[Review] Dahl, Victoria – Start Me Up (Tumble Creek #2)


About the author:
Victoria Dahl lives with her family in a small town high in the mountains. Her first novel debuted in 2007, and she’s gone on to write seventeen books and novellas in historical, contemporary, and paranormal romance. Victoria's contemporary romance, Talk Me Down, was nominated for both a RWA Rita Award and the National Readers' Choice Award. Since then, her books have been nominated for two more Rita Awards, and she hit the USA Today Bestseller list with the anthology Midnight Kiss

Description:
What's a little kink between friends — especially when the benefits are this sizzling! Find out in this deliciously wicked fan-favorite story by USA TODAY bestselling author Victoria Dahl… 

Lori had always planned to get out of tiny Tumble Creek, Colorado, but when her late dad left her his beloved auto-body shop, she'd stayed. Now, according to her crazy best friend, Molly, what Lori needs is some excitement, in the form of hot, no-strings-attached sex… and lots of it. 

Quinn Jennings has buildings on the brain—not love and romance. A serious architect, he's delighted to discover that Lori is willing to skip dating protocols and head straight for the sheets. And, aided by the steamy books on Lori's bedside table, he's busy indulging both of their wildest fantasies. But when life in Tumble Creek takes a dangerous turn for Lori, Quinn's protective instincts kick in. 

Suddenly he cares. More than either of them ever expected… 

My Thoughts:
Vor Jahren hatte mir der erste Band der Reihe auf Deutsch so gut gefallen, dass ich das Erscheinen des nächsten Bandes nicht abwarten konnte und von daher zur englischen Ausgabe übergegangen bin. Leider ist das mit dem Bücherhorten nicht ganz so einfach, denn es dauert hin und wieder schon eine beträchtliche Zeit, bis man sich den gehorteten Büchern widmen kann. Und wenn ich mich recht erinnere, sind das hier auch so vier bis fünf Jahre… *hust*

Trotzdem ist mir Band 1 von der Handlung mit der Erotikautorin und dem Polizeibeamten noch recht gut in Erinnerung. Ich mochte die Story von Molly ganz gerne und war gespannt, wie die Geschichte ihrer besten Freundin verlaufen könnte. Denn in "Start Me Up" wird die Geschichte von Lori und Quinn erzählt. 

Lori ist die nunmehrige Protagonistin und es wird etwas mehr über ihr Privatleben preisgegeben, als man es in Mollys Geschichte erfahren hat. So erfährt man hier, dass sie ihr Studium abgebrochen hat, um ihren damals durch eine Schlägerei verletzten Vater zu pflegen. Um sich über Wasser zu halten und die ganzen Behandlungskosten zahlen zu können, hat Lori die Werkstatt ihres Vaters übernommen und weitergeführt. Doch sie ist sehr unzufrieden mit ihrem Los und würde gern die Welt bereisen. Da machen ihr dann jedoch die Ermittlungen des örtlichen Polizeichefs einen Strich durch die Rechnung durch ihren sonst so normalen Alltag, der vermutet, dass der Angriff auf ihren Vater kein Zufall war, sondern Absicht. Diese Ermittlungen bringen Lori dazu, selbst zu ermitteln, wodurch sie ins Visier des Täters geriet. Daneben erfährt Lori auch noch von ganz anderen Machenschaften in ihrem kleinen Ort. Der einzige Fluchtpunkt in ihrem Leben wird zufälligerweise Quinn, ein erfolgreicher Architekt und der Bruder ihrer besten Freundin. Quinn sorgt liebevoll für die Abwechslung, die Lori so dringend von ihrem Alltag braucht.

Die Erzählung ist relativ simpel gehalten, aber flüssig. Es gibt hier und da natürlich ein paar langatmigere Stellen, die die Handlung etwas zu sehr dehnen. Das gilt ganz besonders für den erzwungenen Suspense-Part, der hier nicht Not getan hätte. Die Geschichte hätte auch ohne die sonstigen Verstrickungen, wenn sie nur auf Lori und Quinn fixiert gewesen wäre, ihren Dienst getan. Vor allem hätte man dann schon allein von einer romantischen und süßen Geschichte sprechen können. Das wird aber durch den Krimipart wirklich etwas zunichtegemacht. 

Lori und Quinn sind ein Paar voller Gegensätze; Lori steht mit beiden Beinen fest im Leben und gibt sich hier und da gern mal ihren Tagträumen hin. Sie ist ein zuverlässiger Charakter, der für ihre Freunde da ist. Quinn hingegen ist von seiner Arbeit überwältigt und driftet tranceähnlich in diesen förmlich ab, wenn er einmal mit einem Projekt beschäftigt ist. Dennoch hat er auch seine wirklich tollen Seiten und gerade in Bezug auf Lori zeigt er sich da schon einmal von der romantischen Seite und entführt Lori in ihre Traumwelt. Die Funken sprühen zwischen den beiden förmlich, dennoch fehlte mir auf emotionaler Ebene noch der gewisse Knackpunkt, sei es in Form der Kommunikation oder anderer kleinerer Gesten, der die Liebesgeschichte glaubwürdiger bzw. realer gestaltet hätte. Das fand ich wirklich sehr schade, denn an sich sind die beiden ein wirklich süßes Paar. 

Die wechselnde Erzählperspektive zwischen Lori und Quinn sorgt zwar dafür, dass man die Gedanken- und Gefühlsperspektive der beiden Hauptcharaktere kennt, aber dennoch fehlte mir auf beiden Seiten die Erkenntnis, dass der andere gerade für den Moment oder die kommende Zeit der ideale Partner ist. Es hat mir sozusagen das Eingeständnis der eigenen Gefühle gefehlt, was zu einer Weiterentwicklung des Charakters geführt hätte. Leider sind beide Charaktere schon so statisch dargestellt, dass eine solche Entwicklung erst auf den letzten Seiten geschieht. Ich hätte mir gern mehr gemeinsame und romantische Szenen mit den beiden gewünscht – ohne dass diese von potentieller Konkurrenz unterbrochen werden. 

Der Suspense-Part war viel zu schwach und hätte – wie bereits erwähnt – weggelassen werden können. Ob er da war oder nicht, war unrelevant. Er sollte sicherlich die Handlung etwas anheizen, hatte aber letztendlich keinen großen Einfluss auf das Handlungsgeschehen per se. Letztendlich war die Auflösung dieses Parts eher traurig und dramatisch. Da hätte man sich dann nicht nur einen spannenderen, sondern auch einen anderen Abschluss für gewünscht. 

Was ich für meinen Part auch etwas zu sehr erzwungen fand, war das Ende. Das wirkte irgendwie ein bisschen sehr aufgedrückt und unnatürlich. Auch, dass Lori letztendlich wie durch die Wunscherfüllung einer guten Fee von all ihren (finanziellen) Problemen befreit wird, fand ich dann doch etwas zu unglaubwürdig und hat mir nicht ganz ins Bild gepasst. Das rundet zwar das Happy End ab, lässt aber bei mir als Leser einen unglaubwürdigen, bitteren Geschmack zurück. 

Schlussendlich kann man "Start Me Up" als eine süße, etwas romantische und mit einem Happy End versehene Liebesgeschichte beschreiben, die sicherlich für nicht ganz so anspruchsvolle Leser die perfekte und entspannende Abendlektüre darstellt.

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