[Review] Cole, Kresley – Endless Knight (Arcana Chronicles #2)


About the author:
Kresley Cole is the #1 New York Times and Publishers Weekly bestselling author of the Immortals After Dark paranormal series. Her IAD books have been translated into seventeen foreign languages, garnered two RITA awards, and consistently appear on bestseller lists in the United States and abroad. Poison Princess is her first young adult novel. 

Description:
Shocking secrets

Evie has fully come into her powers as the Tarot Empress, and Jack was there to see it all. She now knows that the teens who've been reincarnated as the Tarot are in the throes of an epic battle. It's kill or be killed, and the future of mankind hangs in the balance.

Unexpected allies 

With threats lurking around every corner, Evie is forced to trust her newfound alliance. Together they must fight not only other Arcana, but also Bagmen zombies, post-apocalyptic storms, and cannibals. 

Gut-wrenching treachery

When Evie meets Death, things get even more complicated. Though falling for Jack, she's drawn to the dangerous Endless Knight as well. Somehow the Empress and Death share a history, one that Evie can't remember - but Death can't forget... 

My Thoughts:
Ich finde es immer wieder faszinierend, dass man als Leser doch hier und da an Reihen hängen bleibt, obwohl einen der erste Band nicht überzeugen konnte. Eine solche Reihe ist nämlich auch die Arcana Chronicles Serie von Kresley Cole.

Nachdem ich Band 1 eher durchwachsen betrachte, komme ich einfach nicht umhin die Reihe zu umgehen. Die Geschichte um Evie und Death interessiert einen nun doch. Und mit "Endless Knight" findet eine Verwischung der Grenzen von Gut und Böse statt. Während man zuerst den Eindruck hat, dass die Tarotkarte "Death" auch Böses verspricht, wird man schnell eines Besseren belehrt. Death ist alles andere als böse; ich persönlich empfinde ihn als einen sehr missverstandenen Charakter, auch wenn er wirklich seine Macken hat und nicht perfekt ist, so gibt er der Reihe neben der düsteren Atmosphäre etwas Erwachsenes. Für mich persönlich reift die Reihe mit diesem Charakter weiter. 

Das Weltbild hat sich hier nicht verändert; es ist mir nach wie vor noch zu düster und gewalttätig um als ein Jugendbuch angesehen zu werden. Die Grausamkeiten, die hier beschrieben werden, lassen einem hier und da ein kaltes Schauern durch den Körper huschen. Nicht gerade die Lektüre, die ich einem Jugendlichen ans Herz legen möchte. Zumal hier langsam – trotz all der Kämpfe, der Rivalitäten und des Blutvergießens – die Thematik der Sexualität einfließt. Eine Sache, die hier nicht immer vollkommen ins Bild passt. 

In Band 2 bilden irgendwie Jack, Evie und Death zentrale Charaktere. Das Gesamtbild zentriert sich nämlich irgendwie um diese drei, auch wenn Jack keine Trumpfkarte ist. Neben den bisher bekannten Karten tauchen auch noch neue Arcana auf und langsam lichtet sich das Bild und man lernt fast jede Karte kennen – wenn auch nur vom Namen her. 

Wie schon im ersten Band, kann ich auch im zweiten relativ wenig mit Evie etwas anfangen. Sie ist mir immer noch zu sehr auf sich selbst fixiert und selten zeigt sie wahre Größe. Den einzigen Respekt, den ich ihr zollen kann, ist darin begründet, dass sie es ablehnt, der wahren Natur ihrer Karte die Oberhand zu überlassen. Aber sie selbst gibt in vielen Punkten zu schnell auf und ist stets auf die Unterstützung von Jack, Death oder Mathew angewiesen. Denn trotz all der Gefahren und der veränderten Lebensumstände wirkt sie nach wie vor naiv und unselbstständig. Letzteres hätte man wohl zum Teil einmal reduzieren können. Auch mit Jack werde ich noch nicht zu 100 % warm, was an der mangelnden Kommunikationsbasis liegt zwischen ihm und Evie sowie seinem Drang zur Flasche mit Hochprozentigem zu greifen. 

Das ist etwas, was mich auch an dem Charakterdesign im ersten Band schon gestört hat: der Alkoholismus von Jack, einem Minderjährigen. Es ist unglaublich traurig, wenn man sieht, wie selbstzerstörerisch Jack mit sich selbst und seinem Körper umgeht und dennoch irgendwie es schafft, aus jeder Lebenslage einen positiven Gewinn zu machen. Ein bisschen sehr unglaubwürdig und zum Teil auch einer der Gründe, warum ich es ablehne, diese Reihe als Jugendbuchreihe zu sehen, denn es darf Jugendlichen nicht vorgegaukelt werden, dass Alkoholismus natürlich und normal ist. Jeder Missbrauch von Alkohol ist gefährlich und sollte auch entsprechend thematisiert werden und nicht als bloßer Teil einer Charakterisierung wiedergegeben werden. 

Letztendlich bringt Band 2 nicht wirklich einen Fortgang in der Handlung selbst, sondern zeigt eher einen Rückblick auf dessen, was die Vergangenheit zwischen den Arcana betrifft. Die Verbindung zwischen Evie und Death wird aufgezeigt und auch die emotionale Perspektive von Evie und Jack bleibt nicht ganz unbedacht. Dennoch fehlt mir in gewisser Weise – gerade in der Zeit von Evies Gefangenschaft – etwas die Glaubhaftigkeit dieses Handlungsstranges. Dieser wirkt etwas sehr einfach und unspektakulär und zu künstlich um natürlich in den Fluss der Geschichte zu passen. 

Auch am Ende von Band 2 gibt es wieder einen interessanten kleinen Cliffhanger, der einen Ruf auf Band 3 folgen lässt. Und genau diesem Ruf werde ich folgen, weil es mich einfach interessiert, wie es weitergeht – trotz der Fehler und Macken in Story und Charakterdesign. Um gut unterhalten zu werden, braucht man eben manchmal nicht zu 100% überzeugt zu sein. ;)

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