[Review] Westerfeld, Scott - Extras

Taschenbuch
Erschienen: 2007
Sprache: Englisch
Seiten: 417
Verlag: Simon Pulse
ISBN: 978-1-4169-7121-4
Preis: ca. 7,80 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 






About the author:

Scott Westerfeld’s other novels include “The Last Days”, an ALA Book for Young Adults, and the Sequel to “Peeps”; “So Yesterday”, an ALA Book for Young Adults; and the Midnighters trilogy. Scott alternates summers between New York City and Sydney, Australia. 


Klapptext (Buchrückseite):

A few years after rebel Tally Youngblood takes down the Specials regimn, a cultural renaissance sweeps the world. “Techheads” flaunt their latest gadgets, “Kickers” spreads gossip and trends, and “Surge Monkeys” are hooked on extreme plastic surgery. Popularity rules, and everyone craves fame. 

Fifteen-year-old Aya Fuse is no exception. But Aya’s face rank is so low, she’s a total nobody. An extra. Her only chance at stardom is to kick a wild and unexpected story. 

Then she stumbles upon a big secret. Aya knows she is on the cusp of celebrity. But the information she is about to disclose will change both her fate… and that of her brave new world. 


Meinung:

“Life doesn’t come with an instruction manual.” (S. 338) 
 
Dass es für das Leben an sich keine Gebrauchsanweisung gibt, kennt man aus seinen eigenen Erfahrungen, auch wenn man manchmal ganz gerne eine hätte. Und auch die Geschichte von Tally Youngblood zeigte in den ersten drei Bänden, dass selbst, wenn man eine hätte, sie nutzlos wäre, weil darin mit Sicherheit Faktoren wie Liebe, Freundschaft, gesellschaftliche Einflüsse und weitere unbekannte Aspekte nicht ganz genau berechnet werden könnten. 

Auch mit “Extras” erschafft Scott Westerfeld wieder ein Werk, was kritisch bestimmte gesellschaftliche Aspekte und Verhaltensweisen beäugt. Während zur Zeit der Prettytime, wo alle Menschen auf einen gewissen ”Intelligenzlever” gehalten wurden, sich die Menschen um Nichts zu sorgen brauchten, änderte sich dies nach dem von Tally insistierten ’Mind Rain’. “Extras” spielt in dieser neuen Zeit, die innerhalb der letzten drei Jahre große Veränderungen mit sich brachte. Nicht nur, dass die Städte expandieren und gewisse Rohstoffe sich dem Ende neigen, nein, auch gesellschaftliche Veränderungen haben stattgefunden. 

Aya, die Protagonistin des vorliegenden Werkes, lebt in Japan und ihre Gesellschaft wird von Ruhm und Bekanntheit, die dem jeweiligen eine entsprechende gesellschaftliche Position zu weisen und ihm für seinen Ruhm einen gewissen Reichtum verschaffen, bestimmt. Bestimmt wird diese gesellschaftliche Position durch den sogenannten Face Rank. Um seinen Rang entsprechend in die Höhe zu treiben; entweder man ist ein Techhead (Leute, die mit bestimmten Erfindungen und Ideen im technischen Bereich auffallen), ein Surge Monkey (OP-Freak) oder ein Kicker (jemand der andere zum persönlichen Vorteil ausspioniert und über diesen einen Artikel veröffentlich oder gar Artikel über interessante Thematiken verfasst). Während Aya gerade an einer solchen Enthüllungsstory arbeitet, stolpert sie über ein großes Geheimnis, was nicht nur ihre Stadt, sondern möglicherweise die ganze Welt bedroht. Als Aya die Enthüllungsstory bringt, gerät ihr Leben ins Visier der Leute, die unbedingt verhindern wollen, dass ihr wahres Geheimnis und ihre Identität ans Licht kommen. Doch reicht die Unterstützung von Tally Youngblood aus, um die Welt vor dem Untergang zu retten??? 

Die Charakterisierung von Aya, die ja genau wie die von Tally’s, sehr stark von den Oberflächlichkeiten ihrer Gesellschaft geprägt ist, machte sie mir anfangs nicht sonderlich sympathisch. Ähnlich wie bei Tally musste man erst ihre Umgebung und Aya selbst genauer kennenlernen. Aya besitzt allerdings im Gegensatz zu Tally eine gewisse Naivität, die sie für die Bedeutung ihrer Handlungen blind macht. Zum Teil begreift sie nicht, dass Freundschaft auf Vertrauen basiert und Berühmtheit nicht alles ist – und auch nicht immer Positives verheißt. Zwar spricht Aya es nie aus, aber ganz wohl damit, dass sie die Sly Girls verraten hat, hat sie sich nie gefühlt. Erst mit der Zeit lernt sie, wie wichtig Freunde und Vertrauen sind. 

Im Gegensatz zu dem ersten Teil der Uglies-Reihe geht es in “Extras” bereits von Anfang zur Sache. Man erlebt von Beginn an als Leser mit Aya ein Abenteuer nach dem anderen. Auch die Enttarnung der ‘Freaks’, die Aya entführen und später den Titel ’Extras’ erhalten, sorgt für einigen Tumult; zum einen wegen ihres Äußeren und zum anderen wegen ihrer Pläne. 

Einzig der Aspekt, wie die Geschichte endet und welche Pläne diese Extras haben, lässt bei mir einen etwas bitteren Nachgeschmack zurück. Während die Geschichte von Tally bis zum Schluss hin noch als realitätsnah bezeichnet werden konnte, entpuppte sich “Extras” als zu spacig, um überhaupt in diese Kategorie fallen zu können, auch wenn hier wieder gesellschaftliche Aspekte kritisch betrachtet werden, kann ich das Ende nur als unwirklich abtun. 


Bewertung:

Eine spannende Geschichte mit sympathischen Charakteren und einem Ende, das jedem Science-Fiction-Fan Freude bereitet. 


Infos zur Reihe:
  1. Uglies
  2. Pretties
  3. Specials 

Zusatzband:
  • Extras 

Alle Bände der Uglies-Reihe einschließlich des Zusatzbandes sind bereits in deutscher Ausgabe erschienen und im Handel erhältlich.

Kommentare