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[Blog-Externa] Me & My Life

Manchmal guckt man auf sein Leben und kommt sich vor, wie in einem schlechten Film. Gerade in der letzten Zeit habe ich viel nachgedacht und auf mein Leben geschaut, was ich wollte, was geschafft habe. 

Neben den beruflichen Aspekten muss ich gestehen, dass ich privat ziemlich viel Sche** in den letzten Jahren durchmachen musste. Einige werden das sicherlich auf meinem vorherigen Blog (Bücherwahnsinn) mitbekommen haben. Auch kriegt man, wenn man zeitweise zwischen den Zeilen bei meinen Bewertungen zu einigen Büchern oder gar zu bestimmten Thematiken meine Meinung verfolgt mit, dass ich auf einige Dinge ziemlich aggressiv/empfindlich reagiere. Einige Sachen habe ich am eigenen Leib erfahren, sodass mich meist eine unliebevoll oder schlecht durchdachte Umsetzung einer solchen Szenerie eher in Rage als in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt. Ich weiß, dass ich nicht der einzige Mensch auf diesem Gott verdammten Planeten bin, der schlechte Erfahrungen gemacht hat. 

Und ich weiß, ich bin nicht die einzige, die mit einem Ex-Partner verdammt erniedrigend schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich rede selten über diese Dinge und fresse alles in mich hinein und igel mich in meinen Kokon aus Elend, weil es mir unglaublich schwer fällt darüber zu reden. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich habe beschlossen, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und es zu leben. Hierüber habe ich in den letzten Wochen sehr eindringlich nachgedacht und erst diese Woche habe ich eigentlich mal den Wink mit dem Zaunpfahl erhalten. Ihr fragt euch jetzt sicherlich: Wie? 

Ganz einfach. Ich bin schon seit geraumer Zeit Single. Wenn ich euch sagen würde, wie lange, würdet ihr sicherlich kreischen. *kicher* Aber ich hatte sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Mein Ex war erst sehr liebevoll, hat mich eingewickelt und eh ich es mich versah, stand ich alleine da. Zurückgezogen von den Freunden, die ich hatte, kontrolliert von einem Ex, der meinte mich kontrollieren zu müssen, weil er von seiner Ex betrogen worden war. Es hat eine Weile gedauert, aber irgendwie ist diese Phase vorübergegangen, er hat mich nicht mehr ‚verfolgt‘, wenn er mich nicht erreichen konnte, sondern hat mir ein wenig meinen Freiraum gelassen, zumindest so viel, dass ich mir ein, zwei Freundschaften erhalten konnte. Wir waren schon seit mehr als 2 Jahren zusammen, da musste er zum Bund und während seiner Bundeswehrzeit söhnte er sich mit einem Freund aus, einem Freund, der ihn bat, sich an seine Ex-Freundin ranzumachen und sie dann, wenn sie ihn wollte, abservieren sollte. Doch das kam alles ein wenig anders. Mein Ex begann tatsächlich etwas mit ihr und nebenbei auch noch mit zwei anderen. *hust* Da er ungefähr 300 km weit entfernt stationiert war, war es natürlich nicht verwunderlich, dass er nicht jede Woche nach Hause kam. Aber als er sich dann sozusagen gar nicht mehr bei mir meldete, schrillten auch bei mir die Alarmglocken. Darauf angesprochen, bestritt er alles und meinte, er würde nicht fremdgehen, er würde an unseren Plänen (gemeinsame Wohnung usw.) festhalten. Ich blieb stutzig, sprach ihn auf sein Verhalten an und wurde abserviert. Naja, eine Sorge weniger in seinem Leben, nehme ich an. Ich war verletzt, hatte den Idioten schließlich wirklich geliebt. Ich igelte mich ein, ließ niemanden an mich ran und die Freunde, die ich bis dahin hatte halten können, zogen sich zurück. An mich war ja schließlich kein rankommen. 

Es mussten zwei Jahre vergehen, und somit auch zwei nachfolgend gescheiterte Beziehungen, weil ich einfach nicht soweit war für eine Beziehung. Erst dann begann ich langsam aus meinem Schneckenhaus rauszuschauen und die Welt um mich herum wieder wahrzunehmen. Bis der nächste Schock ins Haus flatterte. 

Man stellte fest, dass ich krank bin. Nicht unheilbar krank, aber doch so, dass ich regelmäßig zur Kontrolle muss. Ich realisierte nicht, dass ich mich deswegen noch weiter zurückzog, weil es mir schwer fiel, zu akzeptieren, dass mich das Leben schon zum x-ten Mal in den Arsch tritt. Natürlich kann diese Krankheit (die nicht ansteckend ist!) auch gefährlich werden, weswegen ich auch regelmäßig bei sämtlichen Ärzten an der Tür klopfen muss und ja, man macht sich tatsächlich so seine Gedanken, auch wenn man es eigentlich gar nicht möchte. Ich verkroch mich weiter, ließ noch weniger Menschen an mich ran. Selbst meinen besten Freund nicht. Und dann hatte ich in der vergangenen Zeit ein paar erleuchtende Momente und Zeit, die Welt wieder aus einer anderen Perspektive zu sehen. 

Tja, wie komme ich zu diesem Seh- und Sinneswandel? Das ist einfach erklärt. Ich sollte verkuppelt werden. Nennen wir ihn mal Mr. XY. Wir trafen uns, verbrachten ein wenig Zeit miteinander und mussten feststellen, dass wir irgendwie doch nicht zueinander passen. Auch wenn Mr. XY nett und sympathisch ist und ich ihn mag, ist er doch nichts für mich. Ich denke, eine andere Frau wird sich sicher sehr glücklich schätzen können, eines Tages diesen Mann an ihrer Seite zu haben – solange sie damit leben kann, dass sein Hobby sein Leben bestimmt. Doch die Kommunikation mit Mr. XY hat mir etwas gezeigt, was ich in der letzten Zeit zwar schon selbst ein wenig wahrgenommen hatte, aber einfach jemanden brauchte, der es ausspricht. Ich blocke alles und jeden in meiner Umgebung ab oder habe es zumindest getan bzw. versuche den entstandenen Schaden zu minimieren. Außerdem bin ich ein klein wenig kommunikationstechnisch eingerostet. Privat. Beruflich klappt das wunderbar. Ich habe es schon fast perfektioniert, dass mir keiner mehr ansah, dass ich eigentlich ein verunfalltes Reh bin – angeschossen und dann übergefahren wohl gemerkt. 

Als ich also wirklich realisierte, dass nicht die anderen sich von mir abgewendet hatten, sondern ich mich von ihnen, habe ich begonnen mit einigen Menschen – außer meiner Familie, die ist ja immer da (sagt aber keinen Ton!) -, die mir sehr wichtig sind Klartext zu reden. Angefangen mit meinem beiden besten Freunden. Ich bin froh, dass ich mich mit meinem Bruder in Herzen und Seele (= bester Freund) ausgesprochen habe und er auch meint, es würde mir gut tun, wieder richtig unter Menschen zu sein. Dasselbe gilt für meine beste Freundin. Ich habe mir nicht nur vorgenommen, mehr Zeit unter Menschen zu verbringen, sondern auch mit den Menschen, die mir wichtig sind. Weswegen ich wahrscheinlich meine Blogzeit demnächst etwas einschränken werde. Ich werde meinen Blog, mein Baby, nicht aufgeben. Ich möchte nur, dass ihr versteht, warum ich in nächster Zeit wahrscheinlich zwar schon über meinen Blog tiger, aber nicht mehr so zeitintensiv im Internet rumtigern werde. Natürlich werde ich alle Blogs weiterhin verfolgen, vielleicht aber das Kommentieren noch etwas mehr einschränken. Ich steh nicht auf sinnlose Kommentare, auch wenn ich mich selbst über jeden Kommentar und Besucher freue.

Ich habe mich nämlich entschlossen, mich erst einmal wieder etwas mehr um meine Freunde zu bemühen und auch um mich selbst zu kümmern. Das hat bei mir momentan einfach Priorität und ich denke, dass ihr dafür auch Verständnis haben werdet. Natürlich werde ich darüber hinaus nicht die Freunde vergessen, die ich durch meinen Blog kennengelernt habe. Ihr habt mir schließlich auch geholfen und teilt mit mir eine meiner größten und liebsten Leidenschaften: das Lesen.  

Der Post über den längst überfälligen 7 Days 7 Books-Abschluss folgt morgen. Die Auslosung werde ich gleich vornehmen und den Post vorbereiten, ebenso einen SuB-Zuwachs-Post wird es am Sonntag geben. Ihr könnt also beruhigt sein, mein Blog wird nicht gänzlich verstummen, vielleicht aber für eine Zeit lang ruhiger werden. 

Eure animasoul

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