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[Review] Meerling, Irina - Toyboy: Gefärhlich heißes Spiel


eBook
Format: Kindle Edition
Originaltitel: /
Sprache: Deutsch
Seiten: 196
Verlag: dead soft verlag
ISBN: 978-3-934442-72-6
Preis: 5,95 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren





Über die Autorin:

Im Sommer 1988 geboren, ist Irina Meerling eine noch recht junge Neuautorin. Geschichten erfunden und geschrieben hat sie aber schon immer. Heute lebt Irina Meerling im Süden Deutschlands, wo sie neben einer kaufmännischen Arbeit freiberuflich für eine große Regionalzeitung schreibt und ehrenamtlich auch als Webredakteurin tätig ist.


Klapptext:

Den Neustart am elitären Broomstick-Internat hatte Alex sich anders vorgestellt. Der junge Elementen-Magier gerät ausgerechnet in die Fänge des gutaussehenden, berechnenden Kaye, der ihn in ein seltsam erotisches Spiel verwickelt. Bis Alex kurz davor ist, wieder einmal alles zu verlieren…


Meinung:

“Toyboy” von Irina Meerling ist meine erste homoerotische Lektüre in Romanform. Bereits aus verschiedenen Manga sind mir derartige Geschichten schon bekannt und werden hin und wieder auch gern gelesen.


Allerdings kann ich gleich von vornherein sagen, dass es mich entgegen der vielen positiven Meinungen nicht überzeugen konnte. Die “Liebesgeschichte” zwischen Alex und Kayen war eher eine Zweckgemeinschaft statt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen, die ihre Sexualität auf andere Weise kennenlernen. Zwar war die Umorientierung der beiden auf gewisse Weise nachvollziehbar, da die beiden auf ein Jungen-Internat gehen (Vorsicht: Klischee!!) gehen, und es für beide etwas Prickelndes hat, sich verbotenen Gelüsten hinzugeben.

Zwar näheren sich die beiden in sexueller Hinsicht nach und nach einander an und gehen über ihre persönlichen Grenzen – trotz der Weigerung des männlichen Protagonisten sich seiner erweckenden Neigungen hinzugeben, dennoch kamen keine Emotionen beim Lesen bei mir. Alles wirkte steril und kalt auf mich, statt emotionsgeladen, wie eine solche „Umorientierung“ sicherlich für jemanden ist, der glaubt heterosexuell zu sein. Die emotionale Seite war eher schwach bis gar nicht ausgearbeitet, was ich irgendwie ein wenig schade fand, da ich hier einfach mehr erwartet hatte. Auch die drohende Gefahr, die auf die beiden zusteuert, ist meiner persönlichen Meinung nach eine reine Farce, um die Story spannender, und zumindest in diesem Teil einen Zusammenhalt zwischen Kayen und Alex zu erzeugen, zu gestalten.

Es handelt sich zwar um eine rein fantastische homoerotische Liebesgeschichte, da beide auf eine Schule für angehende Zauberer gehen, der es nicht nur an Gefühlen, sondern auch an Romantik mangelt, da beide sich nur gegenseitig benutzen und ansonsten nix miteinander teilen, aber dafür die Story an sich recht schwach ausgeprägt und hätte wesentlich besser – jedenfalls in emotionaler Hinsicht – sein können.

Die sprachliche Umsetzung, die für mich persönlich zu distanziert wirkte, konnte mich auch nicht überzeugen. Erzählt wird die Story übrigens aus der Perspektive von Alexander, dem männlichen Protagonisten, der ebenso distanziert, platt und wenig überzeugend wirkte – wie die gesamte Handlung an sich auch.


Bewertung:

Wer sich gerne homoerotischer Lektüre annähren möchte, sollte sich lieber qualitativ besseren Werken zuwenden und die Finger von “Toyboy” lassen, auch wenn ein Paar gute Ansätze erkennbar sind.

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