[Review] Laurent, Louise - Sklavin des Wolfes


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2009
Originaltitel:
Sprache: Deutsch
Seiten: 176
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3-940235-72-5
Preis: 8,99 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 





Über die Autorin:

Louise Sophie Laurent am 10.10.1970 in Colmar geboren. Schreiben ist seit ihrer Kindheit eine ihre Leidenschaften, vielleicht sogar die Intensivste – neben der Liebe. Louise Laurent schreibt auch unter dem Pseudonym Sira Rabe. 



Klapptext:

Mia widersteht zunächst erfolgreich den Verführungskünsten ihres geschäftlichen Kunden Wolf. Nicht gewohnt, abgewiesen zu werden, lässt Wolf sich etwas Trickreiches einfallen, um an sein Ziel zu kommen. Mia verfällt dem dominanten Mann, der mit seiner animalischen Art ihre weiblichen Urinstinkte zum Leben erweckt. Das ungezähmte Biest in ihm fasziniert und kontrolliert sie. Doch nach einiger Zeit ist nicht mehr ganz klar, wer hier wen dominiert. Ein Geheimnis umgibt den undurchschaubaren Mann, aber was sie entdeckt, verwirrt sie nur noch mehr. 


Meinung:

Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich um einen erotischen Roman mit Fantasyelementen, der wie viele andere seit einiger Zeit die Bücherwelt überschwemmt. 


Der Plot wirkt auf interessierte Leser ansprechend und in der Geschichte werden für Fans erotischer Literatur auch jede Menge Fetische von Bondage bis Rollenspiel usw. bedient, jedoch ist die Umsetzung flach und leblos. Auch muss ich für mich persönlich die Bilanz ziehen, dass einige der von der Autorin konstruierten erotischen Szenerien absolut nicht meinen Geschmack trafen. Zum Teil waren die Szenen mit dem devoten “Sklavenspiel” etwas zu abschreckend, um sie als angenehm betrachten zu können, da die weibliche Protagonistin ihrer Menschlichkeit entzogen wurde und sich als Hund darstellen musste. Auch das “Rotkäppchen und der böse Wolf”-Rollenspiel ließen mir eher die Nackenhaare vor Abscheu hochstehen, als dass ich es als nachvollziehbar hätte empfinden können. Als Leser von fantastischen Liebesromanen ist man bereits einige Konstrukte gewöhnt und so schnell auch nicht abzuschrecken, aber wenn hier die weibliche Protagonistin mit ihrem Gestaltwandler-Partner in dessen animalischer Form intim wird, sprengt das die Grenzen des Annehmbaren für mich persönlich. 

Die sprachliche Umsetzung lässt ebenso zu wünschen übrig; sie wirkt platt, eindimensional und schafft es nicht im Geringsten, eine gewisse erotische Stimmung zu verbreiten. Auch wenn die Geschichte, die abwechselnd aus der Perspektive von Mia und Wolf erzählt wird, einen interessanten Plot besitzt, so gilt dies nicht für die eigentlich konstruierte Geschichte; sie ist zu durchsichtig und meiner Ansicht nach auch eher dürftig umgesetzt. 

Die einzeln auftretenden Charaktere, allen voran die beiden Protagonisten, Mia und Wolf, passen sich dem ganzen Handlungskonstrukt an und sind ebenso schwach, oberflächlich und leblos ausgearbeitet. 

Dies gilt bedauerlicherweise auch für die “Liebesbeziehung” zwischen Mia und Wolf, die eigentlich mehr eine Sex- als Liebesbeziehung darstellt und dem Leser wenig bis gar keine Emotionen vermittelt. Gelten tut dies gleichfalls für die Sexszenen, die ebenfalls kaum Erotik versprühen. 

Bei genauerer Betrachtungsweise ist deutlich erkennbar, dass die Geschichte zwar Potential bietet, aber die Prioritäten der Autorin scheinbar in eine andere Richtung gehen als die Erwartungshaltung eines Lesers an die Geschichte. 


Bewertung:

Ein schwacher erotischer Liebesroman mit fantastischen Elementen, die deplatziert und zeitweise falsch genutzt wirkten. 

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