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[Review] Kane, Stacia – Unholy Magic (Downside Ghosts #2)



About the author:
Stacia Kane has been a phone psychic, a customer service representative, a bartender, and a movie theatre usher, and she thinks that writing is more fun than all of them combined. She wears a lot of black, still makes great cocktails, likes to play music loud in the car, and thinks Die Hard is one of the greatest movies ever made. She believes in dragons and the divine right of kings, and is a fervent Ricardian. She lives outside Atlanta with her husband and their two little girls. 

Description:
ENEMIES DON’T NEED TO BE ALIVE TO BE DEADLY.

For Chess Putnam, finding herself near-fatally poisoned by a con psychic and then stopping a murderous ghost is just another day on the job. As an agent of the Church of Real Truth, Chess must expose those looking to profit from the world’s unpleasant little poltergeist problem—humans filing false claims of hauntings—all while staving off any undead who really are looking for a kill. But Chess has been extra busy these days, coping with a new “celebrity” assignment while trying on her own time to help some desperate prostitutes. 

Someone’s taking out the hookers of Downside in the most gruesome way, and Chess is sure the rumors that it’s the work of a ghost are way off base. But proving herself right means walking in the path of a maniac, not to mention standing between the two men in her life just as they — along with their ruthless employers — are moving closer to a catastrophic showdown. Someone is dealing in murder, sex, and the supernatural, and once again Chess finds herself right in the crossfire.

My Thoughts:
"Unholy Magic", der zweite Band der Downside Ghosts Reihe, ähnelt in gewissen Aspekten – positiven wie auch kritischen – dem ersten Band sehr. Auch hier tat ich mich ungemein schwer, mir eine Meinung zu der Geschichte zu bilden. Doch leider kann ich mich hier auch wieder nur den Kritikpunkten zum Vorgängerband anschließen. 
 
Das Worldbuilding ist gesetzt, ob ich das nun gutheiße oder nicht. Dennoch ist es immer noch ein Teil dessen, was mein Lesevergnügen trübt – dieses unbändige widersprüchliche Weltbild, was einfach unharmonisch und viel zu eingeengt wirkt. Wirklich sehr schade, da ich nach wie vor die Idee, eine Antiheldin zur Protagonistin und gleichzeitig auch Heldin zu erheben, gut finde. Gerade der Punkt, dass Chess als Protagonistin alles andere als perfekt ist und eben ihre Fehler hat, finde ich wirklich gut. Aber ich denke, dass man hierfür auf Dauer auch eine andere Lösung hätte finden können – mit einer Protagonistin, die nicht halb so statisch ist wie Chess. Chess ist leider sehr statisch und entwickelt sich weder im ersten noch im zweiten Band weiter. Im Gegenteil, ihr Hang zum Selbstzerstörerischen steigt. Ebenso sinkt ihr Selbstwertgefühl und der Drang dessen, dass sie sich für ihre Drogen prostituiert. Dies ist wieder einer der Punkte, die ich einfach kritisieren muss. Ich kann es einfach nicht schönreden, wenn man hier eine solche Frau, die sich nicht positiv entwickeln kann und will, derart in Szene setzt und es romantisiert, dass sie ein Junkie ist und sich für ihre Drogen verkauft – mit sexuellen Diensten als auch ihren beruflichen Qualifikationen. 

Ebenso stört mich nach wie vor, dass der Slang-Sprachgebrauch in Dialogen mit Bump oder Terrible degenerativ und billig ist. Ich mag Terrible als Charakter unheimlich gern und ich finde, dass er definitiv etwas Besseres als Chess verdient, weil er eben auch unheimlich smart und stark wirkt. Chess wirkt trotz ihrer sehr guten Ausbildung eher dumm und handelt manchmal einfach ohne Nachzudenken, was sie in ziemlich knifflige Situationen bringt. Ganz besonders in verzwickte Situationen mit Lex. 

Der Handlungsrahmen an sich ähnelt vom Prinzip her bereits dem des ersten Bandes. Es wird eine Haupt- und Nebenhandlung aufgebaut, wobei letztendlich beide sich an einer Kreuzung treffen und verschmelzen. Chess wird wieder für ihre Dienste belohnt – allerdings steht am Ende die Frage offen: mit oder ohne Terrible an ihrer Seite? 

Chess‘ Drang sich um eine Beziehung zu bemühen mit Terrible bzw. mit Lex und diese auf einem loyalen Wege fortzuführen, wirken unrealistisch und nicht überzeugend. Sie zeigt Gefühle für den einen, zerstört aber dieses Bild gleich, indem sich bei der nächstbesten Gelegenheit gleich seinem Gegenspieler an den Hals wirft. Es ist für mich immer noch fraglich, wie Chess ohne Terrible und Lex in ihrem Leben zuvor zurechtgekommen ist. Sie ist einfach ein schwacher Charakter, der hin und wieder gern vor den gefährlichen Aufgaben, die das Hexe sein mit sich bringt, weglaufen würde. Weglaufen würde sie auch gern vor sich selbst und ihren Gefühlen, denn mit beidem ist sie nicht im Reinen. 

Es ist schwierig einzustufen, ob man nach Band 2 immer noch weiterlesen sollte, wenn man jetzt schon total unzufrieden ist mit den (nicht vorhandenen) Entwicklungen in der Geschichte. Aber – so wie ich – ein klein wenig davon angefixt war, wie es mit Chess und Terrible weitergeht, der wird sicherlich versuchen, Band 3 eine Chance zu geben. Wen allerdings meine obigen Kritikpunkte genauso stören wie mich und der findet, dass das Beziehungsdrama um Terrible, Lex und Chess viel zu schwach ausgebaut ist, sollte definitiv die Finger von Band 3 lassen. Denn, ob es besser wird, darf man wohl zurecht bezweifeln…

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