28.08.2011

Midnighters vs. Uglies


Einigen von euch ist sicherlich meine Bewertung zu “Uglies” in den letzten Tagen über den Weg gelaufen, in der ich einmal frei davon schwärmte, dass dies nicht das erste Buch des Autors Scott Westerfeld sei, was ich bisher gelesen habe und von dem nicht nur überzeugt bin, sondern auch fasziniert. Das erste und einzige Buch vor “Uglies” war der erste Band zu der von besagtem Autor ebenfalls wohl geschätzten, aber hier zu Lande wohl eher weniger bekannten “Midnighters”-Reihe. Gern hätte ich natürlich schon die anderen Bände der “Midnighters”-Reihe gelesen, allerdings sind diese im Buchhandel schwerer zu ergattern als die komplette “Uglies”-Reihe und das, obwohl diese ebenfalls komplett in Deutsch erschienen ist. Traurig, kann ich dazu nur sagen, denn es lohnt sich wirklich diese zu lesen. 


Aber hier erst einmal der Klapptext zu “Midnighters 1: Die Erwählten”:
Seltsame Dinge passieren um Mitternacht in Bixby, Oklahoma. Die Zeit bleibt stehen und alles erstarrt, eine Stunde lang. Nur die Midnighter, vier Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten, wissen davon und können sich frei bewegen – immer auf der Hut vor den finsteren Kreaturen, die die blaue Stunde beherrschen. Doch dann taucht Jessica an der Highschool auf. Auch sie kann die Midnight erleben, aber irgendetwas an ihr reizt die Darklinge bis aufs Blut. Ein gefährlicher Kampf beginnt. 
 
Ich weiß, im ersten Moment klingt die Story sogar noch fantastischer als die von “Uglies”, aber Scott Westerfeld findet auch hier für seine Charaktere einen Background, der überzeugt und die gesamte Schemata mit logischen Schlussfolgerungen – in diesem Sinne genetischen, geburtszeitlichen und mathematischen sowie geographischen Grundlagen – unterstreicht. Ein interessantes Spektrum, was ich persönlich, dadurch, dass ich nur den ersten Band kenne, bisher nur auszugsweise kenne und mich über die angedeuteten Hintergründe gedanklich daran festeifere. Auch gibt es hier natürlich wieder leicht versteckte gesellschaftskritische Äußerungen, die allerdings im Gegenzug zu “Uglies” nicht gänzlich so auffällig platziert sind. Hier spielt mehr – neben den genannten verschiedenen wissenschaftlichen Aspekten – die Zeit eine prägnante Rolle. Denn was würden wir tun, wenn wir die Möglichkeit besäßen am Tag eine Stunde dazuzugewinnen? Wie würden wir die gewonnene Zeit nutzen? Würden wir sie ebenso verschwenden, wie den Rest des Tages oder würden wir in dieser Zeit etwas ganz Besonderes machen, etwas wie z.B. Abenteuer erleben – ähnlich gelagert den Charakteren in “Midnighters”, nur nicht gänzlich so fantastisch? Ein Aspekt, über den wir uns eigentlich überhaupt keine Gedanken machen: Zeit. 
 
Zwar kenne ich bisher von beiden Reihen nur den ersten Band, bin aber – insbesondere momentan bei “Uglies” dank der Dystopien-Challenge von Caro – drauf und dran beide Reihen zu vervollständigen. Bei “Uglies” wird dies aus vorgenanntem Grund und der Tatsache, dass alle Bücher der Reihe bereits auf meinem SuB lauern, recht bald realisiert werden, allerdings besteht bei “Midnighters” das Problem, dass ich bisher die anderen beiden Bände nicht auf meinem SuB habe! 
 
Aus der heutigen Perspektive muss ich leider gestehen, dass ich mich nach dem Lesen von “Midnighters” zwar riesig auf “Uglies” freute, allerdings war ich relativ unentschlossen “Uglies” zu lesen, da ich “Midnighters” seinerzeit auf Deutsch gelesen habe (Alle Bände der Reihe wurden übersetzt und sind angeblich käuflich zu erwerben, nur leider habe ich sie trotz des großen Verlagshauses Carlsen, welches ebenfalls diese Reihe dankenswerter Weise zu uns brachte, nirgendwo in einem Buchladen – nach mehrmaligen Suchen! – nicht erwerben können) und die “Uglies”-Reihe in Englisch darauf lauerte gelesen zu werden. Problem war hierbei, dass ich fürchtete, möglicherweise Verständigungsprobleme zu haben, da in “Midnighters” häufig – dank einem Multigenie als Charakter – häufig mathematische Begrifflichkeiten in Verbindung mit geographischen Besonderheiten erwähnt worden und da ich Geographie immer gehasst habe, denke ich, ist dies nur allzu verständlich. 
 
Aber letztendlich bin ich sehr froh, dass ich nun doch mit “Uglies“”begonnen habe und bin nach wie vor von der Gestaltung, Kreativität, Umsetzung und Hintergründigkeit der Geschichte fasziniert. Ein Punkt, der bisher im ersten Band der Reihe – im Vergleich zu beiden Serien – bei “Uglies” wesentlich prägnanter und besser ausgearbeitet ist. 
 
Letzten Endes jedoch kann ich jedem, der daran interessiert ist, nur beide Reihen empfehlen – jedenfalls soweit ich diese bisher kennengelernt habe. Und sollte jemand eine Bewertung zu “Midnighters” suchen, wird er dies vergeblich tun, da ich das Buch bereits vor meiner Bloggerzeit gelesen habe. Aber vielleicht werde ich demnächst einmal einen Re-Read vornehmen und dann von meiner zweiten Erfahrung mit “Midngihters 1: Die Erwählten” berichten.

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