntesten erwähnt bzw. diskutiert. 

Dadurch liegt Fokus einzig und allein auf der Beziehung zwischen Vivian und Aiden. Die Geschichte ist recht monoton und langatmig wiedergeben, auch wenn dies durch den recht einfachen und fließenden Erzählstil der Autorin etwas ausgeglichen wird, kann man darüber nur schwerlich hinwegsehen. Ebenso hätte die Autorin meiner persönlichen Ansicht nach das erste “Kapitel” weglassen können, da es mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat und während des restlichen Erzähflusses regelmäßig auf die eine oder andere Art wiedergegeben wird. Denn nach diesem “ersten, recht vielversprechend klingenden Kapitel” (Geistermond), das ein Jahr vor Beginn der eigentlichen Handlung spielt, geht die Handlung komplett auf den Nullpunkt zurück und beginnt sich von dort an erneut wieder aufzubauen. Allerdings sehr langsam und gemächlich, sodass man als Leser das Gefühl hat, dass es überhaupt keinen Spannungshöhepunkt in der Geschichte gibt. Erst nach Vivians Preisgabe ihrer wahrer Natur beginnt die Handlung schlagartig an Spannung zu gewinnen und Eintönigkeit zu verlieren, was allerdings erst so gegen Mitte des Buches geschieht und damit sicherlich schon den einen oder anderen Leser abschreckt.
 
An sich ist die Umsetzung der Geschichte durch die Autorin annehmbar und als dann die ersten wirklichen Spannungshöhepunkte einsetzen, ist man als Leser auch wirklich von der Geschichte gebannt, denn diese fokusiert sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr nur allein auf Aiden und Vivian, auch wenn dieser Punkt in regelmäßigen Abständen wiedergegeben wird, sondern erweitert das bisher gelesene Spektrum der Geschichte auf Rudelangelegenheiten. 
 
Ebenso kritisch wie die Umsetzung der Geschichte muss man leider auch die Charaktere betrachten. Vivian, die Protagonistin der Geschichte und aus deren Perspektive diese auch geschildert wird, ist nicht gerade ein Sympathieträger und macht es dem Leser zudem auch noch sehr schwer durch ihre Art und Weise anderen gegenüber es überhaupt in Erwägung zu ziehen, für sie Verständnis aufzubringen. Auch Aiden ist nach dem ersten “Beziehungsproblem” mit Vivian kein Charakter, mit dem selbst gern sympathisieren möchte – insbesondere in den letzten Kapiteln. Kurz um: die Charaktergestaltung wirkt zwar wohl überlegt, dennoch wirkt die Umsetzung dieser unsympathisch und leblos. Es gab kaum einen Moment, wo ich wirklich frei heraus sagen kann, dass ich voll und ganz mit Vivian oder Aiden sympathisiert hätte und mir ihr Charakter, und die damit zu vermittelnden Emotionen, als Leser nahegegangen wären. Denn diese gibt es einfach. 
 
Trotz meiner Nörgelei über diverse Punkte an diesem Buch hat es mir dennoch relativ gut gefallen. Zwar nicht so berauschend gut, dass es mich vom Hocker gerissen hätte, aber auch wiederum nicht so schlecht, dass man überhaupt kein gutes Haar daran lassen könnte. Was einem allerdings, wenn man das Ende betrachtet, welches nicht ganz das “Happy End” ist, was man als Leser anfänglich möglicherweise erwartet, nicht ganz einfach ist. 

 

Bewertung:

Eine durchaus interessante Geschichte über eine junge, heranwachsende Protagonistin, die zwar nicht sehr sympathisch ist, aber dennoch die üblichen Teenagerhöllen auf ihre ganz eigene Art durchlebt, und der leider nicht nur das gewisse Etwas fehlt. 



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