[Review] Pamfiloff, Mimi Jean – Sun God Seeks… Surrogate? (Accidentally Yours #3)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2012
Sprache: Englisch
Seiten: 295
Preis: 2,68 €
Altersempfehlung: ab 16 Jahren 








About the author:
Before taking up a permanent residence in the San Francisco Bay Area, Mimi spent time living near NYC (became a shopaholic), in Mexico City (developed a taste for very spicy food), and Arizona (now hates jumping chollas but pines for sherbet sunsets). Her love of pre-Hispanic culture, big cities, and romance inspires her to write when she’s not busy with kinds, hubby, work, and life… or getting sucked into a juicy novel. 

She hopes someday leather pants for men will make a big comeback and that her writing might make you laugh when you need it most. 


Klapptext:
When 24-year-old Penelope learns of a new miracle drug that could cure her ailing mother, it’s the answer to her prayers. Until she sees the cost. But for every door that closes, a window opens. In this case, the window calls herself Cimil, and she’s quite possibly the most insane person Penelope’s ever met. Could it be because this complete stranger just offered Penelope one million dollars to carry her wealthy brother’s baby? 

But Cimil’s brother isn’t your everyday millionaire. In fact, he gives new meaning to the word hot. 

!!! Achtung, der weitere Beitrag enthält möglicherweise Spoiler!!! 


Meinung:
Auch der dritten Band ist wieder eine Mischung aus interessanter und merkwürdiger Story mit humorvollen Aspekten, aber auch fragwürdigen Handlungen und Entwicklungen sowie fehlenden Puzzleteilen garniert mit einem ganz fiesen Cliffhanger am Ende – vom absolut merkwürdigen Buchtitel mal ganz abgesehen. *hust* 

Auch hier zeigt sich wieder einmal, wie schnell man sich an den Erzählstil einer Autorin gewöhnen kann, der immer noch ungewöhnlich, aber nicht unangenehm ist gespickt mit einer Prise morbiden Humor. Auch wenn eine Überarbeitung der Bücher hinsichtlich der Rechtsschreibung geboten wäre. Auch hier zeigen sich wieder einmal, wie auch schon in den vorherigen Bänden, die typischen Mankos im Storyaufbau und im Charakterdesign. Dieses Mal schafft es Frau Pamfiloff sogar den fast non-existenten Background ihrer Protagonistinnen zusammenwürfeln und durcheinanderzubringen. Hier möchte ich definitiv nur auf eine ganz bestimmte Szene gegen Ende des Buches aufmerksam machen, in der die Protagonistin – Penelope – herum jammert, welche Lasten sie zu tragen hat und verfällt darauf, dass ihre Großmutter nunmehr die Anführerin der Maaskab (böse Maya-Priester), nunmehr auch Mobscuros (was ich bevorzuge!) genannt, ist. Das ist aber nicht der Fall, denn Penelope hat nach Wissen der Leserschaft (also meinem) keine Großeltern (ich weiß, mutet merkwürdig an, aber ist leider eine Tatsache) bzw. eine Großmutter, die die Mobscuros anführt, sondern nur Emma, die Protagonistin aus Band 1. An dieser Stelle musste ich auch erst gucken, ob die Frau Pamfiloff vielleicht gerade dazu übergegangen war, eine Szene aus Emmas Sicht zu erzählen, aber nein, war nicht der Fall. Denn im Gegensatz zu den vorherigen Geschichten wird die Geschichte von Penelope und Kinich (Nick), dem Sonnengott, größtenteils aus Penelopes Perspektive erzählt und nur relativ selten aus Nicks/Kinichs, was dafür sorgt, dass wir kaum etwas über ihn erfahren – außer seinem emotionalen Tumult hinsichtlich dessen, dass Payals (Nachkommen von Göttern und Menschen) wahrscheinlich der Grund dafür sind, dass das Gleichgewicht der Welt passé ist und der Weltuntergang durch die Mobscuros (Maaskab und Oscuros) vorangetrieben wird sowie dessen, dass er wahrscheinlich mit einer Beziehung zu Penelope gleichfalls das Ende der fördert, weil er glaubt eine Beziehung zwischen Göttern und Payals/Menschen wäre nicht gewollt und Karma definitiv eine Bitch ist. *gg* 

Handlung ist auch hier wieder so merkwürdig, dass man als irgendwie an die Geschehnisse gefesselt wird und man wissen möchte, wie es mehr oder weniger weitergeht, auch wenn der Weltenaufbau etwas substantieller und nicht so oberflächlich sein könnte. Und statt hier ihre Leserschaft mit einem gefestigteren Weltenaufbau zu begegnen, bewirft sie einen (und ihre Charaktere) mit krassen Lebenssituationen, mehr übernatürlichen Wesen als man vertragen (und unterscheiden kann in manchen Momenten – fehlen wirklich nur noch die Gestaltwandler und Aliens *seufz*) sowie Geschehnissen, die auf den ersten (und zweiten) Blick nicht wirklich zusammenpassen – von der drohenden Apokalypse ganz abgesehen (hätte ich sogar noch fast vergessen, wenn sie nicht ständig erwähnt werden würde)! Zudem hat auch Penelope wieder einmal die namentlich bekannten besten Freundinnen namens Jess und Ann – wie auch schon ihre Vorgängerinnen. Merkwürdig, merkwürdig. Gleiches gilt für Gott Nummer 14, über den niemals gesprochen wird und der auch nicht mal namentlich erwähnt wird – auch wenn ich langsam eine Vermutung habe, warum. *dumdidum* 

Die Charaktere sind allesamt wieder einmal unterhaltsam, wenn auch nicht gerade hervorragend und substanziell gut umgesetzt, wobei dieses Mal bei Penelope glücklicherweise auf die typischen weiblichen Oberflächlichkeiten verzichtet wurde. Gott sei Dank! Noch so eine Protagonistin wie Emma hätte ich wirklich nicht vertragen können. Auch ist Penelope eine ausnahmsweise wirklich angenehme Protagonistin, die zwar ihr Gehirn abzugeben scheint, sobald sie ihre Augen auf Kinich legt und seinen Geruch (was sie als Gehirn-Crack bezeichnet) wahrnimmt, dennoch kann selbstständig denken und agieren, lässt sich nicht von Kinich (jedenfalls nicht so sehr wie ihre Vorgängerinnern) bevormunden, herumschupsen und manipulieren, sondern geht ihren eigenen Weg und kann auch kämpfen. Sie hat ein großes Herz und liebt ihre Mutter, die ihr nur noch als einziges geblieben ist, über alles und tut alles, um sie von ihrer ominösen Krankheit zu befreien – einschließlich sich selbst auch als Leihmutter für Kinich hergeben. 

Kinich ist stur, aber nicht ganz so arrogant wie seine „Brüder“; er ist neugierig auf Sex, traut sich aber nicht, sich selbst mit Hilfe der schwarzen Jade an eine Menschenfrau heranzuwagen, weil er das Schicksal nicht herausfordern will. Er ist vom ersten Moment an von Penelope und ihrer selbstständigen Art angetan und will sie beschützen, auch wenn sie das allein schon ziemlich gut hinbekommt. Er ist einer der emotionaleren Götter und nimmt Rücksicht auf Penelopes Wünsche, kann dennoch aus Gründen seiner Göttlichkeit (haha!) keine Beziehung mit ihr eingehen – geschweige denn ein Kind haben. Tja, leider haben beide nicht mit Cimils Interventionen gerechnet. *gg* Oh, Cimil ist auch hier wieder göttlich. Habe ich über diese verrückte Tusse schon einmal geschwärmt? Nein? Das muss ich definitiv nachholen. Cimil ist für mich persönlich einer der Gründe, warum ich diese Reihe gelesen und irgendwie mehr oder weniger gemocht habe. Sie bringt ganz viel Humor und Merkwürdigkeiten mit in die Story und eine Position, die man nicht so einfach durchschauen kann, ganz besonders nicht nach diesem letzten Band. Außerdem ist sie total verrückt und man mag sie auch nicht immer, kann ihr aber letzten Endes auch gar nicht richtig böse sein. ;) 

Auch im dritten Band fehlt es leider hier und da wieder an Romantik sowie einem gewissen Vertrauensverhältnis zwischen den Protagonisten. Ein Aspekt, den die Autorin nicht wirklich gut herausarbeiten kann, um ihre Leserschaft zufrieden zu stellen. Auch sind die Liebesszenen zwischen Kinich und Penelope richtiggehend frustrierend und die beiden schaffen es nicht, überhaupt eine Beziehung – nicht einmal im körperlichen Sinne – aufzubauen. Sie sind das erste Paar, was zwar ein Kind zeugt, aber das sich an die Zeugung nicht erinnert (dafür aber alle YouTuber)! 

Im Vergleich zu den Vorgängerbänden lernen wir hier eine Menge neuer Nebencharaktere kennen, die man fast schon nicht mehr missen möchte, aber auch nicht wirklich kennenlernen. Ich meine, wer hat schon was über für Fate, die immer das letzte Wort haben möchte, über? Oder für Belch, der Party- und Trunkenheitsgott, der immer blau ist (und sogar einen Bierbauch hat)? Von der Göttin des Selbstmords, an deren Namen ich mich nie und nimmer erinnern kann, ganz abgesehen? Von Zac, dem Gott, der nicht einmal weiß was seine Bestimmung ist, fang ich dann erst überhaupt nicht an. Und das sind nur ein paar der merkwürdigen Götter, die plötzlich auf der Bildfläche auftauchen. Zusätzlich zu den vielen neuen übernatürlichen Wesen kann man da wirklich schon mal ganz schnell den Überblick verlieren (oder freiwillig die Scheuklappen aufsetzen). 

Unterhaltsam sind die Bücher kurz gesagt allemal, wenn auch wirklich weit gefehlt von perfekt. 


Bewertung:
Ein unterhaltsamer dritter Band, der wieder mal mit Merkwürdigkeiten, merkwürdigeren Charakteren und morbidem Humor aufwartet, aber dennoch wirklich so manches Manko in sich birgt. Wer kurze und zeitweise morbide bis substanzlose Unterhaltung sucht, ist mit dieser Reihe gut bedient, ansonsten schaut einfach mal in eine kurze Leseprobe hinein und entscheidet dann, ob ihr euch Cimil, fiesen Maya-Priestern und dem drohenden Weltuntergang wirklich stellen wollt. ;) 


Infos zur Reihe:
  1. Accidentally In Love With… a God?
  2. Accidentally Married To… a Vampire?
  3. Sun God Seeks… Surrogate?
  4. Accidentally… Evil?
  5. Vampires Ned Not… Apply? (September 2013)
  6. Accidentally… Cimil? (Januar 2014)

Kommentare

  1. *von mir zu dir hier wechsel* ;)

    ...jungfräuliche Helden verlieren an Reiz also, wenn man diese Reihe hier kennt? Das musst du mir ja direkt weiter erläutern *g* So viele jungfräuliche Helden? (habe ich da in deinen Rezis was überlesen?)
    Wobei mir der Reiz wohl noch etwas erhalten bleiben wird, ich glaube nämlich nicht, dass ich die Accientally Yours Reihe lesen werde. Du sagst zwar ein paar interessante Sachen, aber die Wertungen sprechen auch für sich ;)

    Liebe Grüße, Melli

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