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[Review] Dohner, Laurann – Justice (New Species #4)





eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2011
Sprache: Englisch
Seiten: 342
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-1-419-93756-9
Preis: 5,42 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 

She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

Justice North is the face of New Species. Seeing him up close makes Jessie's heart race. He's the ultimate alpha male – big, muscular, exotically beautiful… and dangerous. Of course he's off limits. But then the sexy man purrs and all bets are off. 

Jessie Dupree is a mouthy, fiery human female who brings out the animal in Justice. She wants to show him how to relax, and he's all for anything she wants to do, but Justice has sworn to protect his people and to take a Species mate. He's torn between the woman he wants and the oath he's taken. 

Jessie knows a relationship between them probably won't end well; heartbreak is inevitable. But that won't stop her from freeing the wildness inside Justice and spending every moment she can steal wrapped around his hot body, making him roar with passion. 


Meinung:

Schon seit ich Justice als Nebencharakter im ersten Band der New Species-Reihe kennen gelernt hatte, war ich auf seine Geschichte und Gefährtin neugierig. Denn Justice ist als Anführer seiner Art kein einfacher Charakter und seine Zerrissenheit, mit dem was er sich wünscht für sich selbst und dem, was er für seine Leute zu repräsentieren hat, geht einem schon sehr nahe. Als Leser wird man in diese Zerrissenheit einbezogen und kann sich ihr nicht entziehen. Daraus folgt dann später eine weitere emotionale Zerrissenheit, weil man mit Jessie leidet und nachvollziehen kann, dass sie nicht im Geheimen nur Justices Betthäschen sein möchte – ganz besonders dann, wenn er ihr vorschreibt, keine anderen Männer sehen zu dürfen, er selbst aber auf der Suche nach einer Species-Gefährtin zu seien scheint.

Diese beidseitige Zerrissenheit begleitet den Leser während des Verlaufs der Geschichte von Justice und Jessie. Es gibt Momente, da möchte man Justice zustimmen, weil er Jessie nicht Gefahr bringen möchte, was er ja tun würde, wenn er sie für sich beanspruchen würde, da er eine Führungsrolle inne hat und auch nach Außen hin die New Species präsentiert, wozu Jessie dann immer an seiner Seite sein müsste. Und dann gibt es Momente, da will man ihn einfach nur schütteln, weil er Jessie verletzt und ihre Gefühle nicht mit einbezieht sowie auch selbst lange nicht wahrhaben will, was sie ihm bedeutet. 

Was soll ich sagen? Es gibt auch in der Story von Justice und Jessie sehr emotionale Aspekte, die einem zu Herzen gehen und zeigen, dass es eine schöne Liebesgeschichte mit Tücken ist, die mit Justices Verantwortung einhergehen. Und lange war während der Handlung nicht deutlich, in welche Richtung sich die Beziehung der beiden entwickelt. Akzeptiert er sie oder nicht? Bleibt sie sein geheimes Betthäschen oder nicht? Und wie will Frau Dohner dieses Dilemma auflösen? Tja, diese Fragen gingen mir durch den Kopf, denn Entwicklung in der Beziehung der beiden war nicht gegeben, sodass die Endentscheidung leider etwas zu unnatürlich wirkte, da man einfach nicht als Justices "Leidensweg", und damit einhergehende Entscheidungsfindung, nachvollziehbar miterleben konnte. 

Auch was den "Showdown" der Handlung angeht, war ich nicht ganz überzeugt, denn Jessies Lara-Croft-Nummer war definitiv etwas zu viel des Guten, auch wenn es total niedlich war, wie sie Justice schützen wollte. *Tränchen aus den Augenwinkeln wisch* 

Laurann Dohner zeigt auch in "Justice" wieder einmal, dass sie ihr Handwerk, eine spannende und fesselnde Geschichte mit lustigen, erotischen und herzzerreißenden Szenen zu erzählen, beherrscht. Wieder wird die Story, wie gewohnt, aus Sicht des Protagonistenpaares erzählt, sodass man sich als Leser wieder von den Gedanken und Gefühlen der beiden dahintreiben und mitreißen lassen kann. 

Selbst im vierten Band hat das Protagonistenpaar mit vielen Widrigkeiten und Umständen zu kämpfen. Einerseits, weil Justice im Licht der Öffentlichkeit steht und andererseits, weil Jessie die Tochter eines Senators ist, der als Unterstützter der New Species bekannt ist. Neben der Öffentlichkeitsproblematik sind die beiden selbst jedoch diejenigen, die mit ihren guten Ansichten und Intentionen ihr Glück torpedieren. Und wenn sie dies nicht selber tun, dann übernimmt dieses Mal eine neue Randgruppe das Zepter. Eine, mit der niemand so wirklich rechnet, da die New Species aufgrund eigener Erfahrungen Rassismus und dergleichen verabscheuen. Umso schwerer wiegt der Schlag für die Gemeinschaft, dass es Verrat innerhalb der New Species gibt, angetrieben von Hass und Rachsucht. 

Auch in "Justice" sind wieder einmal alle Charaktere ausnahmslos sympathisch und individuell umgesetzt, sodass man jeden Charakter mit der Zeit zu schätzen lernt, selbst wenn er gerade nicht eine der Hauptrollen einnimmt. ;) 

Jessie ist, wie bereits erwähnt, die Tochter eines Senators, der ein Unterstützter der New Species ist und in seiner Rolle als Politiker aufgeht, selbst nach dem Verlust seiner Frau. Zu Beginn der Story zeigt Jessie noch als Mitglied der Elite-Einheit zur Bergung von New Species, was für eine Kämpfernatur sie ist und dass sie kämpfen kann, weil sie es von der Pieke auf gelernt hat, weswegen man nicht allzu überrascht ist, dass sie vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Selbst der nicht als Justices Gefährtin, denn die Gefahr die darin lauert, ist sie sich nur allzu bewusst. Dennoch stellt sie sich auf ehrliche Weise ihren Gefühlen und kämpft für den Platz an Justices Seite. Sie ist mutig, stur, gutherzig, hat ein loses Mundwerk und will die beschützen, die sie liebt – egal, wie hart sie dafür kämpfen und wie viel sie einstecken muss. Jedoch legt sie Wert auf Ehrlichkeit, Treue, Respekt und Akzeptanz. 

Justice ist mit seiner Führungsposition so manches Mal überfordert und wünscht sich jemanden an seine Seite, der ihn unterstützt und auch mal drängt, Pause zu machen – so wie Jessie. Jedoch ist er bereit, sein persönliches Glück für die Freiheit, Sicherheit und Akzeptanz seiner Leute aufzugeben. ER ist zudem fürsorglich, loyal, besitzergreifend, beschützerisch und einsam. Als er Jessie findet, findet er zum ersten Mal Raum zum Durchatmen und Entspannen, denn in ihrer Nähe fühlt er sich wohl und genießt, sie einfach nur im Arm zu halten. Einfach ein Kuschelkater par excellence! 

Auch hier gibt es abschließend wieder zwei kleine Hinweise. Der Erste bezieht sich darauf, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, was ich persönlich aber nicht empfehlen könnte, da diese minimal aufeinander aufbauen und auch so eventuelle das eine oder andere Detail (oder Charakter) am Rande entgeht. Der Zweite bezieht sich auf die Altersempfehlung, die sich weiterhin nur auf Leser ab 18 Jahren bezieht, auch wenn die Gewaltszenen im Verlauf der Reihe abnehmen. Dennoch gibt es sie vereinzelt. Und sie sind dann auch dementsprechend drastisch und bildlich wiedergegeben. 


Bewertung:

"Justice" – eine Liebesgeschichte, die aussichtslos erscheint, ohne Zukunft, trotz der Verbundenheit zweier Menschen, die einander lieben und erst lernen müssen aufeinander zuzugehen. Herzzerreißend schön! 


Infos zur Reihe:

  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (noch kein Erscheinungstermin bekannt)

Kommentare

  1. *haben will* trotz der kleinen Kritikpunkte bin ich jetzt furchtbar neugierig auf Justice!!! Hört sich so nach einem Held an, den man des Öfteren durchschütteln möchte obwohl er nur das Beste im Sinn hat - hach, diese Kombination *.*

    Liebe Grüße, Melli

    PS: du hast die '18' bei der Altersempfehlung vergessen ;) ich kenne zwar nur den 1. Teil, aber da geht es doch hoch her und es ist nichts für zar besaitete Gemüter.

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    Antworten
    1. Danke, hab ich glatt überlesen, dass da noch die 18 fehlt. Und auch schon geändert. Nur formatieren muss ich das Ding nochmal neu. *seufz* Warum sich immer die Formatierung ändert und ich die per Rechner anpassen kann, ist mir echt ein Rätsel. Vom Handy aus streikt er. *brr*

      Ein bisschen Zeit, dich zu entscheiden, mit welchem Buch du in den Lostopf willst, hast du ja noch. ;)

      Liebe Grüße,
      Mandy

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