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[Review] Clare, Cassandra – City of Fallen Angels (The Mortal Instruments # 4)



About the author:
Cassandra Clare is the #1 New York Times bestselling author of the Mortal Instruments series and the Infernal Devices trilogy. She was born overseas and spent her early years travelling around the world with her family and several trunks of books. Cassandra lives in western Massachusetts with her husband, their cats, and these days, even more books. 

Description:
The Mortal War is over, and Clary Fray is back home in New York, excited about all the possibilities before her. She’s training to become a Shadowhunter and to use her unique power. Her mother is getting married to the love of her life. Downworlders and Shadowhunters are at peace at last. And – most important of all – Clary can finally call Jace her boyfriend.
But nothing comes without a price.
Someone is murdering the Shadowhunters who used to be in Valentine’s Circle, provoking tensions between Downworlders and Shadowhunters that could lead to a second bloody war. Clary’s best friend, Simon, can’t help her. His mother just found out that he’s vampire and now he’s homeless. Everywhere he turns, someone wants him on their side – along with the power of the curse that’s wrecking his life. And they’re willing to do anything to get what they want. At the same time he’s dating two beautiful, dangerous girls – neither of whom knows about the other.
When Jace begins to pull away from Clary without explaining why, she is forced to delve into the heart of a mystery whose solution reveals her worst nightmare: She herself has set in motion a terrible chain of events that could lead to her losing everything she loves. Even Jace. 

My Thoughts:
Vor vielen Jahren habe ich bereits den ersten Zyklus der Mortal Instruments Reihe auf Deutsch gelesen und war absolut begeistert. Ich mochte die Kombination aus Action, eine Prise Romantik und eine längere, im Hintergrund verlaufende Handlung, die etwas Großes verspricht. Für mich war das unglaublich faszinierend und dementsprechend war meine Neugierde auf den zweiten Zyklus so groß, dass ich das Erscheinen der deutschen Ausgabe nicht abwarten konnte und mir bereits die englische Ausgabe vorbestellte.

Und was soll ich sagen? Das Cover der englischen Ausgabe ist einfach viel schöner. Ich liebe diesen metallischen Touch, der lässt sich einfach klasse anschauen. Und auch vom Lesen her nimmt sich die englische Ausgabe wenig zur deutschen. Beide lassen sich unglaublich gut lesen, weswegen die Umstellung für mich kein Problem war. 

Die Erzählung ist sehr schön flüssig, wodurch man in einen angenehmen, stetigen und tranceähnlichen Lesezustand verfällt, der einem das Gefühl gibt, die Geschichte in einem Rutsch durchlesen zu können. Das ist etwas, was ich bei den Geschichten von Cassandra Clare wirklich sehr zu schätzen gelernt habe. Allerdings ist hier die Erzählung geteilt. Wir haben nicht nur einen Erzähler vorliegen, der die Geschichte aus Clarys Perspektive erzählt, sondern auch noch verschiedene andere Erzähler. Dadurch wirkt die Geschichte etwas anders, als man sie aus den ersten drei Bänden kennt. Es gibt der Handlung dadurch einen gewissen Handlungsspielraum. Allerdings liegt darin auch die Gefahr, dass zu viel preisgegeben wird und das Leseerlebnis durch zu viel Offenbarungen getrübt wird. Das ist hier zeitweise der Fall, weswegen das Buch nicht ganz mit den Erwartungen konformging, die ich selbst an es gestellt hatte. 

Ein weiterer Aspekt, der mich störte, war die nunmehr vorgenommene Schubladen-Charakterisierung. Das wirkte wie eine Instant-Suppe in Buchform. Alles war bis zu einem gewissen Maß vorgeschrieben in Form und Geschmack. Die Figuren, insbesondere die sechs zentralen Figuren, einschließlich Clary, waren dermaßen mit dominanten Eigenschaften in Schubladen gesteckt worden, dass ich ab und an mit dem Kopf liebend gern gegen eine Wand gelaufen wäre. Alec, der sonst als ein bisschen zickig rüberkam, war jetzt ein Schmusekater mit extremen Eifersuchtsproblemen, Isabelle war total emo, aus Simon wurde ein absoluter Womanizer, Clary hat ihre Selbstständigkeit eingebüßt und wurde unentschlossen. Jace hingegen blieb ein ziemlich introvertiertes Arschloch, allerdings ist diesem der sonstige Humor abhandengekommen. Magnus hingegen war wieder zauberhaft. Ich liebe diese Figur. 

Neben den sonst bekannten Figuren tauchen ein paar neue Nebenfiguren auf, die sehr für Trouble sorgen. Die einen mehr als die anderen. 

Ebenfalls fehlte mir in Band 4 etwas die Action. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nur so vor sich hin verläuft, ohne dass wir mal wirklich tolle Szenen von Jace und Clary zu sehen bekommen bzw. richtig klasse Kampfszenen um die Ecke kommen. 

Ein Beispiel dafür, dass es nicht eine wirklich tolle Szene gibt zwischen Jace und Clary ist die Tatsache, dass eine dieser wirklich potentiellen Szenen dadurch kaputt gemacht wurde, dass Jace Clary mit einem Messer angegriffen hat und sie gleich meinte, dass er so etwas niemals tun würde und er deswegen von einem Dämon besessen sein müsste… Äh, bisschen dolle blind das Mädel, oder? Welches Mädel würde dann keinen Aufstand machen, sondern darauf schließen, dass ein Dämon dahintersteckt? Ehrlich, in diesem Punkt habe ich wirklich das Gefühl, dass Clary als dumme Pute dargestellt wird, die kein Selbstwertgefühl besitzt. Nicht gerade ein Frauenbild, dass ich mir für ein Jugendbuch wünsche. 

Die mangelnde Action macht sich auch noch in einem fehlenden Showdown bemerkbar. Diesen habe ich wirklich sehr vermisst. Der Endkampf war so lahm, dass man ihn auch hätte weglassen können. Da hat man in den vorherigen drei Bänden wesentlich mehr Spannung und Action gehabt, als in diesem vierten Band, der schon leicht enttäuschende Züge trägt. Dennoch gebe ich die Hoffnung für die letzten beiden Bände nicht auf, die sich bereits in meinem Regal ungelesen tummeln. ;)

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