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[Review] Lancaster, Mike - 0,4

Taschenbuch
Erschienen: 2011
Sprache: Englisch
Seiten: 273
Verlag: Egmont
ISBN: 978-1-4052-5304-8
Preis: ca. 8,99 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren 








About the author:

Mike Lancaster was born in Huntigdon, Cambridgeshire. His love of science fiction was forged at an early age by reading Gulliver’s Travels, War of the Worlds, A Journey to the Centre of the Earth, and by watching Doctor Who, Gerry Anderson shows, Quatermass movies and Star Trek. He lives in Cambridge with his wife, children and a veritable menagerie of pets. 


Klapptext (Buchrückseite):

“My name is Kyle Straker and I don’t exist any more.”

So begins the story of Kyle Straker, recorded on old audio tapes. You might think these tapes are a hoax. But perhaps they contain the history of a past world…
If what the tapes say are true, it means that everything we think we know is a lie.
And if everything is a lie does that mean that we are, too? 


Meinung:

Faszinierend. Fesselnd. Ein Flashback-Erlebnis der besonderen Art. Das sind die ersten Worte die mir in den Sinn kommen, wenn ich an „0.4“ von Mike Lancaster denke. Nicht nur die besondere Art, in der die Geschichte erzählt wird, sondern auch die Geschichte selbst ist es, die dieses Buch zu einem ganz besonderen Lesevergnügen für mich gemacht haben. 


Eine Zeit lang habe ich mich an dieses Buch ja nicht herangetraut, obwohl es schon länger auf meinem SuB heimisch war, da ich einfach nicht wusste, wie ich die Geschichte einordnen soll und was ich genau erwartet, dennoch hatte ich mich bereits aufgrund der wunderhübschen Aufmachung des Covers zum Kauf entschieden – und weil es eine Dystopie ist. Natürlich hätte ich mich auch für die deutsche Ausgabe, die es bereits seit einiger Zeit im Buchhandel zu erwerben gibt, entscheiden können, aber das deutsche Cover ist einfach so hässlich, dass ich mich lieber für die UK-Ausgabe entschieden habe, auch wenn ich jedes Mal ein wenig mit dem britischen Englisch hadere. Ich weiß nicht warum, aber das amerikanische Englisch bereitet mir überhaupt keine Schwierigkeiten. Aber dennoch war dieses Buch für mich aus verschiedenen Gründen ein besonderes Leseerlebnis, das ich nicht missen möchte, auch wenn es wiederum ein paar kleine Punkte gab, die mich gestört haben. Zudem passt das UK-Cover wirklich wunderbar zu Geschichte und bildet einen Bezug, der sich allerdings erst dann ganz erschließt, wenn man die ganze Geschichte kennt. Da ich allerdings nicht allzu viel verraten möchte, werde ich auf diesen Aspekt auch nicht weiter eingehen. 

Fraglich finde ich allerdings die Zielgruppe, auf die die Geschichte abzielen soll. Natürlich kann man die Geschichte (und sollte man vielleicht auch, auch wenn wahrscheinlich eher seine Eltern, Bekannte und Verwandte mit Fragen wie „Was ist das? Wozu ist das gut? Wie hat das funktioniert?“ löchert) ab 12 Jahren bis ??? lesen. Allerdings finde ich es fraglich, ob ein 12-jähriger einen ähnlichen Bezug zu der Geschichte aufbauen kann, wie jemand, der so wie ich, mit gewissen Dingen, die in der Geschichte vorkommen, aufgewachsen ist. Jeder von uns, der zwar noch nicht alt, aber auch nicht mehr ganz so knackig ist, kann sich wahrscheinlich noch an eine Zeit erinnern, in der es keine Smartphones, keine MP3-Player und keine gängigen Internetverbindungen oder keine DVDs gab. Früher (ich fühl mich gerade richtig alt, obwohl ich es noch nicht wirklich bin. Oder?) mussten wir Kids noch ohne Handy, ohne Computer, ohne CDs und ohne MP3-Player auskommen. Wenn wir ein Lied haben wollten, haben wir die wöchentlichen Charts auf unserem Lieblingsradiosender abgewartet und es auf Kassette (auch als MC = Musikkassette bekannt) aufgenommen, und wenn wir es über hatten, haben wir die Kassette einfach wieder überspielt. Die CD hatte eher einen schwierigen Anlaufweg, bis sie bei uns im Hause eingezogen war. Die ersten CD-Player und CDs waren derart teuer, dass man meistzeits noch bei der guten alten Kassette geblieben war. Wer noch die Tücken der Musikkassetten und deren Geräuschkulisse kennt, kann einigermaßen nachempfinden, wie es ungefähr für den Protagonisten, Kyle Straker, beim Aufnehmen seiner Geschichte auf MC ergangen sein könnte und, dass das böse Klick-Geräusch, was das Ende einer Kassettenseite anzeigt, immer dann kommt, wenn man es am wenigsten erwartet. Die Tücken der Technik, die heute kaum noch jemand kennt. Aber eine Erinnerung, die mich heute noch zum Schmunzeln bringt. Mal ehrlich, welcher 12-jährige kennt heute noch eine MC oder eine VHS? Wer kann sich noch an die statischen Geräusche im Hintergrund bei einer Kassettenaufnahme erinnern? Wahrscheinlich kaum jemand. Auch wenn ich die Geräusche, die die Kassette beim Abspielen von sich gegeben hat, nervig fand, hab ich es beim Lesen immer im Kopf gehabt und es hat mir einfach ein angenehmes Gefühl vermittelt, etwas Vertrautes um mich zu haben, während ich der Geschichte von Kyle gefolgt war. 

Die sprachliche Umsetzung der Geschichte war zu Anfangs nicht sehr einfach für mich. Da ich, wie ich bereits erwähnt habe, mit dem britischen Englisch immer ein klein wenig Anfangsschwierigkeiten habe, hatte ich auch Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzugelangen. Nach kurzer Zeit jedoch hatte ich mich dann aber glücklicherweise so in die Geschichte hineingelesen, dass mir das britische Englisch keine Schwierigkeiten mehr machte und ich komplett in der Geschichte von Kyle versunken war. Fließend und fesselnd erzählt Mike Lancaster Kyle’s Geschichte auf eine eher ungewöhnliche Weise. Eingeläutet wird die Story durch eine Warnung, die mich zuerst hat ein wenig schmunzeln lassen. Eine Welt, in der die Fähigkeit zu lesen verloren gegangen ist, eigentlich überhaupt nicht vorstellbar, oder? Gefolgt wird dem durch eine Erläuterung des Editors, der zwischenzeitlich in der Geschichte immer wieder zu einigen Sachen interessante Anmerkungen wiedergibt, die mich haben wirklich mehr als einmal zum Grinsen gebracht. Erst nach dieser Warnung und den weitergehenden Erläuterungen beginnt die Geschichte von Kyle, die er selbst dem Leser erzählt. Hinterlassen hat er seine Geschichte nämlich für die Nachwelt auf drei Kassetten, jeweils beidseitig besprochen. Hierbei muss ich einfach einmal anmerken, dass es sicherlich ziemlich interessant wäre, das Buch als Hörbuchvariante vorliegen zu haben, da es zur Stimmung des Buches passend wäre. Allerdings zweifele ich ein wenig daran, dass man die statischen Geräusche einer Kassette bzw. eines Kassettenrekorders mit einfließen lassen würde bzw. dem Vorlesenden gestatten würde, die Geschichte in einer weniger monotonen Stimmlage (ich hasse dieses monotone, nahezu schon gelangweilte Vorlesen!) wiederzugeben. Sehr schade. Es würde sich sicherlich wirklich gut als Hörbuchmaterial eignen (Anmerkung: DAS sagt sogar jemand der KEINE Hörbücher mag! – Und ich bin sicher, dass es das Buch auch als Hörbuch gibt, aber sicherlich nicht so, wie ich es mir vorstelle.). 

Bevor ich allerdings auf die Geschichte, die Charaktere und somit Kyle direkt eingehe, möchte ich noch eine kleine Anmerkung machen. Sicherlich spielt die Story in einer parallelen Gegenwart bzw. einer (fiktiven) Zukunft, doch empfand ich die Story eher weniger dystopisch als erwartet. In einer Dystopie sind es meistens von Kriegen, Naturkatastrophen u.ä. geplagte Länder, die durch ein Regierungssystem noch weiter zugrunde gerichtet werden und der Kampf der Bevölkerung nach Freiheit, Gerechtigkeit usw. Was bei „0.4“ nicht direkt jedenfalls der Fall ist. Hier ging die Geschichte eher in Richtung Science-Fiction-Roman, aber ohne die vielen grünen Männchen, die durchs Bild flitzen, obwohl es durchaus schon die eine oder andere Szenerie gab, bei der in meinem Kopf die Melodie von Akte X erklang. Dennoch lassen die vielen vertrauten Dinge, die in dem Werk ihre Beachtung finden, die Geschichte von Kyle so lebendig und so real erscheinen, dass ich sie nicht nur fühlen, sondern schon fast mit den Händen während des Lesens greifen konnte. 

Die Grundidee der Geschichte von Kyle ist nicht einfach nur mit ein paar Worten für mich erklärt, denn hier hinter steckt so viel mehr. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch unglaublich gesellschaftskritisch. Und auch hinter Kyle steckt mehr als einfach nur ein Jugendlicher aus einer Kleinstadt in England. Allerdings muss ich zugeben, habe ich ein wenig Angst, euch zu viel von der Geschichte zu verraten, wenn ich näher auf das Grundkonzept der Geschichte eingehe, denn hier wird die Menschheit auf einen ziemlich simplen Gedanken reduziert, der eigentlich den Kern und das Geheimnis der Geschichte, wenn auch nicht des Rätsels Lösung, preisgibt. Denn der eigentliche Grundgedanke erklärt zugleich auch den Titel der Geschichte, deswegen werde ich einfach einmal auf die gesellschaftskritischen Aspekte eingehen. 

Viele Dinge, über die wir uns heute keine Gedanken machen, thematisiert Mike Lancaster in „0.4“. Vieles davon Dinge, die wir heute als selbstverständlich ansehen und gar nicht mehr aus unserem Alltag wegdenken können. Und wenn man darüber nachdenkt, wie lange Kassetten in den Haushalten überlebten und wie schnell sie durch CDs und MP3 ersetzt wurden, wird einem klar, wie schnelllebig unsere Gesellschaft geworden ist. Etwas, was für uns früher ein neues Erlebnis, eine neue Erfahrung, war, ist heute einfach selbstverständlich. Technische Neuerungen werden heute als das Normalste der Welt abgestempelt. Ähnlich wie die Technisierung wird auch die Gesellschaft direkt betrachtet; Cliquenwirtschaft, Konsum- und Materialgesellschaft usw. Die eigentlichen Dinge geraten eher in den Hintergrund. Auch Kyle lernt erst im Verlauf der Geschichte das zu schätzen, was er einst hatte. 

Kyle ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, der bisher zwar ein ruhiges, aber nicht immer einfaches Leben führte. Schnell musste Kyle lernen Verantwortung für seinen kleinen Bruder zu tragen, als der Vater die Familie verlassen hatte. Auch nach der Rückkehr des Vaters in den Schoß der Familie hat sich für Kyle sein Alltag noch nicht wieder normalisiert. Nach wie vor traut er dem heimischen Frieden nicht und achtet auf seinen kleinen Bruder, der ihn natürlich nicht als Autoritätsperson anerkennt und ihm zeitweise das Leben richtig schwer macht, weswegen die Spannungen innerhalb seiner Familie für Kyle schwer zu ertragen sind. Doch schnell lernt Kyle, nachdem durch den großen Talentwettbewerb seiner Stadt während einer Hypnose-Vorführung sein ganzes Weltbild ins Wanken geraten ist, dass eine unperfekte Familie besser ist als gar keine. Denn nach diesem Tag, und ganz besonders nach der Hypnose-Vorführung einem seiner besten Freunde, ändert sich für Kyle alles; sein Leben, seine Zukunft und das, was er bis dahin kannte, einschließlich seiner Familie, Freunde und Bekannte. Denn was würden wir machen, wenn unsere Familie, unsere Freunde und unsere Bekannte oder besser gesagt gar niemand mehr uns wahrnehmen würde? Denn genau das passiert Kyle. Niemand nimmt ihn mehr. Nicht seine Familie. Nicht sein bester Freund. Nicht einmal die Nachbarn. Aber Kyle steht nicht ganz so allein da, wie man jetzt vielleicht denken mag. Zur Seite stehen ihm Mr. Peterson, ein etwas durchgedrehter Postbote, der irgendwie mehr ahnt was vor sich geht, als man denkt, Kate, eine nette ältere Dame, und seine Schulfreundin Lily. Gemeinsam versuchen die vier dem Phänomen was ihre Heimatstadt, und anscheinend auch die ganze Welt heimsucht, zu ergründen. 

Was mir so gut an Kyle, dem Protagonisten der Geschichte, gefallen hat, war, dass er nicht einer dieser typischen perfekten Charaktere ist, die man so gerne in YA-Büchern findet. Kyle ist unperfekt, er weiß nicht alles, er hatte keine Blitzideen, die die Welt verändern oder gar vor ihrer Veränderung bewahren kann, und er schafft auch nicht alles aus eigener Kraft. Was ihn aber auszeichnet, ist sein gutes Herz, seine Loyalität, seine Hilfsbereitschaft und die Tatsache, dass er sich auch einmal auf andere verlässt, weil er eben weiß, dass er nicht alles alleine schaffen kann. Was allerdings viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass ein einzelner Mensch die Welt vor ihren Veränderungen nicht schützen kann oder rückwandeln kann, ganz besonders dann, wenn die die Veränderung auslösenden Gründe/Drahtzieher im Dunkeln liegen. Fast ebenso wichtig wie ebenfalls auch realistisch ist, dass er und seine Freunde nicht von heute auf morgen Superkräfte entwickeln, sondern einfach ganz normal sind und bleiben und die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten nutzen, egal wie prähistorisch und hilflos sie uns vielleicht vorkommen möchten. Kyle, Kate, Lily und Mr. Peterson haben anfangs sogar ihre Schwierigkeiten miteinander, müssen aber schnell lernen miteinander auszukommen und sich zu vertrauen. Doch was sich so leicht anhört, ist keinesfalls so einfach auf den wenigen 273 darzustellen. Trotz der geringen Seitenzahl schafft es Mike Lancaster seine Figuren lebendig darzustellen und sie dem Leser sympathisch zu machen. Schnell fühlte ich mit den vieren mit und konnte gut ihre Entscheidungen und Handlungen nachvollziehen, wenn sie auch manches Mal ein gewisses Risiko bargen. Ebenfalls hat mir gut gefallen, dass man sich hier ausschließlich auf Kyle und die Veränderung seiner Welt und seiner Lebensumständige konzentriert hat und hier nicht noch zusätzlich eine kitschige Liebesgeschichte eingeschmuggelt hat. Wer die nämlich hier erwartet, wird von “0.4″ enttäuscht. 

Insgesamt gesehen ist das Charakterdesign gut durchdacht und umgesetzt. Jeder Charakter, sei es nun Kyle oder einer seiner Gefährten, ist so individuell und anders als der andere, dass es schon wieder verwunderlich ist, dass es nicht einfach mehr Reibereien und Diskussionen zwischen ihnen gab. Es hat einfach Spaß gemacht, den vieren bei ihren gemeinsamen Erlebnissen zu folgen, auch wenn ich ehrlich gesagt gern mehr von den vieren gelesen hätte und das Geheimnis hinter den Drahtziehern kennengelernt hätte, dennoch hat mich „0.4“ nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt. 

Und wie hier sehen könnt, ist ein großer Kritikpunkt an der Geschichte selbst, dass man nicht erfährt, wer hinter den Veränderungen der Menschheit steckt und aus welchen Gründen. Man kann hier nur spekulieren, erhält aber leider keine klaren Antworten. 


Bewertung:

Unterhaltung auf höchstem Niveau, die zum Nachdenken anregt und einem ein besonderes Leseerlebnis gibt, von dem man einfach gerne mehr möchte. 


Infos zur Reihe:
  1. 0.4 (dt. Ausgabe: 0,4 – eine perfekte neue Welt)
  2. 1.4 (dt. Ausgabe: nicht bekannt)

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