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[Review] Dohner, Laurann – Obsidian (New Species #8)



eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2012
Sprache: Englisch
Seiten: 304
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-419-94033-0
Preis: 4,73 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 

She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

Dr. Allison Baker is obsessed with saving the comatose New Species male. She has tried everything and there's only one option left. Alli will break every rule and put her life in danger by tempting 880 to wake, using only her feminine scent and touch. She just has to kidnaps him and crawl into bed with him to make it work. 

880 wakes in a different world with a small female who's been sleeping beside him, caressing him and wrapping her sweet body around his, teasing his senses. He lies silent and still, listening and evaluating each arousing touch, fighting his body's reaction. Hatred flares when he discovers she's human, but Mercile stole everything from him so he decides it's fair to take her in return. 

But things quickly change and he wants her at his side and in his bed. 880 has chosen a new name – Obsidian – the personification of dark and dangerous. He'll fight them all to keep Alli. No one will stand in his way. 


Meinung:

In einigen der vorherigen Stories wurde ja bisher nur leicht angeschnitten, wie die Species kurz nach ihrer Befreiung waren, doch mit "Obsidian" wird dieser Einblick vertieft. 

Als Leser der Reihe "kennt" man Obsidian bereits als den Species, der sich nach der Ermordung seiner Gefährtin selbst so schwer verletzte, um an die Mercile-Angestellten zu kommen, die 46 getötet haben, dass er in komatösem Zustand mit Shadow, Wrath und Vengeance in Band 5 gerettet wurde. Er weiß also noch gar nicht, dass die New Species befreit wurden und nicht alle Menschen seine Feinde sind. 

Einerseits versteht man, warum man Obsidian nicht aufgeben will und Dr. Allison Baker alles daran setzt, ihn ins Leben zurückzuholen. Andererseits versteht man auch die Sorge der anderen Species, dass er nicht mehr leben möchte bzw. er zu einer Gefahrenquelle werden könnte, weswegen einige der Meinung sind, der Natur ihren freien Lauf zu lassen. Denn ihn töten zu müssen, wäre etwas, was kein Species auf sich nehmen möchte. Doch da hat keiner die Rechnung ohne Alli gemacht, die stur versucht mit allen – selbst unkonventionellen – Mitteln Obsidian aus seinem Koma zu befreien. Allis Wunsch, Obsidian zu retten, begründet sich schlussendlich nicht nur aus ihrem ärztlichen Eid und ihrer Loyalität den New Species gegenüber, sondern schon einer regelrechten Obsession für Obsidian. 

Dass sie es dank ihrer unkonventionellen Methoden schafft, ihn aus dem Koma zu holen, ohne dabei Hassgruppen oder Mercile-Angestellte in die Hände zu fallen, grenzt schon fast mehr als nur an Glück und erst im Nachhinein wird Alli auch erst bewusst, dass sie nicht nur sich und Obsidian in Gefahr gebracht hat, sondern auch Freundschafts- und Vertrauensverhältnisse beschädigt. Doch auch nachdem Alli und Obsidian getrennt und sicher auf NSO-Gebiet sind, kann sie ihn nicht vergessen. Obsidian geht es ähnlich, braucht allerdings einen groben Schubser von Breeze, um Alli erneut gegenüberzutreten. Und als sie dann vor ihm steht, will er sie auch gar nicht mehr gehen lassen. ;) 

Doch hier kommt die größte Hürde, die die beiden nehmen müssen – ihre Gefühle und Traumatabewältigung. Alli verliebt sich in Obsidian trotz seiner herrischen, besitzergreifenden und beschützerischern Art, die sämtliche Species vor ihm in den Schaden stellt. Von seiner mangelnden Höflichkeit und dem fehlenden Sozialverhalten mal ganz abgesehen. Jedoch glaubt bzw. traut sie seinen Gefühlen nicht, weil er ja seine Gefährtin verloren und so einiges an Traumata erlebt hat. Zudem kann Alli gut nachfühlen, wie Obsidian sich nach dem Verlust seiner Gefährtin fühlen muss, denn auch sie hat einst einen geliebten Menschen verloren, dessen Verlust sie total aus der Bahn geworfen hat. Dadurch kann man an vielen Ansatzpunkten nachvollziehen, warum Alli skeptisch ist und Obsidian erst einmal Zeit geben will, sich zu orientieren und ein Leben aufzubauen. Obsidian hingegen weiß, was er will und das ist Alli. Er versteht aber auch ihre Ängste und will ihr Zeit geben, was gar nicht so einfach ist, da man sie ihm wegnehmen will. 

Zum einen bekommt er Konkurrenz durch einen anderen Species – Destiny -, der kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Alli und sein Interesse an ihr geht. Eine Sache, die Obsidian rasend macht, er aber vor der Herausforderung selbst nicht zurückschreckt. Und dann wird die Situation noch dadurch verschärft, dass die Führungsriege der New Species, die Alli für ihre Handlungen bestrafen und verbannen will. Die Entscheidung, Alli und Obsidian zu trennen wird auch noch durch Obsidians mangelndes Sozialverhalten bestärkt, da er außer mit Alli und Moon keinen Kontakt hat bzw. diesen sogar regelrecht ablehnt. Alli erkennt die Misere und willigt der Strafe ein, womit sie Obsidian Zeit und Freiraum lässt, sich anzupassen und Freundschaften zu schließen, selbst wenn die Gefahr besteht, dass Alli ihn dadurch endgültig verliert. Dennoch ist sie bereit, ihn für seine Freiheit aufzugeben. 

Die Geschichte von Obsidian und Alli ist emotional recht angespannt und gerade im Bereich der emotionalen Entwicklung bezüglich Obsidian recht schwach ausgearbeitet. Dass er sie attraktiv findet, ihren Geruch mag und sie ihn fasziniert, trotz seiner anfänglichen Abneigung und Misstrauen, ist eine Sache, wie er dann jedoch lernt, ihr zu vertrauen und sie zu lieben ein anderer Aspekt. Lust und Neugierde allein begründen keinen guten Ansatz für eine dauerhafte Beziehung. 

Da es in "Obsidian" eher um die Anpassung und Geschehnisse innerhalb der NSO geht, ist dieser Band einer der gewaltfreieren. Dennoch tendiere ich hier wegen der doch relativ sexreichen Handlung zu einer Altersempfehlung ab 18 Jahren. 

Laurann Dohner erzählt auch hier wieder auf fließende und angenehme Weise die Geschichte von Alli und Obsidian mit einer Prise Humor größtenteils abwechselnd aus der Perspektive der beiden. Jedoch aufgrund der angespannten Situation innerhalb der NSO, die hier zudem leicht thematisiert wird, bekommt man auch einen Einblick in Justices und Trishas sowie Tigers Situation und deren Gedanken-/Gefühlswelt. 

Auch die Charaktere sind wie gewohnt gut, nachvollziehbar und individuell umgesetzt. Bis auf Dr. Kregkor sind sie alle auch ausnahmslos sympathisch und auf ihre Weise liebenswert dargestellt. Allerdings gibt es neben dem mangelnden emotionalen Aspekt der Beziehung zwischen Obsidian und Alli noch den kleinen Kritikpunkt, dass man bis auf den Verlust, den sie einst erlitten hat, nix über Alli erfährt – keinen familiären oder sonstigen Hintergrund, sodass sie ähnlich wie Trisha nur über ihren Job als Ärztin definiert wird, was ich sehr schade finde. 

Obsidian hingegen ist emotional leicht verwirrt wegen Allis so ganz anderer Reaktion auf ihn, was er zwar mag, aber nicht kennt und auch wenn man die mangelnde emotionale Entwicklung seinerseits betrachtet, kann man ihm nicht böse sein, dass er sich mit seinen Gefühlen nicht auseinandersetzen will, sondern erst einmal nur seinem Instinkt traut. 

Unterstützt werden Alli und Obsidian von ihren Freunden, hier nicht nur indirekt durch Justice und Trisha, sondern auch direkt durch Breeze und Moon. Auch lernen wir ein bisschen mehr über Darkness und Jericho, was einen neugierig auf deren Stories macht. Und sofern der eine oder andere Species noch nicht sein Glück gefunden hat, so wünscht man es ihm/ihr. 

Abschließend gibt es noch mal den kleinen, aber feinen Hinweis, dass ihr die Bücher gern je nach Interessenlage lesen könnt, was ich euch aber nicht empfehlen würde, da die Bücher minimal aufeinander aufbauen. Zudem ist jedes Buch dieser Reihe absolut lesenswert. ;) 


Bewertung:

Auch "Obsidian" besticht durch eine individuelle Geschichte mit viel Gefühl und sympathischen Charakteren, die man nicht verpassen sollte! 



Infos zur Reihe:
  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (noch kein Erscheinungstermin bekannt)

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