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[Review] Dohner, Laurann – Slade (New Species #2)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2011
Sprache: Englisch
Seiten: 324
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-1-419-93583-1
Preis: 5,48 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 
She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

Dr. Trisha Norbit is flat on her back in a hospital bed, pinned under a really big New Species male. Though drugged out of his mind, he promises her ecstasy, and is determined to deliver – but hospital staff intervenes. 215 is a man Trisha will never forget. But, when she meets him again at Homeland… he doesn't even remember her!
The nosy new doctor wants to know all about the breeding habits between humans and Species. Slade proposes a hands-on education but she's not interested in a one-night stand. He can't offer more because he's haunted by the memory of a woman he once tried to claim. He's shocked when he realizes they are one and the same. He's blown it – she'll never give him a chance now.
But when her life is in danger, he's the only one who can save her. As they flee through the wilderness, their desire ignites and cannot be denied. Hot sex, on the run, has consequences that are even more dangerous and will change their lives forever. 


Meinung:

Seit ich Slade im ersten Band kennengelernt hatte, habe ich mich auf seine Story gefreut und war so happy, dass ich darauf auch nicht allzu lange warten musste, denn schon im zweiten Band der New Species Serie darf er sich mit seinem vorlauten und vulgären Mundwerk fast um sein Glück quatschen – mehr oder weniger. Dennoch war aufgrund meiner Erfahrungen mit dem ersten Band meine Erwartungshaltung übermäßig groß, sodass ich hier und da einen kleinen Dämpfer einstecken musste.

Dennoch ist die Geschichte von Slade und Trisha schön, lasst sich wunderbar lesen und in ihr versinken. Auch lernt man wieder so viele neue New Species kennen, dass man aus dem Schwärmen und Hoffen, dass diese auch noch ihre eigene Geschichte bekommen, nicht herauskommt. 

Nahezu fesselnd und süchtig machend erzählt Frau Dohner mit einem bereits stärker ausgeprägten humorvollen Unterton als in "Fury" hier die Geschichte von Slade und Trisha. Hauptsächlich schlägt sich der Humor in neckenden Dialogen wieder, die man als Leser geradezu genießt, wenn auch Slade häufig mit seiner Vulgarität über die Strenge zu schlagen scheint und leicht unhöflich wirkt. Je mehr man Slade jedoch kennenlernt, umso mehr versteht man, dass es seine Art ist, mit Situationen, die ihn nervös machen oder allgemein emotional aus der Bahn werfen, umzugehen. Auch hier wieder wird die Geschichte zum Großteil aus Perspektive der beiden Protagonisten erzählt, sodass man sich als Leser der Gefühlswelt beider nicht verwehren kann, was gerade dann günstig ist, wenn man das Gefühlt hat, dass Slade es braucht, einmal ordentlich durchgeschüttelt zu werden. Und glaubt mir, diese Momente gibt es! 

Im ersten Band haben wir erlebt, wie die New Species als eigene Rasse sich durchbeißen und um Unabhängigkeit kämpfen müssen. Dabei nehmen sie einen Schritt nach dem anderen und versuchen, für ihre Leute eine sichere Umgebung und Zukunft zu schaffen. Sie werden dabei aus verschiedenen Richtungen im Fortkommen torpediert und müssen mit Angriffen von Mercile-Angestellten (fieses pharmazeutisches Unternehmen, was für ihre Erschaffung und Leidensgeschichte verantwortlich ist), militanten und religiösen Fanatikern rechnen. 

Ein solcher Übergriff militanter Fanatiker, die es zum Volkssport erklärt haben, New Species zu jagen und töten, ist der eigentliche Beginn von Slade und Trishas Geschichte und ihrem Kampf ums Überleben, bei dem sie sich näher kommen. Auch nach ihrer Rettung birgt es für Trisha eine Gefahr, dass Slade mit ihr zusammen sein will, weswegen er sich von ihr fernhält – ohne Erklärung seinerseits übrigens. Jedoch nur bis zu dem Moment, in dem er Trisha "widerwillig" wiedersieht, sie erneut beleidigt und sie ihm eine verbale Klatsche verpasst, wonach Slade dann endlich mal die Scheuklappen abnimmt! Bei dieser Szene habe ich so mit Trisha gefühlt, sie innerlich angefeuert, sich das nicht von Slade gefallen zu lassen und gewünscht, ich könnte Slade mehr als nur einmal ordentlich durchschütteln. Manchmal sieht der Typ vor lauter Bäumen echt den Wald nicht und treibt einen an den Rand der Verzweifelung – da kann er noch so schnuckelig sein!!! 

Das Handlungskonzept ist auch hier wieder gut fundiert, allerdings haperte es für meinen Geschmack ab dem zweiten Part der Story etwas in der Umsetzung. Die erste Hälfte des Buches war wirklich gut. Es gab viele schöne Momente mit Trisha und Slade, die natürlich wirkten, und selbstverständlich auch weniger schöne Momente, wie im realen Leben. Aber ab der zweiten Hälfte war das leider nicht mehr der Fall und die Handlung verlor etwas an Überzeugung und Natürlichkeit. Die einzelnen Aktionen der Protagonisten wirkten zu künstlich und gezwungen, wie das Zusammensein von Trisha und Slade an so manch einer Stelle. Trotz dessen war die Geschichte der beiden herzzerreißend schön, denn es gibt ein paar so unglaublich süße Szenen, die man einfach nicht missen möchte. 

Auch das Charakterdesign war hier wieder gut umgesetzt, wenn mir auch etwas die Charakterentwicklung im zweiten Part der Story fehlte – ganz besonders mit Blick auf Slade, der sein großes Mundwerk wohl nie in den Griff kriegen wird. *gg* Persönlich muss ich zudem zugeben, dass die beiden ein sehr schönes Paar sind, aber leider kommen sie in Punkto Charaktertiefe und –ausgestaltung nicht an Fury und Ellie heran, was ich sehr bedauere. 

Trisha mangelt es z.B. an Hintergrundinformationen über ihre Familie. Wir erfahren hier nur etwas über ihre Karriere, aber der Job allein macht sie schließlich nicht aus und ich finde es schade, dass sie nur auf dieser Schiene abgestellt wird, da sie sehr sympathisch ist. Sie ist eine intelligente, sture junge Frau. Es gibt Momente, da zeigt sie ihre Verletzlichkeit, wie vertrauensvoll und hilfsbereit sie ist. Da finde ich es zudem unglaublich schade, dass, wenn es um Slade geht, sie so wenig Rückgrat hat, was immer erst dann zum Vorschein kommt, wenn er mal wieder eine Grenze übertreten hat. Ebenfalls hätte ich es menschlicher und überzeugender gefunden, wenn Trisha auch mal Slade gegenüber nachtragend gewesen wäre oder ihn hätte schmollen lassen, anstatt ihm immer gleich alles zu verzeihen. Das wirkte auf mich einfach unnatürlich und Trisha ist einfach nicht der Typ, der sich als Fußabtreter behandeln lassen sollte. 

Slade könnte man schon fast als das komplette Gegenteil von Trisha beschreiben. Er ist provokativ, arrogant, vulgär, dennoch aber loyal. Trisha gegenüber ist er auch beschützerisch und besitzergreifend, ja, sogar regelrecht vor Eifersucht brennend, sobald sie von einem anderen Mann angesprochen wird oder mit ihm freundschaftlich verbunden ist. Leider sorgt diese Eifersucht häufig dafür, dass er den Kopf verliert und verbal um sich schlägt, womit er meistens Trishas Gefühle verletzt. 

Wie schon erwähnt gibt es neben dem Protagonistenpaar auch wieder eine Menge toller Nebencharaktere, die einfach großartig sind und man sie lieben muss. Bei vielen hoffe ich, dass sie irgendwann noch ihre eigene Story bekommen. Zum ersten Mal lernen wir hier Brass kennen, den ich persönlich ja vergöttere und für den ich mir ein eigenes Buch wünsche. Gleiches gilt natürlich auch für Harley, den wir in Band 10 (Moons Geschichte) besser kennen lernen. Moon hat hier natürlich mit Harley gemeinsam seinen ersten Auftritt. Auch über einen Kurzauftritt von Flame darf man sich freuen, einem jungen und engagierten New Species, der irgendwie total niedlich ist und bei dem ich hoffe, dass auch er seine Story kriegt – mit Happy End versteht sich. Und last but not least haben wir noch Valiant, dem Protagonisten des dritten Bandes, der hier ebenfalls seine Einführung hat und den man nicht als typischen New Species beschreiben kann. Er ist, man kann es nicht anders sagen, unter seinen Leuten eine Besonderheit. Ihr seht schon, ich bin total den Bücher, aber allen voran den einzelnen Charakteren, erlegen. Denn für diese hat Frau Dohner ein spezielles Händchen. *schwärm* 

Und weil ich bisher fast nur geschwärmt habe, muss ich auch noch mal ein bisschen Kritik üben, denn neben der abnehmenden Handlungsqualität im zweiten Part der Geschichte gibt es noch einen weiteren Kritikpunkt, den ich nicht unbeachtet lassen kann. Und dieser bezieht sich auf die Liebesgeschichte zwischen Trisha und Slade selbst. 

Keine Sorge! In Punkto Liebesspiel hat die Autorin natürlich wieder eine brennende Tastatur gehabt, jedoch ist die Beziehung der beiden auf der Gefühls- und Vertrauensebene relativ schwach ausgefallen. Die Neckereien der beiden sind zwar total süß, niedlich und witzig, dennoch mangelt es ihnen etwas an Vertrautheit und Wärme. Selbst Slades Kosename für Trisha ("Doc") wirkt eher wie ein Schutzschild, statt wie ein Zeichen seiner Zuneigung. Nur in den wenigen Momenten, wo er sie "Sweetness" nennt, schmilzt man nahezu dahin, aber sobald er sein altbekanntes "Doc" wieder aus dem Hut zaubert, ist der kurze Augenblick von Wärme und Vertrautheit auf und davon und eine unsichtbare Wand scheint beide auf emotionaler Ebene zu trennen. Diese Augenblicke scheint die Autorin selbst wahrzunehmen und versucht, diese durch Trishas Versuche, die Situation mit ein bisschen Wärme und einem eigenen Kosenamen für Slade ("Lollypop") zu entkräften. Leider nicht immer erfolgreich. Beim ersten Mal war das so herrlich, wie sie ihn "Lollypop" nannte, dass ich mir einfach nicht das Grinsen verkneifen konnte. ;) 

Und mit diesem letzten Kritikpunkt bleiben mir noch zwei kleine Anmerkungen. Zum einen möchte ich darauf hinweisen, dass ihr, solltet ihr an den Büchern der Reihe (oder auch nur an einzelne) interessiert sein, ihr diese gern lesen könnt wie ihr mögt. Jedoch würde ich aus persönlicher Erfahrung euch dazu raten, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da die Geschichten minimal aufeinander aufbauen und ihr dann möglicherweise die eine oder andere Verbindung zu einem gewissen Handlungsstrang oder Charakter nicht habt, und somit die Geschichte nicht vollkommen genießen könnt. Und das wäre verdammt schade! Außerdem ist jeder Band der Reihe absolut lesenswert. 

Abschließend bleibt mir nur wieder mein Hinweis auf die Altersempfehlung zu geben, der sich darauf bezieht, dass die Bücher dieser Reihe hauptsächlich für Leser ab 18 Jahren geeignet sind, aufgrund der Gewaltszenen (wenn auch schon weniger als in "Fury") und einer fast-Vergewaltigungsszene. 


Bewertung:

"Slade" erzählt eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Glück und Missverständnissen, die mir in vielen Momenten nicht nur zu Herzen, sondern auch unter die Haut ging. Trotz kleiner Kritikpunkte hier und da einfach eine sehr schöne Geschichte. 

 

Infos zur Reihe:
  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (noch kein Erscheinungstermin bekannt)

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