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[Review] Dohner, Laurann – Brawn (New Species #5)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2011
Sprache: Englisch
Seiten: 324
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-1-419-93826-9
Preis: 4,75 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 

She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

One look at Brawn, and Becca is wondering how he'd look without his clothes. He's also instantly attracted to her, but has sworn never to touch a human female. They just aren't sturdy enough for the type of rough sex Brawn enjoys most. When he learns he'll be living under the same roof with Becca, Brawn simply sees it as a chance to broaden his knowledge of humans. Hopefully he can do so while keeping his hands off her… 

His good intentions go astray when they're both kidnapped and locked together in a cage. Brawn finds himself reliving a nightmare when he's once again subjected to breeding experiments at the hands of New Species enemies – who will use Becca to get what they want. Brawn and Becca will have to depend on each other if they hope to survive. 



Meinung:

"Brawn" ist bereits der fünfte Band der New Species-Reihe, den ich wie seine Vorgänger einfach nur verschlungen habe, was ja bei diesen Charakteren nicht verwundern dürfte. ;) 
Brawn und Becca sind das Liebespaar dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Beide sind gestandene Charaktere, wobei bei beiden ihr Hintergrund ihre persönliche Situation – und damit ihre potentielle Partnerschaft – beeinflusst.

Becca ist die Tochter von Tim Oberto, dem Leiter des menschlichen Elite-Sonderkommandos, das wir dank Jessie bereits aus dem vierten Band der Reihe kennen. Becca hat zwar ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Vater aufgrund diverser vergangener Geschehnisse, dennoch liebt sie ihn und weiß um seine beschützerische Art, wenn es um sie geht. Sie kann deshalb ihm viele Sache nicht anvertrauen und muss meist den schwereren Weg für ihre Unabhängigkeit gehen – ohne dass ihr Vater einschreitet und potentielle Partner tötet (*hust*). Was ja genau die Situation abverlangt, in die Becca nach ihrer Entführung kommt. Sie kann mit ihrem Vater nicht reden und Brawn ist für sie unerreichbar, weswegen sie selbst entscheiden muss, was richtig und falsch ist, ohne einen der Männer in Gefahr zu bringen, die sie liebt. Denn welche Frau will schon gerne über das Leben ihres Vaters bzw. Geliebten entscheiden? Zudem kommt bei Becca noch ihre Angst davor, Bindungen einzugehen sowie verletzt und zurückgewiesen zu werden, hinzu. 

Brawn steht in einer ähnlichen Position wie Justice, nur dass er nicht der Anführer der New Species ist, sondern ein gewähltes Ratsmitglied und somit Vertreter der New Species aus seinem Labor. Somit lernen wir mit Brawn einen neuen Hintergrund hinter den New Species kennen – ihre Hierarchie. Im ersten Moment denkt man ja immer – jedenfalls ging es mir so mit den ersten Bänden -, dass diese nur durch einen einzigen Vertreter (also Justice) vertreten werden, aber nein, die New Species haben hier ein demokratisches System entwickelt und die Ratsmitglieder unterstützen Justice bzw. übernehmen einige seiner Führungsaufgaben. In seiner Funktion als Führungspersönlichkeit entscheidet sich somit Brawn dazu, Jessies Funktion im Sonderkommando zu übernehmen, was ihn dann gleichzeitig zu Becca führt. Er selbst ist aufgrund seiner persönlichen Einstellung nicht davon überzeugt, dass er mit einer menschlichen Frau eine Beziehung führen könnte – bis er Becca kennen lernt und sich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen fühlt, sich aber zurückhält und versucht, seine aufkeimenden Gefühle zu unterdrücken. 

Neben ihrem persönlichen Umfeld werden die beiden am Zusammensein durch ihre gemeinsamen traumatischen Erlebisse, die in gewisser Weise auch zusammenschweißen, und durch ihre persönlichen Ängste und Zweifel, die sie erst überwinden müssen – ganz besonders Becca, die nach Bradley sich fürchtet, eine tiefere Bindung einzugehen, ihr Herz zu verlieren, nur damit Brawn es wieder brechen kann – gehindert. 

Der Weg, den Brawn und Becca gehen, ist lang und steinig. Er ist geprägt von Verrat und Missverständnissen, die einen mitreißen und mit den beiden mitfühlen lassen. Es gibt Momente, da möchte man beide einfach nur in den Arm nehmen. Und dann gibt es wieder Momente, wo man sich fragt, wann die beiden eigentlich anfangen miteinander zu reden. Beide haben Probleme, sich dem jeweils anderen gegenüber zu öffnen, aus Angst, diesen möglicherweise zu verletzten oder auf Unverständnis zu stoßen. Erst mit freundschaftlicher Unterstützung von Trisha, Tiger, Bestial und Breeze schaffen die beiden es, einander näher zu kommen und besser zu verstehen. 

Neben der mangelnden Kommunikation, die die beiden Meilen trennt, gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mich gestört hat. Trotz der recht emotionalen Aspekte, die die Geschichte an sich aufweist, konnten Brawn und Becca in Sachen Paar auf emotionaler Ebene leider nicht überzeugen. Aufgrund der kurzen Zeitgeschehnisse, die die beiden nur miteinander verbringen, wirkt die Bindung zwischen den beiden etwas zu gestellt und überzeugt nicht vollends. Dennoch ist es eine sehr schöne Geschichte, bei der ich innerlich mit Becca und Brawn gefühlt habe. Ich konnte beide als Einzelperson in ihren Gefühlen, Reaktionen und Gedanken verstehen, aber nicht in ihrer Eigenschaft als Paar. Natürlich gab es da die sofortige Anziehung zueinander, aber diese allein macht in vielen Punkten keine funktionsfähige Beziehung in meinen Augen aus. Das fand ich sehr schade, denn Brawn und Becca sind einfach tolle Charaktere, die man einfach mögen muss. 

Genau wie die Vergängergeschichten wird auch "Brawn" fesselnd und flüssig mit einer Prise Humor erzählt. Hier wird die Story allerdings wieder einmal nur zum größten Teil aus der Perspektive der beiden Protagonisten erzählt, denn dieses Mal dürfen auch ein paar Nebencharaktere, wie z.B. Tim Oberto, zu Wort kommen. 

Wie gewohnt, sind auch hier die Haupt- und Nebencharaktere gut, sympathisch und individuell umgesetzt. Als Leser lernen wir dieses Mal vier neue Species kennen, denen wir im weiteren Verlauf der Reihe entweder als Protagonisten oder Nebencharaktere wieder begegnen. Und darauf kann man sich richtig freuen. ;) 

Abschließend gibt es dann wieder meine zwei, schon allgemein bekannten Hinweise. Der Erste bezieht sich auf die Altersempfehlung. Zwar gibt es in "Brawn" recht wenig Gewaltszenen, dafür wird hier die Thematik Entführung und "sexueller Missbrauch" aufgearbeitet, sodass ich dennoch die Meinung vertrete, dass diese Reihe leider erst für Leser ab 18 Jahren geeignet ist. Der zweite Hinweis bezieht sich darauf, dass ihr die Reihe gerne je nach Interessenlage lesen könnt. Empfehlen würde ich euch dies allerdings nicht, da die Bücher der Reihe minimal aufeinander aufbauen und so gewisse Geschehnisse, Anmerkungen usw. nicht richtig verstanden bzw. missverstanden werden können, was verdammt schade wäre. 


Bewertung:

"Brawn" ist ebenfalls eine meiner persönlichen Lieblingsgeschichten und thematisiert Liebe, Verrat, Freundschaft, Missverständnisse, emotionale Verletzlichkeit verbunden mit traumatischen Erlebnissen sowie einer ungeahnten Ausgangslage, die Becca und Brawn näher aneinander schweißt als die beiden ahnen.


Infos zur Reihe:
  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (noch kein Erscheinungstermin bekannt)

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