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[Review] Tolkien, J.R.R. – Letters From Father Christmas


Taschenbuch
Erschienen: 2009
Sprache: Englisch
Seiten: 159
Verlag: HaperCollins
ISBN: 978-0-00-728049-0
Preis: ca. 8,90 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren






About the author:

John R. R. Tolkien, geb. am 3. Januar 1892 in Südafrika, in England aufgewachsen, früh verwaist, hat mit seiner Romantrilogie 'Der Herr der Ringe' das Genre 'Fantasy' überhaupt erst geschaffen. Er zeigte sich schon als Kind fasziniert von alten, längst vergessenen Sprachen und Mythen. In Oxford spezialisierte sich der Stipendiat, der seit Kindertagen in seiner Freizeit zum bloßen Zeitvertreib Alphabete kreierte und neue Sprachen komponierte wie andere Menschen Musikstücke, bald aufs Altenglische und beschäftigte sich vor allem mit mittelalterlichen Dialekten der westlichen Midlands. W.A. Craigie, ein Kenner besonders der schottischen Volksüberlieferungen, führte ihn in die isländischen und finnischen Sprachen und Mythologien ein. Das Finnische wie das Walisische wurden später Grundlage für die Elfensprache im Herrn der Ringe. 1924, gerade 32 Jahre alt, wurde Tolkien als Professor für englische Sprachen nach Oxford berufen und blieb mehr als vierzig Jahre. Mit Frau und Kindern lebte er in einem schmucklosen Reihenhaus am Rande der Stadt.
Tolkien ist 1973 gestorben, sein Fantasy-Land 'Mittelerde' ist, obwohl literarisch inzwischen vielfach abgekupfert, der beliebteste literarische Abenteuerspielplatz für Kinder und Erwachsene geblieben. (Quelle: Amazon.de)


Klapptext:

Every December an envelope bearing a stamp from the North Pole would arrive for J.R.R. Tolkien's children. Inside would be a letter in strange spidery handwriting and a beautiful coulour drawing. They were from Father Christmas, telling wonderful tales of life at the North Pole: 

  • How all the reindeer got loose and scattered presents all over the place;
  • How the accident-prone Polar Bear climbed the North Pole and fell through the roof of Father Christmas's house into the dining-room;
  • How he broke the Moon into four pieces and made the Man in it fall into the back garden;
  • How there were wars with troublesome horde of goblins who lived in the caves beneath the house!


Meinung:
"Letter from Father Christmas" ist wahrscheinlich zum Schrecken von euch meine aller erste Erfahrung mit J.R.R. Tolkien. Und auch wenn ich es wahrscheinlich meine einzige Erfahrung sein lassen werde, so waren die Briefe von Father Christmas wunderbar und ich habe jeden einzelnen, der in dem kleinen Bändchen zu finden war, genossen. 
 
Die Briefe die Tolkien als Father Christmas an seine Kinder schreibt, strotzen vor Einfallsreichtum, Kreativität, Liebe, Humor und zeitweilig auch Ernsthaftigkeit. Abgedruckt sind Briefe aus den Jahren 1920 bis 1943. 

In diesen Briefen, die immer unterschiedlicher Länge sind, erzählt Father Christmas von seinem Alltag am Nordpol, was er erlebt und wie ihm der Polarbär wahrscheinlich ziemlich in den Wahnsinn treibt und dennoch köstlich amüsiert. Aber auch ernste Geschichten über Krieg, Armut und Hunger in der Welt finden ihren Weg in das weihnachtliche Schreiben und erinnern daran, dass nicht überall auf der Welt alle so friedlich Weihnachten feiern können, wie wir. Ernst und dennoch mit einer Prise Humor schafft es Tolkien den Briefen etwas von ihrer zeitweise traurigen Atmosphäre zu nehmen und dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Gut eignen sich dafür ganz besonders die Geschichten über den Polarbären und seine "Tollpatschigkeit". Auch die Zeichnungen, die diesen Briefen meistzeits beigefügt waren, waren schön anzusehen.

Neben den Originalzeichnungen des Autors sind auch ein paar der Originalbriefe abgedruckt, sodass man auch als Leser in den Genuss dieser sehr schwer zu entziffernden Handschrift kam. Zeitweise musste ich echt grübeln, ob ich sie auch wirklich entziffern kann und es mir auch nicht immer gelungen, dann war ich froh, dass die Briefe daneben auch noch ganz normal leserlich abgedruckt waren, sodass man sie ohne Probleme genießen konnte. ;)

Alles in allem gesehen, ist "Letters from Father Christmas" eine wunderbare Einstimmung auf die weihnachtliche Zeit mit netten kleinen Geschichten über den Alltag am Nordpol, die Vorbereitung auf den Weihnachtstag und die Ereignisse, die der Polarbär inszeniert. 


Bewertung:

Wunderbare kleine Geschichten, die einen nicht nur auf das Weihnachtsfest vorbereiten, sondern auf ihre eigene Art und Weise unterhalten, zum Nachdenken anregen und auch zum Grinsen bringen. Für die Vorweihnachtszeit ganz wunderbar geeignet, um sich auf den ganzen Weihnachtstrubel auf eine ganz andere Weise einzulassen. ^^


"Letters from Father Christmas" ist auch auf Deutsch unter dem Titel "Briefe vom Weihnachtsmann erschienen. ;)

Kommentare

  1. Huhu Mandy : )

    wuha das hört sich doch mal nach einem Glücksgriff an, das freut mich. Beruhigen kann ich dich aber, bis auf Herr der Ringe (was ich auch nur gesehen nicht gelesen habe) bin ich auch kein großer Fan :)

    LG
    Romi

    AntwortenLöschen
  2. Das hört sich ja wirklich süß an und spätestens mit der Erwähnung von abgedruckten Originalbriefen hast du mich an der Angel. Für heuer wird es sich zwar nicht mehr ausgehen, aber ich werde mir das Buch direkt fürs nächste Jahr merken!! Auch wenn die Wertung schlusssendlich eher durchschnittlich bleibt, aber meine Neugierde ist dennoch geweckt :)
    Liebe Grüße, Melanie

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