19.04.2014

[7 Days 7 Books] Osterspecial 2014 – Tag 6

 

Guten Morgen, ihr Lieben! 

Heute Morgen hat sich irgendwie das Lied zu Pink Panther in meinen Kopf geschlichen und ständig wiederholt sich die Frage „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“.

Ich bin so erschrocken darüber, dass ich kaum fassen kann, dass wir morgen schon den Ostersonntag haben und der Osterhase kleine Leckereien und bunt bemalte Eier für die lieben Kleinen versteckt, die sie dann suchen müssen/können. *seufz* Wie schnell doch die Zeit vergeht, kaum zu fassen. 

Das habe ich gestern Abend übrigens auch gedacht, als ich gegen 22.30 Uhr endlich mit Buch Nr. 3 durch war. Und jepp, ich habe „Divergent“ trotz dieser hohen Seitenzahl geschafft. Allerdings habe ich mir dann schon „Insurgent“ geschnappt und da mal auf die Seitenzahl geschielt… mit etwas über 500 Seiten habe ich da gut zu tun, wenn ich es heute noch schaffen will. *hust* 

Aber nun noch einmal zu „Divergent“: 

Tris hat sich erfolgreich als Dauntless bewährt und konnte das Geheimnis, was sie eigentlich wirklich ist, recht gut bewahren, bis die Erudite zum Krieg aufrufen und die Dauntless als Mittel zum Zweck missbrauchen wollen. Tris hat so etwas ja schon vermutet, doch erst als der Moment der Wahrheit da ist, wird ihr klar, wie die Erudite ihren Plan umsetzen wollen – allerdings nicht ganz die Motivation, die dahinter steht. Was mich zudem auch noch wundert, ist die Abneigung gegen die sogenannten Divergent. Dazu gibt es bisher überhaupt keine Erklärungen bzw. Ansätze für potentielle Hass-Motivationen. 

Und nachdem Tris schwere Verluste hinnehmen musste, ist sie nun mit Four, Caleb, Peter (ja, ausgerechnet DEM!) und Marcus auf der Flucht. Sie suchen Unterschlupf bei den Amity, doch auch da scheinen sie nicht sehr lange sicher zu sein… 

Jedenfalls was man bis Seite 74 von „Insurgent“ so mitbekommt. Nun sind die Erudite auf dem Weg zur Community der Amity und ich bin mal gespannt, wie schwach die Flucht von Tris, Four & Co. wird. Irgendwie, hab ich so das Gefühl, könnte der Spannungsbogen etwas dramatischer sein, bisher plätschert – trotz der Anzahl an Gewaltszenen – die Story so vor sich her und ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht jedem gefällt. Auch nicht diese Zögerlichkeit, die Tris des Öfteren an den Tag legt – eine Eigenschaft, die mich zeitweise richtig wahnsinnig macht (und das auf eine gute Art und Weise!). 

Ich werde mal sehen, was mich noch so erwartet, aber wenn die Anmerkungen, die einige von euch bisher so dagelassen haben, könnte es für mich und Band 3 problematisch werden – zumal der nicht den Vorteil hat bei mir zu subben. ^^‘ 

In diesem Sinne wünsche ich euch erst einmal einen schönen und sonnigen Lesetag, den ihr hoffentlich ohne größeren osterlichen Stress verbringen könnt. Ich werde jetzt mal versuchen, eure Blogs in Augenschein zu nehmen und hoffe, dass mein Internet und mein Rechner (den meine Mama letztens beinahe gekillt hat) mitspielen… *seufz* 


Update: 20.00 Uhr
Anders wie gestern, war mein heutiger Tag alles andere als erfolgreich. Ich habe es zwar von Seite 74 immerhin auf 123 geschafft, aber das ist im Vergleich zu meiner gestrigen Leistung nichts. Woran liegt das? 

Tja, diese Frage habe ich mir bei meiner nachmittäglichen Putzaktion (die übrigens Schuld daran ist, dass ich erst jetzt ein Update schreibe) auch gestellt. Und ich bin zu einer Lösung gekommen, warum mich Divergent, und nunmehr auch Insurgent, nicht wirklich begeistern können und ich mit den Charakteren nicht warm werde. Hah, wozu Putzen nicht alles gut sein kann? ;) 

Erst einmal zu den positiven Sachen bei der Geschichte: 

Das wäre zum einen der Erzählstil der Autorin, der ist nämlich schön flüssig und man kann gut darin versinken. Was als Nächstes noch das Lesen erleichtert ist die große Schrift und die großen Zeilenabstände (man soll ja nicht sagen, dass ich sowas nicht zu schätzen weiß *hust*). Und dann die Grundidee. Diese ist gut und hat definitiv Potential. Meiner Ansicht nach sogar noch zu etwas mehr als hier genutzt wurde. Ich wüsste jedenfalls, worauf ich mehr eingehen würde. 

Und jetzt zu den Sachen, die mir nicht gefallen: 

Einerseits wäre da der geringe Detailreichtum. Jepp, die geringe Menge an Details und Hintergrundinformationen macht mich rasend und wahnsinnig. Ein Beispiel dafür ist z.B. die Geschwisterbeziehung zwischen Tris und Caleb. Wie da gibt es nichts, meint ihr? Oh, doch da gibt es was. Die beiden, so laut Beginn der Geschichte, sind angeblich 16 aber keine Geschwister. So, jetzt rechnet mal nach, wie da der Hase geflitzt sein muss, wenn bei einem Menschen die Schwangerschaft 9 Monate dauert. Hm. Na? Genau, entweder die beiden haben nicht dieselbe Mutter/denselben Vater oder sie sind innerhalb eines Jahres im Zeitraum dessen geboren, dass sie vor bzw. nach einem bestimmten Stichtag zwecks der Auswahltests & Co. liegen. Aber wird das erwähnt? Wird erwähnt, wann diese Tests erfolgen? Nein! *ggrrrr* 

So, und nun das Regierungssystem. Wie läuft das ab? Wer hat bestimmt, dass die Abnegation (was übrigens erst in Band 2 so richtig klar wird) die Regierungsfreaks sind? Warum wurde nicht aus jeder Fraktion ein Abgeordneter gewählt? Warum gibt es Fraktionslose, wenn sich das System mit den Fraktionen doch so bewährt hat? Wie ist es zu diesem System genau gekommen? Hat die Stadt, in der Tris lebt, Kontakt zu anderen Städten mit ähnlichen Regierungssystemen? Warum stellt sie niemand, aber auch wirklich niemand, diese Frage? Warum sind die Amity die einzigen, die außerhalb der Stadtgrenze leben? Was liegt hinter der Gemeinschaft der Amity? 

Und ja, ich weiß, ich nörgel ganz schön, aber da ich auch mit den Charakteren nicht so wirklich warm werde, weil ich Tris nicht einschätzen kann, weil es über sie ebenfalls zu wenig Hintergrund gibt. Ich meine, es ist wirklich schon ausgesprochen merkwürdig, dass sie innerhalb weniger Wochen eine ausgesprochen gute Kämpferin wird und innerhalb der Initiationstests den ersten Platz belegt, doch wie war ihr Leben vorher – genau? Nicht bloß oberflächlich angekratzt. Warum haben ihre Eltern nie über sich selbst gesprochen? Ich meine, man kann es ja nicht als selbstbezogen bezeichnen, wenn man seinen Kindern aufzeigt, woher man kommt und wer sie eigentlich sind, oder? Und warum werden die Fraktionen so strikt getrennt? Was sind die Divergent genau? Ich meine, dass sie Simulationen durchbrechen können, wissen wir ja mittlerweile, aber was können sie noch? Irgendwas muss es doch da geben, was sie so gefährlich für die Eruditen macht, oder? Das nagt irgendwie alles an mir und ich bin mit der Umsetzung der Story gar nicht zufrieden. *seufz* Weswegen mir wahrscheinlich Band 2 auch überhaupt keinen Spaß macht. 

Zumal ich gerade bei einer Szene bin, wo ich mir denke, dass die beiden – also Tris und Four –sich hätten denken, dass einfach reinspazieren nicht ist bei den Candor. *kopfschüttel* 

Ok, während ich versuche, mir Mut angedeihen zu lassen, das Buch nicht abzubrechen (ich bin echt versucht), werde ich mich jetzt erst mal unter eine warme, entspannende Dusche werfen und danach die Informationen, um die mich eine Freundin gebeten hat, raussuchen. Vielleicht bin ich dann schon wieder etwas mehr weg vom Frustrationsteppich. ;) 

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Leseabend. 

Eure animasoul

Kommentare:

  1. Du liest die Reihe ja richtig flux weg! Mir stand gestern der Mund offen, weil deine Tips (wenn ich mich Recht erinnere) 1:1 zur Story passten. Bist du einfach gut, oder war das Buch zu vorhersehbar ;-)

    Ich bin gespannt, was du zu "Insurgent" und v.A. dem Ende sagst. Ich fand den zweiten Band jetzt nicht soo toll, was hauptsächlich an Tris lag. Die Flucht hält auf alle Fälle noch die ein oder andere Überraschung bereit und ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

    Liebe Grüße und einen schönen Ostersamstag,
    Kermit

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    1. Die Flucht fand ich jetzt dämlich - jedenfalls wie sie in das Candor-Hauptquartier einmarschieren und denken, sie werden mit offenen Armen empfangen. Stupid! *Kopf schüttel*

      Und dann als Tris sich selbst opfern will, ohne dabei an die Gefühle ihrer Freunde - oder besser an die von Four - zu denken, fand ich schon sehr selbstbezogen, auch wenn es als selbstlos dargestellt wird. Letztendlich will sie ja sterben - bis sie eben wirklich sterben soll. Und die Sache mit den Fraktionslosen war doch wohl so offensichtlich, dass sie einen beißt oder? Und das Fours Mutter nun einmal nicht tot ist, war auch klar, sonst würde er sich ja nicht davor fürchten, sie zu töten. *seufz* So viele Sachen, so offensichtlich und dann doch diese Lieblosigkeit im Detailbereich. T___T

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    2. Du Arme, du hast ja unter den Büchern richtig doll gelitten *pat* Und ich dachte mir wären einige Sachen auf den Geist gegangen, aber für dich war das noch viel Schlimmer. Ich glaube du hast so ziemlich die komplette Story vorausgeahnt, oder? Magst du vielleicht einen Tip für Allegiant abgeben *g*?

      Hoffentlich konnte dich deine nächste Lektüre wieder mehr fordern und hat dir Spaß gemacht! Mit dem Finale wirst du dir dann noch ein bisschen Zeit lassen, oder?

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  2. Ich hätte mir eigentlich schon denken können, dass das nicht für dich sein wird, weil du ja wirklich immer auf die Details achtest bzw. die die automatisch auffallen und in Erinnerung bleiben. Oder wie in diesem Fall halt, dass sie fehlen.
    Trotzdem bist du verflucht schnell durch die Bücher gekommen ;)

    Ich wünsche dir noch einen schönen & gemütlichen Abend :)

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    1. Und nun bin ich bei Band 3. Du weißt ja, ich lass es ungern auf mir sitzen, etwas nicht zu beenden. *gg* Auch wenn mich die fehlenden Details ärgern, haben sich die Bücher erstaunlich gut lesen lassen. DAS muss man der Autorin einfach mal lassen. ^^

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  3. Drei Bücher ist ja eh schon eine stolze Zahl!
    Bei Divergent bin ich sehr unschlüssig, ob ich es lesen will.Einiges, das ich darüber höre, klingt toll, anderes nicht so. Aber mir kommt es so vor, dass Jugendystopien allgemein oft sehr wenige Erklärungen zum System/Details der Gesellschaft bieten.

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    1. Möglich. Ich habe jetzt etwas über ein Jahr Pause mit Dystopien gemacht, weil der Überschwamm daran mich fast erdrückte. ;)

      Aber dieser Detailmangel fällt einem, glaub ich, auch nur auf, wenn man sich genauer damit befasst oder - wie bei mir - an einem nagt. ^^'

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  4. Ich kann mich auch über solche Sachen aufregen, wenn mir der Rest der Geschichte nicht genügend Ablenkung oder Ausgleich bietet, damit ich solche Auslassungen verzeihen kann. Ich hoffe, du hattest trotzdem gestern Abend noch etwas Spaß - im Zweifelsfall mit einem anderen Buch! :)

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    1. Oh, dass ich nicht komplett bei "Insurgent" absaufe, hatte ich dann einer Freundin zu verdanken, die mal zu einem anderen Buch eine Nachfrage hatte, die ich selbst einmal nachlesen musste. Und da hatte ich dann schon wieder riesige Lust, die Kate Daniels Bücher rauszukramen. *hust* Mich dann aber dagegen entschieden, weil ich bei denen bestimmt kleben geblieben wäre. Curran und Derek sind einfach Schnuckis. ;)

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  5. Also auf manche der Fragen kann ich dir antworten.
    Die Abnegation sind für die Regierung verantwortlich, weil sie als selbstlos und unbestechlich gelten und deshalb nicht für sich selbst das beste wollen, sondern für alle anderen. Die anderen Fraktionen würden nach Buchlogik alle nur das tun, was für sie selbst die meisten Vorteile bringt.
    Die Fraktionslosen sind die, die nicht in die Fraktionen reinpassen, weil sie bestimmte Eigenschaften nicht besitzen. Das System funktioniert ja nur, wenn auch wirklich jeder da ist, wo er "reinpasst".
    Das System kommt daher, dass verschiedene Eigenschaften immer wieder für Krieg verantwortlich gemacht wurden, also haben z.B. diejenigen, die Lügen verantwortlich machten, Candor gegründet, die die Egoismus als Grund sahen Abnegation, etc.
    Wegen den Divergent: Die Erudite möchten alles wissen und kontrollieren können, und die Fraktionen sorgen ja dafür, dass alle praktisch nach Eigenschaften und Denkweisen geordnet sind, sodass man immer vorausahnen kann, wie sie denken und handelt. Weil die Divergent aber nicht nur eine einzige Eigenschaft haben, die sie auszeichnet, können sie nicht wissen, was sie als nächstes tun werden. Das Problem ist also fehlende Kontrolle.

    Das wurde so aber eigentlich alles im Buch erklärt. ;)

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    1. Danke, Jacquy. Soweit habe ich das dann auch mitbekommen. Es ging mir nur um den tieferen Sinn und die Details. Z.B. da ja alles auf einem Gleichheitsprinzip aufgebaut sein soll, aber letztendlich verstößt es ja gegen dieses Prinzip, wenn nur eine Fraktion die Regierung widerspiegelt.
      Die Fraktionslosen sind aber nicht immer fraktionslos, weil sie angeblich in keine andere Fraktion passen, sondern weil sie sich selbst dafür entscheiden. Und manchmal sind sie es auch, weil sie die Tests nicht bestehen, die wiederum - in meinem Sinnbild - gegen das Gleichheitsprinzip verstoßen. Wobei mich die Einteilung in Fraktionen generell stört, weil das wäre als wenn ich jemanden in eine Schublade stecken würde und er/sie nur dort hineinpasst. Was aber so nicht sein kann, weil jeder Mensch individuelle anders ist.

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    2. Wenn sie die Tests nicht bestehen, ist das doch ein Zeichen dafür, dass sie nicht in die Fraktion passen.
      Die Einteilung in die Fraktionen ist ja genau das, was kritisiert werden soll. ;) Dystopien stellen ja immer eine Gesellschaft dar, die sich ins negative entwickelt hat. Und im Laufe des Buches stellen die Charaktere dann ja fest, dass es so nicht funktioniert, obwohl es vorher als perfekte Lösung galt. Also das ist ja dann genau die Absicht des Buches, dass das System nicht gut ist.

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    3. Ich kritisiere ja nicht die Kritik an sich, nur dass sie etwas detailreicher hätte ausfallen können. So wirkt manches einfach noch etwas unausgeklügelt. Und im Übrigen ist kein System perfekt. ;)

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