[Review] Westerfeld, Scott - Specials (Uglies #3)

Taschenbuch
Erschienen: 2006
Sprache: Englisch
Seiten: 372
Verlag: Simon Pulse
ISBN: 978-1-4169-4795-0
Preis: ca. 7,80 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 






About the author:

Scott Westerfeld’s teen novels include “The Last Days”, an ALA Best Book for Young Adults, and the Sequel to “Peeps”; “So Yesterday”, an ALA Best Book for Young Adults; and the Midnighters trilogy. Scott was born in Texas, and alternates summers between Sydney, Australia, and New York City. 


Hinweis: Der weitere Beitrag enthält möglicherweise Spoiler!!!


Klapptext (Buchrückseite):

Tally thought they were a rumor, but now she’s one of them. A Special. A superamped fighting machine, engineered to keep the uglies down and the pretties stupid. 

But maybe being perfectly programmed with strength and focus isn’t better than anything she’s ever known. Tally still has memories of something else. 

But it’s easy for her to tune that out – until she’s offered a chance to stamp out the rebels of the New Smoke permanently. It all comes down to one last choice: listen to that tiny, faint heartbeat, or carry out the mission she’s programmed to complete. Either way, Tally’s world will never be the same. 


Meinung:

Mit dem dritten Band der Uglies-Reihe, ‘Specials’, findet die Geschichte von Tally, die bisher von Liebe, Freundschaft und Verrat sowie einer Welt voll Grausamkeit geprägt ist, ihren großen und zum Teil unerwarteten Abschluss. 


Wieder erlebt man eine vollkommen andere Tally; eine Tally, die dazu modifiziert wurde, in der Wildnis zurechtzukommen, kämpferisch veranlagt ist, emotionslos und zielgerichtet agiert und dementsprechend Befehle ausführt. Doch auch dieses Mal scheint die durchgeführte OP bei Tally nicht zu 100 % zum gewünschten Ergebnis geführt zu haben, denn Selbstzweifel und Schuldgefühle sind ihr ständiger Begleiter und beeinflussen Tally’s Sein als Special auf ungeahnte Art und Weise. Auch ihre Liebe zu Zane sorgte dafür, dass Tally ihre Menschlichkeit nicht gänzlich verlor. 

Wie auch schon in den vorherigen Bänden baut der Autor hier erst langsam sein Handlungskonstrukt auf, um dann letztlich zum Ende hin die Geschichte mit einer explosiven Handlung nach der anderen zu vollenden. 

Auch in “Specials” gerät die Freundschaft zwischen Shay und Tally ins Wanken. Letztendlich kann man das bestehende freundschaftliche Verhältnis der beiden nur als eine Art Hass-Liebe bezeichnen. 

Zwar bewahrt sich Tally durch die in ihrem Inneren Zwiespalt führenden Emotionen eine gewisse Menschlichkeit aufrecht, jedoch wirkt sie dennoch kalt und wahrer Emotionalität unfähig. Erst nachdem über Special Circumstances und seine eigentliche Intention sowie über Diego und auch New Smoke einige Fakten bekannt werden, beginnt Tally selbst zu denken und versucht, nicht nur diejenigen zu retten, die sie liebt, sondern einen Krieg zu verhindern. Doch wie lange kann Tally den Special in sich bekämpfen, wenn es keinen Grund mehr für sie gibt, überhaupt noch Gefühle zu haben? Es war zwar nicht ganz nachvollziehbar für mich, warum Tally Zane liebte und warum er stets so eine wichtig Position in ihren Gedanken und Erinnerungen einnahm, allerdings hat er es einfach nicht verdient, so einem - wie hier gegebenen - Schicksal zu erliegen. 

Einer der wenigen Punkte, die mich letzten Endes sehr an der Geschichte störte war, dass der Krieg zwischen Tally’s Stadt und Diego nur ein Teil des eigentlichen Showdowns war und dessen komplettes Ausmaß sowie deren Hintergründe nur teilweise geklärt wurden. Gern hätte ich in diesem Zusammenhang mehr über Dr. Cables Beweggründe und deren Hintergründe gewusst. Machtgier und Kontrollzwang sind zwar starke Faktoren, doch diese müssen letztendlich durch äußere wie innere Faktoren ausgelöst worden sein. Gleiches gilt für mögliche Aspekte des Neids. 

Neben gewissen Hintergründen fehlte mir zwischen Tally und David zusätzlich ein klärendes Gespräch, inwieweit ihr freundschaftliches Verhältnis nun noch besteht und welchen Schaden die einzelnen Handlungen beider Charaktere verursacht haben. Wirklich schade, dass man als Leser einen genauen Stand der Freundschaft der beiden nicht geboten bekommt. 


Bewertung:

“Specials” – ein unerwartetes Ende, dass mich immer noch nachdenklich schmunzeln lässt über die vorhandenen wie fehlenden Feinheiten in der Geschichte, aber dennoch durchaus lesenswert. 


Infos zur Reihe:
  1. Uglies
  2. Pretties
  3. Specials 

Zusatzband:
  • Extras 

Alle Bände der Uglies-Reihe sind bereits in deutscher Ausgabe erschienen und im Handel erhältlich.

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