07.12.2016

[Review] Cole, Kresley – Poison Princess (Arcana Chronicles #1)


About the author:
Kresley Cole is the #1 New York Times and Publishers Weekly bestselling author of the Immortals After Dark paranormal series. Her IAD books have been translated into seventeen foreign languages, garnered two RITA awards, and consistently appear on bestseller lists in the United States and abroad. Poison Princess is her first young adult novel. 

Description:
She could save the world — or destroy it. 

Sixteen year old Evangeline "Evie" Greene leads a charmed life — until she begins experiencing horrifying hallucinations. When an apocalyptic event decimates her Louisiana hometown, killing everyone she loves, Evie realizes her hallucinations were actually visions of the future — and they’re still happening. Fighting for her life and desperate for answers, she must turn to her wrong-side-of-the-bayou classmate: Jack Deveaux. 

But she can’t do either alone.

With his mile-long rap sheet, wicked grin, and bad attitude, Jack is like no boy Evie has ever known. Even though he once scorned her and everything she represented, he agrees to protect Evie on her quest. She knows she can’t totally trust Jack. If he ever cast that wicked grin her way, could she possibly resist him? 

Who can Evie trust? 

As Jack and Evie race to find the source of her visions, they meet others who have gotten the same call. An ancient prophesy is being played out, and Evie is not the only one with special powers. A group of teens has been chosen to reenact the ultimate battle between good and evil. But it’s not always clear who is on which side… 

My Thoughts:
Die Immortals After Dark Serie der Autorin kenne und mag ich auch recht gerne, auch wenn mir nicht jeder Band, den ich bisher davon gelesen habe, zu 100 % gefallen hat. Gerade deshalb war ich ein wenig neugierig geworden auf ihre Jugendbuchreihe – die Arcana Chronicles. 

Der Plot klingt beim ersten Lesen wirklich spannend und dahinter steckt mehr, als man im ersten Moment vermuten mag. Es gibt einige Aspekte, die ich sehr mochte, andere wiederum haben mich vollkommen abgestoßen. 

Einer der Aspekte, die ich wirklich mag und die mich zum Nachdenken anregten, ist die Idee einer postapokalyptischen Welt, die als Spielfeld für die 22 Trumpfkarten eines Tarotkartendeckes dient. Die beschriebene ist Welt ist realistisch, wenn auch mit fantastischen Elementen beschrieben; sie ist düster und zeitweise etwas zu düster, um für mich Teil einer Jugendbuchreihe zu sein. Dafür spielen hier viel zu sehr Tod, Mord und Totschlag eine zentrale Reihe. Auch wenn es durch den spielerisch wirkenden Aspekt der Tarotkarten abgemildert werden sollte, was aber keinesfalls der Fall ist. Im Gegenteil. Die beschriebene Welt und die Fähigkeiten der einzelnen Karten, die zum Töten ausgelegt sind, sind einfach ein Weltbild, das zu düster ist. 

Die Beschreibung der Tarotkarten und die Idee, diesen bestimmte Fähigkeiten zuzuschreiben, finde ich einfach klasse, selbst wenn ich immer noch überlege, von welchem Deck die Autorin sich hat inspirieren lassen: Crowley oder Rider Waite? Für mich klingen die Beschreibungen nach einer Mischung verschiedener Decks, wobei gerade die Beschreibung des Magiers und die ein oder andere Symbolträchtigkeit auf ein Rider Waite-Deck hindeuten. 

Was ich auch mochte, war der Beginn der Handlung. Dieser setzt nämlich mitten in der Handlung ein, und zwar so, dass die Protagonistin selbst ihre Geschichte erzählt – bis zu dem Punkt, an dem sie an ihrer gegenwärtigen Szene angelangt ist. Auch die Einführung der Trumpfkarten nacheinander fand ich sehr gut überlegt. So wurde man als ein tarotunkundiger Leser nicht mit all den Kartennamen und der Fähigkeiten überfordert.

Nun zu einem Aspekt den ich gar nicht mochte: die Protagonistin. Viele werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln und sich fragen, warum ich das Buch überhaupt gelesen habe, wenn ich mit der Protagonistin meine Probleme hatte. Auch wenn ich sie nicht mag, mag ich immer noch die Idee und die Geschichte an sich – irgendwie. Evie als Charakter ist mir aber zu sehr auf sich selbst fixiert; sie ist zu egoistisch und immer nur auf einen Punkt fixiert. Trotz kleinerer Mängel muss man ihr zu Gute halten, dass sie versucht, dem verräterischen Aspekt ihrer Karte nicht die Oberhand zu überlassen und alles niederzumetzeln, was ihr in die Quere kommt. Sie ist zeitweise zu naiv und lässt sich zu sehr von anderen lenken; ihre Eifersucht weckt ein Grundmissvertrauen und wirkt manchmal einfach zu dick aufgetragen. Auch ihr Verhalten Jack gegenüber finde ich zeitweise bedenklich und frage mich, warum er sie nicht einfach unterwegs aussetzt. Wobei, Jack ist auch nicht gerade das Unschuldslamm. Ich glaube, ein Aspekt dafür, warum man auch so fasziniert von unsympathischen Charakteren sein kann ist, dass man a) hofft, dass sie sich ändern und/oder b) weil man sich mit ihren Fehlern und Macken in gewisser Weise identifizieren kann und sehen möchte, wie sie sich im weiteren Verlauf entwickeln. 

Größtenteils wird die Geschichte aus der Erzählerperspektive von Evie erzählt, wird aber hin und wieder auch einmal von einer anderen Erzählperspektive unterbrochen, die in gewisser Weise schon ahnen lässt, wie die Geschichte in Band 1 ungefähr zu Ende gehen könnte. 

Die emotionalen Aspekte werden hier nicht gänzlich unberührt gelassen und die Autorin versucht diese in ihre Erzählung mit einzubinden. Dadurch, dass die dargestellte Welt so düster und grausam ist, bleibt wenig Raum für positive Gefühle und gerade die Beziehungsentwicklung zwischen Jack und Evie bleibt da für mich auf der Strecke. Hier fehlt mir auch in gewissem Maße die kleinen und feinen Aufmerksamkeiten. Statt große Heldentaten hätte man hier nämlich an einer kommunikativen Grundbasis zwischen Evie und Jack arbeiten können. Diese fehlt nämlich meiner Meinung nach vollkommen. 

Was mir leider gefehlt hat, war der sonst so lockere Humor der Autorin. Diesen habe ich in dieser Geschichte um Evie, Jack & Co. wirklich sehr vermisst. Er hätte bestimmt einen guten Kontrast zu der sonst so düsteren und drückenden Stimmung gebildet. 

Letztendlich ist klar und deutlich zu sagen, dass die Reihe durchaus ihren Reiz und ihr Potential hat. Ich bin einmal gespannt, wie die Reihe sich weiterentwickelt und werde da erst einmal definitiv dranbleiben.

Kommentare:

  1. Irgendwie spricht mich das Buch nicht an. :( Aber schön dass es dir gefallen hat.

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    1. Irgendwie verständlich. ^^' Ich glaube auch, dass dir die Reihe nicht gefallen würde. Dafür wären dir die Charaktere wieder viel zu kindisch. Was ich auch gut nachvollziehen kann. Hab mich mit einer Bewertung recht schwer getan. Aber Band 1 ist immer noch der beste Band der Reihe. Auch wenn ich daran schon zu meckern habe. ^^'

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