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[Review] Taylor, Keary – Branded (Fallen of Angels #1)


eBook
Format: Kindle Edition
Erschienen: 2010
Sprache: Englisch
Seiten: 376
Verlag: Keary Taylor Book, INC
ISBN: 978-1450572378
Preis: 0,00 €
Übersetzung: Gebrandmarkt
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 






About the author:
Keary Taylor grew up in the foothills of the Rocky Mountains where she started creating imaginery worlds and darin characters who always fell in love. She now resides on a tiny island in the Pacific Northwest with her husband and their two young children. She continues to have an overactive imagination that frequently keeps her up at night.

Description:
Jessica’s had the nightmares for as long as she can remember. Nightmares of being judged for people who have died, of being branded by the angels. Her friends and family think she’s crazy because of it all. Yet she carries the mark of the condemned, seared into the back of her neck, and hides it and herself away from the world. 

But when two men she can’t ignore enter her life, everything changes, including the nightmares. The two of them couldn’t be more different. She will do anything to be with one of them. Even tell him the truth about angels, why she never sleeps, and the scar on the back of her neck. But one of the two has set events into motion what will pull her toward her own judgment and turn her into the object of her greatest fear. 

My View:
Was kann man von einem Buch erwarten, an das man so gar keine Erwartungen hat, weil man es einfach nicht einschätzen kann? Ehrlich gesagt, habe ich mir diese Frage nach dem Lesen auch gestellt und bleibe dabei, dass ich nach wie vor keine Erwartungen hätte. 

Diese nicht vorhandene Erwartungshaltung hat sehr viel mit der Buchbeschreibung an sich zu tun und andererseits auch wieder mit dem Werk. Es gibt so viele Fragen, die sich mir schon beim Lesen des Klapptextes stellen, dass ich umso verwirrter war, als ich das Buch anfing. Denn es gibt ein paar Aspekte, die so nicht passen und interessanter aufgebauscht werden, als sie letztendlich erzählt werden. 

Als ich mit dem Buch anfing, war ich so verwirrt, weil hier die Ich-Erzählform gewählt wurde und anders, als man es von anderen Werken kennt, wirkte es nicht strukturiert. Es wirkte vollkommen durcheinander und ich wusste nicht, mit was für einem Charakter ich es eigentlich zu tun hatte. Die Gedankengänge, die die Protagonistin durchlebt hatte, waren nicht nachvollziehbar. Sie sprang von Beginn an von einem Gedanken zum anderen und von einer Gefühlslage in die nächste. Mal grundsätzlich einfach mit einer Situationsbeschreibung anzufangen, wäre sicherlich viel zu einfach gewesen. Aber lange muss man ja schließlich nicht warten, bis die Erklärungen kommen, warum Jessica, die Protagonistin, Schlaf meidet. Das warum ist kein Geheimnis und wird sogar schon in der Buchbeschreibung erwähnt. 

Neben diesem sehr verwirrenden und wenig gelungenem Einstieg in Jessicas Geschichte gibt es im Bereich Handlung wenig zu sagen. Das, was passiert, ist vorausschaubar und wenig bis gar nicht überraschend. Die Geschichte wird auch relativ monoton erzählt, sodass man wenig szenischen Wechsel hat. Dies sorgt dafür, dass die Geschichte wesentlich langsamer vorangeht und gleichzeitig eine gleichbleibende Konstanz bildet, die wenig Raum für abweichende Handlungen hat. So passiert nach dem Auftauchen der beiden Herren – Alex und Cole – eigentlich gar nichts. Es gibt keine spektakulären Geschehnisse, die jetzt darauf schließen lassen, dass irgendwas (dramatisches) passiert. Das Einzige, was passiert, hat mit Jessicas Nachbarin und Freundin Sal zu tun, aber da kann man sich auch gleich denken, was Phase ist. Also keine Überraschung. 

Aber bevor ich hier nur an der Geschichte mäkeln tu, da gut ¾ das Buches wesentlich kürzer gefasst hätten werden können (oder übersprungen), muss ich schon zugeben, dass es gerade zum Ende hin doch noch einen kleinen Spannungsbogen gibt, der die Story noch interessant macht. 

Zudem mochte ich auch die Beziehungsentwicklung zwischen Alex und Jessica. Diese war wesentlich ruhiger und nicht so kitschig, wie man sie aus vielen anderen Jugendbüchern bzw. Young Adult-Büchern mit fantastischen Elementen kennt. Und auch im Gegensatz zu diesen, springen diese nicht in dem Sinne zusammen ins Bett, wie man das sonst auch kennt. Einziges Problem, was ich mit dieser Art der Beziehungsentwicklung hatte, war, dass die Gefühle der beiden nicht zum Tragen kamen. Man hat als Leser kein Kribbeln, Knistern oder ähnliches gespürt. Da kam im Erzählstil der Autorin leider nichts für mich rüber. 

Auch bei den Charakteren passiert so gut wie fast nichts. Die Charaktere, die man kennenlernt, bleiben überschaubar. Da ist Jessica, die 20-jährige Protagonistin, die man mit der Zeit immer besser kennenlernt, die aber so gut wie keine Entwicklung durchlebt. Bei ihr gibt es nur die Devise, abhauen oder zusehen, was passiert. Sie ist keine Kick-Ass-Heldin, wie sie viele mögen, aber sie ist mir persönlich dann wieder zu passiv. Es muss nicht unbedingt Kick-Ass sein, aber ein wenig mehr Aktivität hätte Jessicas Charakter sicher nicht geschadet. Welche 20-jährige begnügt sich schon mit einem wöchentlichen Yoga-Kurs als einzigste Unterhaltung?

Neben Jessica gibt es nur eine geringe Auswahl an Nebencharakteren. Da wäre der 23-jährige Alex, der quasi mit Jessica unter einem Dach lebt, der 26-jährige Cole, der in eines der Nachbarhäuser eingezogen ist, sowie Sal, die beste Freundin und Nachbarin von Jessica, die es wirklich nicht einfach hat, und letztendlich noch Emily, Jessicas Yoga-Lehrerin und später auch Freundin. Auch bei diesen erfolgt keine große Entwicklung und die Geheimnisse der jeweiligen Charaktere werden eigentlich alle zum Ende hin (fast) vollkommen aufgelöst. 

Am Ende des ersten Bandes der Fallen of Angels Serie gibt es keinen Cliffhanger. Jedenfalls ist es für mich in sich abgeschlossen. Ich könnte jetzt weiterlesen, fühle mich allerdings trotz der guten Grundidee und der verarbeiteten Thematiken wie Liebe, Freundschaft, Vertrauen und der Frage, was nach dem Tod kommt nicht dazu angesprochen, weiterzulesen. Dafür war die Story für mich zu monoton und die Heldin zu passiv. 

Bewertung:
Wer monotone und passive Heldinnen mag und auf wenig Spannung im Handlungsbereich steht, fühlt sich in dieser Geschichte sicher recht wohl. Für mich persönlich waren das Punkte, die man hätte anders umsetzen können. Die Story hat an verschiedenen Punkten gerade förmlich danach geschrien, dass man sie etwas anders umsetzt, damit mehr Bewegung in die Sache kommt. Aber da das leider nicht der Fall war, kann ich für mich gesehen, dass Buch nicht mehr als nur durchschnittlich bewerten. 




 




Bücher der Reihe:
  1. Branded
  2. Forsaken
  3. Vindicated
  4. Afterlife (Kurzgeschichte)

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