25.06.2013

[Review] Pamfiloff, Mimi Jean – Accidentally In Love with… a God? (Accidentally Yours #1)



eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2012
Sprache: Englisch
Seiten: 294
Preis: 2,68 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 









About the author:
Before taking up a permanent residence in the San Francisco Bay Area, Mimi spent time living near NYC (became a shopaholic), in Mexico City (developed a taste for very spicy food), and Arizona (now hates jumping chollas but pines for sherbet sunsets). Her love of pre-Hispanic culture, big cities, and romance inspires her to write when she’s not busy with kinds, hubby, work, and life… or getting sucked into a juicy novel. 

She hopes someday leather pants for men will make a big comeback and that her writing might make you laugh when you need it most. 


Klapptext:
Twenty-two-year-old Emma Keane has a secret friend. He’s powerful, mysterious, and devastatingly handsome. In her dreams, anyway. 

In real life, he’s an enigma. Maybe just a teensie jealous. Definitely overbearing. He’s also a voice only she can hear. 

So who or what is he? He won’t say. But if she wants to be free, to be normal, Emma will have to trek to the jungles once ruled by the Mayans and find the forgotten ruin holding the answers. 

However, the ruthless deity she’s about to unknowingly unleash on the modern world might not be so easily extracted from her life. Bottom line, he’s got enemies, and now, so does she. 


Meinung:
Wenn ihr mich fragen würdet, mit welchem Wort ich diesen ersten Band dieser wirklich merkwürdigen Reihe beschreiben würde, würde ich euch definitiv das Wort “strange” vorschlagen. Ich weiß nicht, ob es ein positives oder negatives „Strange“ wäre, aber es wäre eindeutig eins. Ich kann auch nicht wirklich meinen Finger drauf packen, warum, außer, dass der Plot und die Charaktere ungewöhnlich bis sehr merkwürdig sind. 

Trotz dieser außergewöhnlichen Merkwürdigkeit ist der Plot interessant, wenn auch leicht durchschaubar, aber dennoch vermochte er mich zu fesseln. Auf die leicht nervigen Protagonisten werde ich im weiteren Verlauf noch eingehen und erklären, warum ich sie leicht nervig empfand. Einziger humorvoller Lichtblick in dem Chaos ist Cimil, die etwas sehr durchgedrehte Göttin der Unterwelt, die mich allerdings leicht an Nyx aus der Immortals After Dark-Reihe von Kresley Cole erinnert. Liegt vielleicht an den verrückten und verkuppelnden Tendenzen? oO 

Protagonisten der Story sind Emma Keane und Votan, der Gott des Krieges und Todes, der sich später selbst Guy nennt, aus deren Perspektive abwechselnd die Geschehnisse geschildert werden. Frau Pamfiloffs Erzählstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht unangenehm und leicht humorvoll – besonders manch ein Dialog und Cimils Auftritte. ;) Die merkwürdige Art der Protagonistin(nen) dieser Reihe zu fluchen, scheint eine Eigenart der Autorin zu sein und nicht unbedingt der Charaktere selbst, was ich im Verlauf der Reihe feststellen musste. Also keine Chance, dass das im Verlauf der Reihe verlorengeht (man kann zwar hoffen…). Gleiches gilt allerdings für die mangelnde Rechtsschreibung, die wirklich überarbeitungswürdig ist. *knirsch* 

Auch die Handlungsumsetzung ist noch verbesserungswürdig und an manchen Stellen einfach zu transparent und offen, um spannend zu sein, denn es ist viel zu schnell klar, wer der Verräter ist und wie ungefähr der Handlungsaufbau konzipiert ist. Der einzige Faktor, der nicht ganz so durchschaubar ist und anscheinend eine spezielle (Schlüssel-)Rolle spielt ist Cimil. Und nein, hier gibt es nicht einmal den kleinsten Appetithappen, obwohl ich fast spekulieren könnte, dass Cimil lieber die Göttin der Liebe statt der Unterwelt wäre. *gg* Aber alles nur Spekulation meinerseits! 

Ok, das klingt bisher alles nicht so schlimm, warum würde ich dann sagen, dass die Bücher lieber mit einer Altersempfehlung ab 16 Jahren gehen? Hm. Ja, warum? Ah, ja das war einerseits wegen der Gewaltszenen (hey, der Gott des Krieges und des Todes ist immerhin der männliche Protagonist!) und die implizierten Inzest-Szenen des einen (göttlichen) Verräters, der vor Beischlaf mit seinen eigenen Töchtern und Enkelinnen kein Halten kennt. Einfach nur *urgs*. Wirklich. Habe ich schon erwähnt, dass die Bücher und deren Plots merkwürdig sind? Ja? Gut, ich kann es dennoch einfach nicht oft genug sagen. Oh, und die fiesen, mit dunklen Mächten durchtränkten Maya-Priester, die das Ende der Welt mit göttlicher Unterstützung heraufbeschwören wollen, sind auch nicht gerade nett und gewaltfrei. Obwohl, das sind eigentlich keine der erwähnten übernatürlichen Spezien, die in dieser Reihe erwähnt werden. Im ersten Band haben wir es immerhin „nur“ Göttern, Payals und Maaskabs zu tun. Also noch ein relativ kleiner und überschaubarer Kreis. Aber keine Sorge, der wird noch größer. 

Neben der durchscheinenden Handlung wird auch der emotionale Aspekt und die Gefühls-/Beziehungsentwicklung zwischen Emma und Guy schlecht aufgearbeitet. Dass die beiden wirklich etwas füreinander empfinden, kam meines Erachtens nicht wirklich gut zum Vorschein, geschweige denn, dass die beiden eine Vertrauensbeziehung trotz ihrer langen Bekanntschaft (wenn auch nur in Emmas Kopf) pflegen, was zum einen dadurch zum Tragen kam, dass Guy ihr nicht vertraute, sie manipulierte, herumkommandierte, sie in Watte packte und ihr Lügen (angeblich zu ihrem Schutz) auftischte. Das war alles eher schwach ausgeprägt und daher wirkte die Beziehung zwischen den beiden letztendlich etwas sehr künstlich. Auch die Liebesszenen an sich waren nicht gerade vielversprechend. Gleiches gilt auch für Romantik, die leider (und wahrscheinlich auch aufgrund des drohenden Weltuntergangs – wer findet den schon romantisch?) nicht vorhanden war. Guy hat Emma stets für selbstverständlich gehalten und hat sich nicht wirklich um sie bemüht (und nein, dass er der Gott des Krieges und des Todes ist, entschuldigt das definitiv nicht!). Ebenso nervten die gefühlten 1000 Missverständnisse zwischen Guy und Emma, weil man so kaum dazu kam, die beiden in einer anspannungsfreien, relaxten Umgebung miteinander agieren zu sehen. Stets standen die beiden unter Strom. 

Auch der Charakteraufbau ist nicht gerade umsetzungsstark und mir sind die Charaktere – ganz besonders die beiden Protagonisten – in der Charakterisierung eindeutig zu oberflächlich und substanzlos gewesen. Hier sticht besonders Emma mit Oberflächlichkeit und mangelndem Hintergrund heraus, der sie substanzlos erscheinen lässt. Ich mein, welche 22-jährige Protagonistin hat nicht einmal einen Job, aber dennoch Ersparnisse von denen sie in den mexikanischen Dschungel reisen kann, um ein übernatürliches Wesen zu befreien, bei dem sie nicht einmal weiß, um was für ein übernatürliches Wesen es sich handelt? Und ganz besonders eines, das ihre verschwundene Großmutter kennt? Das scheint mir etwas sehr naiv und nicht sehr intelligent, auch wenn ich irgendwo nachvollziehen kann, dass sie die Stimme in ihrem Kopf loswerden wollte. Doch auch nach seiner Befreiung wird sie Guy einfach nicht los und die Frau beweist einfach keine Selbstständigkeit, sondern lässt sich auch noch von ihm herumschupsen. Anstatt hier auch mal selbst auf den Tisch zu klopfen, entscheidet sie sich lieber sich in ihr Schicksal zu ergeben und sich von seiner maskulinen (und göttlichen) Ausstrahlung sowie seinem süchtig machendem Geruch (huh?) einlullen zu lassen. Von ihrem Heulsusen-Status zu Beginn der Story mag ich gar nicht erst anfangen. *seufz* Erst als sie im Verlauf der Handlung irgendwann ein bisschen Rückgrat findet (woher auch immer…), entwickelt sie sich zu einer etwas annehmbareren Protagonistin, die man auch ertragen kann, wenn denn auch immer noch etwas lebensfremd. Ganz zu schweigen davon, dass ihr definitiv der notwendige Selbsterhaltungstrieb fehlt. *hust* Guy macht sich ja mit seiner erwähnten manipulativen, göttlichen Art auch nicht gerade beliebt. Klar, er hat nur das Beste (!) für die Menschheit (und Emma) im Visier, dennoch verliert er mal schnell aus den Augen, dass Emma keine fünf mehr ist, sondern eine erwachsene Frau, die ihre eigenen Entscheidungen treffen kann. Außerdem mangelt es ihm definitiv an Bindungsfähigkeit und daran, Vertrauen fassen zu können. Er bindet Emma nie (auch im späteren Verlauf der Geschehnisse – sprich den Folgebänden) in seine Pläne mit ein, was ich absolut grotesk finde und nicht gerade für die Beziehung der beiden spricht. Ich meine, wer will schon mit einem manipulativen und vertrauensgestörten Mann eine Beziehung haben? oO 

Dennoch war die Story eine interessante Mischung, die mich neugierig darauf gemacht hat, inwieweit die Autorin sich noch entwickeln in Richtung besser ausgearbeiteter Handlungsablauf und substantiellere Charaktere kann, sodass ich mich also aufgemacht habe, um die Folgebände zu erkunden. 


Bewertung:
Interessanter Plot, der zwar leicht durchschaubar ist, dennoch das Interesse eines Lesers halten kann, gespickt mit leicht nervigen Protagonisten und einer Göttin der Unterwelt, die definitiv Fun verspricht. Allerdings eine kritische Mischung, die ich gern weiter erkunden wollte, u.a. auch, weil ich neugierig bin, wie sich die weiteren Geschehnisse entwickeln. 





Infos zur Reihe:
  1. Accidentally In Love With… a God?
  2. Accidentally Married To… a Vampire?
  3. Sun God Seeks… Surrogate?
  4. Accidentally… Evil?
  5. Vampires Ned Not… Apply? (September 2013)
  6. Accidentally… Cimil? (Januar 2014)




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