[Review] Dohner, Laurann – Tiger (New Species #7)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2012
Sprache: Englisch
Seiten: 291
Verlag: Ellora's Cave Publishing
ISBN: 978-1-419-93913-6
Preis: 4,75 €
Altersempfehlung: ab 18 Jahren 






About the author:

Laurann Dohner is a full time "in-home supervisor" (sounds much better than plain ol' housewife), mother and writer. She is addicted to caramel iced coffee, the occasional candy bar (or two) and trying to get at least five hours of sleep at night. 

She loves to write all kinds of stories and thinks the best part about writing is the fact that real life is always uncertain, always tossing things at us that we have no control over, but when you write, you can make sure there's always a happy ending. Laurann loves that about writing. She loves it to sit down at her computer desk and put on her headphones to listen to loud music to block out the world around her, so she can create worlds in front of her. 


Klapptext:

Zandy's had too much to drink and is in the wrong place at the wrong time. She knows she's going to die. When next her eyes open, a beautiful man-creature is holding her in his arms. He's just too tempting to resist; her very own fallen angel. She wraps herself around his body, determined to have him. But when this angel turns out to be flesh and blood, reality crashes in – she's seducing a New Species. 

Tiger's shock quickly turns to intense passion when the human female kisses him, despite the fact she's trying to get his clothes off while he's engaged in a task force operation. He's also made it clear he'll never take a mate. Rather difficult when he and Zandy can't keep their hands off each other. The taste and the feel of his little human just leaves Tiger wanting more. 


Meinung:

Als ich anfing die New Species-Reihe zu lesen, war ich vom ersten Momentan, als ich Tiger kennen lernte so neugierig auf seine Geschichte, dass ich förmlich auf diesen Band zugelesen habe. Doch mit jedem Band verliebte ich mich mehr in die Welt der New Species und ihrer Charaktere. Und dann war es soweit, endlich hatte ich den siebten Band, "Tiger", erreicht. Ich war so gespannt, wie Tiger sich schlägt, was für eine Gefährtin er bekommt und wie er diese für sich gewinnt. 

Doch anders als bei den anderen Species-Paaren war es eher Zandy, Tigers Äquivalent, die Tiger für sich gewinnt, ihn fasziniert und verzaubert, ohne dass er e sich selbst eingestehen will, weil er stetig auf die Schiene abfährt, dass er ein großer, starker Species ist, der keine Gefährtin braucht und sich nie und nimmer binden wird, wie seine Freunde. Gerade seine Verweigerungshaltung und Neckereien gegenüber Fury, Slade, Justice & Co. sind es, die einem Leser der Reihe besonderen Spaß bringt, wenn er zum ersten Mal Zandy begegnet und sich ihr instinktiv mehr oder minder sofort unterwirft. Trotz seiner weiterhin bestehenden Einstellung, er brauche keine Gefährtin, lässt er Zandy, nachdem sie bei der NSO als Angestellte anfängt, nicht mehr aus den Augen und fällt bei jeder sich bietenden Gelegenheit über sie her oder schützt sie vor aufdringlichen Species-Männchen. Hier insbesondere vor Vengeance, in den man hier einen tieferen Einblick bekommt, der einem beinahe das Herz bricht. *schnief* 

Und auch wenn alles ruhig scheint, so gibt es bei den beiden dennoch ziemlich viel Aufruhr im Paradies. Dies rührt zum Teil von Tiger selbst her, seiner Weigerung, eine Gefährtin zu nehmen, womit er Zandys Gefühle unbedacht lässt und sie unbewusst verletzt, aber gleichzeitig versucht er, sie an sich zu binden, in dem er anfangs versucht, sie unbewusst zu schwängern und im späteren Verlauf es sogar provoziert, anstatt mit Zandy über seine Gefühle zu reden. 

Und hier kommen auch schon die ersten beiden Kritikpunkte ins Spiel. Der erste ist das mangelnde Vertrauen auf die Gefühle des jeweils anderen in Verbindung mit mangelnder Kommunikation. Sich gegenseitig offen gegenüberzustehen lernen die beiden nämlich gerade so mit Biegen und Brechen zum Ende der Story hin. Der nächste Knackpunkt ist, dass Zandy es Tiger nicht einmal ansatzweise übel nimmt, dass er versucht, sie ohne ihr Wissen zu schwängern. Ich meine, ein Kind ist eine Entscheidung von beiden Seiten und es als Druckmittel verwenden zu wollen, damit sie ihm nicht wegrennt, finde ich einfach seiner Partnerin und dem Kind an sich gegenüber unfair. Wenigstens ein bisschen in die Schranken weisen, hätte sie ihn können, auch wenn es irgendwie total süß war, wie unsicher Tiger war, und dass er alles versuchte, Zandy für sich zu gewinnen. Selbst wenn es nicht der empfehlenswerteste Weg war. 

Weitergehend wird die Beziehung der beiden auf die Probe gestellt als Zandy für Jessie gehalten wird oder Tiger fast bei einem Helikopterabsturz ums Leben kommt. Trotz dieser Situationen sind auch hier die beiden selbst es, die sich das Leben schwerer machen, als es sein könnte. Neben der Beziehungsproblematik der beiden geht die Autorin leicht auch auf die Hintergrundthematik der Anti-Species-Bewegungen in Form von Hassgruppierungen ein, die für einen brennenden Showdown sorgen. 

Auch in "Tiger" erzählt Laurann Dohner auf die für sie typische Weise die Story, frisch, fesselnd und angenehm mit einer Prise Humor abwechselnd aus der Perspektive von Tiger und Zandy. Allerdings – und das muss ich einfach loswerden – scheint die Tatstur von Frau Dohner dauerhaft unter Flammen gestanden zu haben, denn dieser siebte Band ist der sexreichste der ganzen Reihe. So viel Sex wie hier, gab es in noch keinem anderen Band davor, nur so als kleine Warnung, dass man sich doch schon auf recht detailliert beschriebene Erotikszenen einstellen sollte. ;) 

Wie auch nicht anders zu erwarten, waren auch hier wieder die Charaktere gut, nachvollziehbar und individuell dargestellt. Die Haupt- sowie Nebencharaktere waren sympathisch und liebenswert umgesetzt, auch wenn es mir persönlich daran mangelte, dass man bei Tiger einfach nicht mitbekommt, wie er sich letzten Endes durchringt, Zandy als Partnerin fürs Leben zu akzeptieren. Er mag sie und ist süchtig nach ihrem Geruch, aber emotional hält er sich regelrecht auf Distanz. Diese langsame Erkenntnis geht nicht 100 %ig überzeugend vonstatten. 

Einer meiner persönlichen Lieblingsaspekte hinsichtlich der Nebencharaktere war definitiv Vengeance, der zwar mal wieder leicht (für seine Verhältnisse) über die Strenge schlug und danach aber von sich aus offenbarte, warum er so handelt. IN diesem Moment brach einfach mein Herz für ihn, weil er eigentlich ein totales Schnuckelchen ist. Daneben lernt man noch diverse andere Species kennen, aber drei davon im Besonderen, die mir in Erinnerung geblieben sind und bei denen ich hoffe, dass auch sie ihre eigene Story kriegen – Creek (sie freundet sich mit Zandy an), Jericho (rote Augen! *quietsch*) und Darkness (dessen Aufgabe und Charakter an sich fraglich sind…). 

Da Band sieben nicht nur einiges an Sex zu bieten hat, sondern auch auf der Gewaltschiene wieder etwas stärker ausgeprägt ist, bleibe ich auch hier wieder bei meiner typischen Auffassung, dass die Bücher der Reihe erst für Leser ab 18 Jahren geeignet sind. 

Zu guter Letzt bleibt dann nur noch die Anmerkung, dass ihr die Bücher je nach Interessenlage lesen könnt, wenn ihr mögt. Jedoch würde ich euch das nicht empfehlen. Zum einen, weil die Bücher minimal aufeinander aufbauen und es daher empfehlenswert ist, diese der Reihe nach zulesen. Und zum anderen, weil jedes Buch dieser wirklich tollen Serie absolut lesenswert ist. ;) 


Bewertung:

"Tiger" ist eine wunderbare, wenn auch recht dramatische Story innerhalb der Reihe und fesselt trotz kleinerer Tücken bereits von Beginn an. 

 Infos zur Reihe:
  1. Fury
  2. Slade
  3. Valiant
  4. Justice
  5. Brawn
  6. Wrath
  7. Tiger
  8. Obsidian
  9. Shadow
  10. Moon
  11. True (bisher kein Erscheinungstermin bekannt)

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