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[Review] Kane, Stacia – Chasing Magic (Donwside Ghosts #5)



About the author:
Stacia Kane has been a phone psychic, a customer service representative, a bartender, and a movie theatre usher, and she thinks that writing is more fun than all of them combined. She wears a lot of black, still makes great cocktails, likes to play music loud in the car, and thinks Die Hard is one of the greatest movies ever made. She believes in dragons and the divine right of kings, and is a fervent Ricardian. She lives outside Atlanta with her husband and their two little girls. 

Description:
A DEADLY HIGH

Magic-wielding Churchwitch and secret addict Chess Putnam knows better than anyone just how high a price people are willing to pay for a chemical rush. But when someone with money to burn and a penchant for black magic starts tampering with Downside’s drug supply, Chess realizes that the unlucky customers are paying with their souls—and taking the innocent with them, as the magic-infused speed compels them to kill in the most gruesome ways possible. 

As if the streets weren’t scary enough, the looming war between the two men in her life explodes, taking even more casualties and putting Chess squarely in the middle. Downside could become a literal ghost town if Chess doesn’t find a way to stop both the war and the dark wave of death-magic, and the only way to do that is to use both her addiction and her power to enter the spell and chase the magic all the way back to its malevolent source. Too bad that doing so will probably kill Chess—if the war doesn’t first destroy the man who’s become her reason for living. 

My Thoughts:
Hätte ich die Hoffnung mit Ende von Band 4 begraben sollen und die Finger vom bisher letzten Band lassen sollen? Möglicherweise, denn ich hätte nicht gedacht, dass man bestimmte – für mich negative – Aspekte noch steigern kann. 

Meine bisherigen Kritikpunkte kann ich leider nur aufrechterhalten. An dem Worldbuilding lässt sich nichts ändern, das ist nun einmal vorgegeben und ist die gesetzte Welt, in der die Geschichte von Chess Putnam spielt. Ich muss die Widersprüche nicht mögen, aber sie immerhin widerwillig akzeptieren. Und soweit es geht habe ich das auch. 

Womit ich weniger Erfolg habe, mich anzufreunden, ist immer noch der sprachliche Slang-Gebrauch in den Dialogen, in denen Bump und Terrible vorkommen. Dieser ist und bleibt einfach grausig. Das nervige Zurückblättern und Lesen, weil einfach die Dialoge keinen richtigen roten Faden haben bzw. so unverständlich vom Dialog her sind, sorgt schon für einen gravierenden Einschnitt im Lesevergnügen. 

Das Bild, welches Chess als relativ erfolgreiche "Kirchen-Hexe" verbreitet, und damit das Gesamtbild eines positiven und teilweise romantisierten Drogenmissbrauchs, finde ich einfach nur kritikwürdig. Es ist für mich nicht in Ordnung, wenn andere Charaktere derartige negative Entwicklungen unterstützen und sogar für den schlimmsten Fall vorbereitet sind. Denn Chess‘ Entwicklung erreicht einen Punkt, den man nur als lebensmüde bezeichnen kann. Für mich ist damit auch ein Punkt erreicht, nämlich der, dass ich nur ein Ende für diese Reihe erwarten würde, wenn ich mich dazu entschließen würde, den irgendwann mal erscheinenden Band 6 zu lesen. Mit dieser Entwicklung erreichen auch andere Charaktere eine gewisse Grenze. So z.B. Terrible. Diesen habe ich als stärker empfunden und wird nun als sehr schwach wiedergegeben in seiner Äußerung kurz vor dem großen Showdown, dass ich mich frage: warum? Warum baut eine Autorin eine solche Welt mit solchen Charakteren auf, nur um sie wieder zu zerstören? 

Die Handlung ähnelt wieder dem typischen Schema aus Verflechtung von Haupt- und Nebenhandlung. Dieses Mal gelangt allerdings wirklich das Private etwas mehr in den Fokus, da die Protagonistin sich hier einigen Veränderungen stellen muss. Allerdings bietet die Verflechtung auch hier wieder den einen oder anderen Twist, der am Endresultat, was wenig überraschend ist, nichts ändert. Denn es ist frühzeitig klar, wer hier der Bösewicht ist – schon wieder. 

Trotz all der Kritik, die ich immer wieder an dieser Reihe übe, finde ich die Grundidee einer Antiheldin als Protagonistin und Heldin (!) immer noch sehr gut und auch mutig. Nur für mich ist bedauerlicherweise die Art und Weise der Umsetzung vom ersten bis zum fünften Band immer wieder sehr schmerzlich gewesen. Ich bin nämlich immer noch der Auffassung, dass man für junge Frauen/Mädchen nicht unbedingt ein solch negatives Frauenbild vermitteln sollte, von einer drogenabhängigen Frau, die sich für ihre Drogen ab und an auch prostituiert oder anderweitig verdingt. Traurig finde ich auch, dass sich Chess nicht weiterentwickelt – in eine positive Richtung. Die Steigerung ihrer negativen Aspekte kann und will ich nicht als Entwicklung ansehen, weil sie nur ein natürliches Maß darstellen. Ebenfalls finde ich es unglaublich traurig, dass keiner der ihr so wichtigen Nebencharaktere einen positiven Einfluss auf sie ausübt, sondern alle bereit sind, ihre negativen Attitüden zu tolerieren und sogar zu unterstützen, was man nur mit einem Kopfschütteln hinnehmen kann. 

Wer meine Kritikpunkte ebenfalls als kritisch ansieht, sollte lieber die Finger von dieser Reihe lassen. Ich kann aber auch nachvollziehen, bis zu einem bestimmten Grad, wenn jemand so begeistert ist, dass er das gar nicht nachvollziehen kann, sondern diese Reihe richtig klasse findet. Die Grundidee ist wirklich sehr interessant, reicht für mich persönlich aber nicht zur Überzeugung aus.


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