23.08.2013

[Review] Dohner, Laurann – Moon (New Species #10)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2013
Sprache: Englisch
Seiten: 257
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-1-419-94055-2
Preis: 4,73 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 

She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

Dr. Joyce Yards has never met anyone as sexy or as irresistible as 466. He refuses to discuss anything except getting her naked beneath him. Their therapy sessions are grewing hotter, his raw hunger for her is becoming aggressive, and she is falling for him. Joy knows the dire consequences if she gives in to desire. It will break her heart but she must walk away. 

Moon has been drugged. He is feral and dangerous to everyone. The NSO doctors turn to the only female Moon ever cared about – the one who left hi in the desert two years ago. 
Moon isn't the same male Joy once knew but she is willing to put her life on the line for him. There are no rules now. If sex tames the wild beast and triggers his fractured memories, allowing him moments of lucidity, then Joy will give him her body and her soul. She'll do whatever it takes to save him. 


Meinung:

Ähnlich wie seine Vorgänger ist auch "Moon" eine individuelle Liebesgeschichte, die ihre Leser in den Bann zieht. Denn auch hier greift Laurann Dohner wieder zwei Parallelen auf und verbindet sie auf untrennbare Weise miteinander.

Das wird zum Teil dadurch begründet, dass die Geschehnisse von "Moon" an die aus "Shadow" direkt anknüpfen, denn dort erfahren wir bereits von der Scheinattacke auf das Haupttor von Reservation durch Söldner, die Moon mit einer unbekannten Droge außer Gefecht gesetzt hatten. Durch diese Droge ist er nun wild geworden und seine Freunde setzen alles daran, ihm zu helfen. 

Der nächste Aspekt ist, dass wir als Leser den ersten direkten Vergleich zwischen einem gerade erst befreiten Species der ersten Stunde haben und im Gegenzug gleichzeitig seine gegenwärtige Entwicklung kennen. In "Moon" wird man als Leser regelrecht zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Fantasie und Realität, hin- und hergeworfen. Zeitgleich sehen wir, wie viel Zeit seit der Befreiung der New Species (2 Jahre) vergangen ist und wie einzelne Species sowie auch die Gesamtheit der Species-Bevölkerung sich entwickelt und wie selbstständig sie nach einem Leben in Gefangenschaft nach dieser relativ kurzen Zeitdauer geworden sind. Natürlich erfährt man auch von den Begrenzungen, wie z.B. den Einschränkungen von Reisen ins Ausland. Dennoch ist es aber interessant, zu sehen wie sich die Species-Gesellschaft entwickelt hat. 

"Dank" der Erinnerungsrückgänge seitens Moon und Joy erleben wir mit beiden sozusagen die Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander. Wir erfahren, was zwischen den beiden vorgefallen ist, was in ihnen vorging und warum Joy letzten Endes Moon zwei Jahre zuvor verlassen hat. Moon und Joy sind, wenn man es genau betrachtet, eigentlich das erste Paar mit, nur das Joy ihren Gefühlen aufgrund ihres Jobs nicht nachgeben durfte. Hinzu kommt noch, dass sie Moon besser verstanden hatte, als er dachte und wusste, er würde Ärgermachen und schlimmstenfalls verletzt werden, wenn sie wegen der Beziehung zu einem Patienten von ihm getrennt werden würde. Sie hat daher den Weg des Herzschmerzes nicht nur für ihre Karriere, sondern auch für Moon selbst gewählt. Moon hingegen ist Joy in anfänglichen Momenten gegenüber verbittert, misstrauisch und wütend, denn er konnte nie nachvollziehen, warum sie gegangen war und warum sie nie versuchte, ihn aufzusuchen. Zudem versteht er nicht, dass Joy bereit ist, ihr Leben nun für ihn zu geben. 

Und hier kommen wir zu einem Aspekt, den ich selbst auch nicht ganz nachvollziehen kann. Joy hat Moon verlassen, sich jeden Tag nach ihm gesehnt, ihn dennoch in den zwei Jahren nicht angerufen oder versucht, anderweitig mit ihm Kontakt herzustellen, selbst nachdem ihre professionelle Beziehung zu ihm beendet war. Aber dann, als sie einen Anruf der NSO erhält, der ihr nahe bringt, dass Moon in Gefahr ist, dann kann sie plötzlich Moon aufsuchen? Nein, das kann ich so nicht 100 %ig glauben. Glaubhafter wäre es gewesen, wenn sie eh schon fast von selbst vor seiner Tür gestanden wäre, denn dann wäre dieser emotionale Aspekt seitens Joy wenigstens ein klein wenig plausibel und nachvollziehbar. So wirkt das Konzept leicht aus der Luft gegriffen und übertrieben. 

Dass Monn sich nicht bei Joy gemeldet hat, kann ich allerdings gut nachvollziehen. Er ist wütend, verletzt und fühlt sich von ihr betrogen. Außerdem ist er nicht derjenige, der ohne Erklärung das Weite gesucht hat. Der Vertrauensbruch, den Joy begangen hat, sitzt tief und Moon lässt emotional nur seinen besten Freund Harley an sich, der ihm stets zur Seite steht und alles für ihn tut. 

Neben der Aufarbeitung ihrer gemeinsamen Vergangenheit, den Nachwirkungen des Drogenrausches sowie der Gefahr der neuen, unbekannten Droge selbst, müssen Moon und Joy lernen, erneut einander zu vertrauen und einen Weg finden, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, ohne die Bitterkeit vergangener Geschehnisse ihre Zukunft beeinflussen zu lassen. 

Unterstützt werden Moon und Joy von Moons Freunden: Harley, Justice, Tiger, Fury, Trisha, Jessie u.v.m. Zum großen Teil alles Nebencharaktere, die man bereits kennt und liebgewonnen hat. 

Das Charakterdesign ist auch in "Moon" wieder gut, relativ nachvollziehbar und individuell dargestellt. Die Haupt- und Nebencharaktere sind sympathisch und liebenswert – mit Ausnahme wieder einmal von Dr. Kregkor – umgesetzt. 

Auch zeigt Laurann Dohner hier wieder, wie angenehm und flüssig mit einer großen Prise Humor und Erotik sie eine Geschichte erzählen kann. An vielen Stellen musste ich mir zeitweise das Lachen verkneifen, weil die freundschaftlichen Neckereien zwischen Moon und Harley einfach zu amüsant waren. Erzählt wird die Story abwechselnd aus Perspektive von Moon und Joy, die zwischen vergangenen und gegenwärtigen Geschehnissen wechselt.
Da zwar auch hier wieder die Gewaltszenen geringer ausfallen, dafür aber die Erotikszenen zunehmen, verbleibe ich bei der Altersempfehlung ab 18 Jahren. 

Zuletzt sei noch der Hinweis erlaubt, dass ihr die Bücher der Reihe gern je nach Interessenlage lesen könnt, es aber nicht empfehlenswert ist, da die Bücher minimal aufeinander aufbauen. Außerdem ist jedes Buch dieser Serie absolut lesenswert. ;) 


Bewertung:

Von den zeitlichen Geschehnissen und Abläufen her ist "Moon" die "längste" Liebesgeschichte der Reihe, in der die Charaktere – sprich Moon und Joy – eher die Situation zwischeneinander klären müssen, bevor sie sich auf eine gemeinsame Zukunft einlassen können, was gerade aus Moons Perspektive heraus kein einfacher Weg ist, da er sich emotional auf einen Menschen erneut einlassen muss, der ihn bereits einmal verletzt hat. 


Infos zur Reihe:
  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (noch kein Erscheinungstermin bekannt)

Kommentare:

  1. Hallöle liebe Anima,
    mohaaaa ich Dusselchen :> Hatte in meinem Blogroll noch deinen alten Blog >.< wie dusselig von mir! hab ich nun aktualisiert, bin nun auch wieder öfter bei dir zu sehen ^^

    Hmz, das Cover ist mal der Hammer, schade nur das es wieder ein Englishes Buch ist ^^

    Liebe Grüße
    Romi

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  2. Schon das ganze Wochenende über wollte ich dir zu dieser Rezi noch einen Kommentar schreiben, aber ich war mit meinen Gedanken immer anderswo... dafür jetzt endlich ;)

    Wenn ich mir deine Rezi so durchlese wundert es mich gar nicht mehr, dass mich dieses Buch spontan am meisten angesprochen hat und es mir so gut gefallen hat! Es geht nichts über eine schöne Liebesgeschichte und die war hier besonders ergreifend. 'Fury' war da schon gewalttätiger und irgendwann war mir eine weitere Unterbrechung bei Fury und Ellie dann doch zu viel, aber hier hat einfach alles perfekt für mich gepasst.

    Diese Sprünge zwischen der Vergangenheit und Gegenwart haben mir auch sehr gut gefallen - daran konnte man so gut erkennen was Moon wirklich dachte und fühlte, wenn er auf seine Instinkte hört und so auf Joy reagiert <3
    Ich hätte jetzt direkt Lust auf einen Reread dank deiner Rezi...

    Liebe Grüße, Melli

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