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Leipziger Buchmesse 2017 – im nächsten Jahr wieder?



 

Bevor ich hier anfange, gleich richtig in die Tastatur zu hämmern, möchte ich gleich eines vorwegnehmend klarstellen: DAS ist jetzt kein Erlebnisbericht über den gestrigen Messebesuch. Wer das denkt bzw. erwartet, sollte gleich weiterblättern. Denn dazu ist der Beitrag nicht gedacht. Ja, es war ein schönes, aber auch sehr anstrengendes Erlebnis. Das ist und bleibt auch mein Fazit. Da brauche ich nicht extra umschreiben, an welchen Ständen und in welchen Hallen ich unterwegs war. Oder wollt ihr davon etwa schon wieder den x-ten Beitrag lesen? Nein? Dann dürft ihr gerne weiterlesen. 😉 

Heute wurde ich gefragt, nachdem ich einigen Bekannten erzählt hatte, dass ich auf der Leipziger Buchmesse war, warum man da eigentlich hinfährt. Mein Bekannter konnte sich das gar nicht erklären. Er ist nicht buchverrückt. Und das ist auch vollkommen okay. Denn nachdem er mich das gefragt hatte, habe ich mich das auch gefragt. 

Ich bin kein Mensch, der irgendwelchen Menschen hinterherrennt, sie hypt und feiert. Ich lese, weil mir lesen Spaß macht. Natürlich ist es schön, sich hin und wieder mit Gleichgesinnten auszutauschen. Doch dafür habe ich ja meinen Freundeskreis, von denen viele ebenfalls zu den Leseverrückten zählen, meinen Blog und euch. Warum sollte ich mir dann den Stress eines Messebesuches antun? Sieht und erlebt man da was Anderes, als in jeder Buchhandlung auch? Hat man da mehr Auswahl? Ist dort die Wahrscheinlichkeit, einem Lieblingsautor bzw. einer Lieblingsautorin zu begegnen höher? Bei Letzterem wahrscheinlich schon. Aber interessiert mich das? Nein. Autoren sind auch nur Menschen, die einen Job machen. Natürlich weiß ich deren Job auch zu schätzen. Aber muss ich deshalb zu jeder Messe pilgern? Für mich ein ganz klares Nein! 

Natürlich ist es in gewissem Maße auch die Atmosphäre, die das Erlebnis an sich prägt. Aber wenn es mit unmotivierten Mitarbeitern gespickt ist, die Werbeartikel aus Langeweile und Demotivation zu Dominosteinen umfunktionieren, wird dieses besondere „Atmosphärengefühl“ von grauen Schatten und schwarzen Wolken übertüncht. Und ja, ich stelle mir dann die Frage: Möchte ich im nächsten Jahr wieder dabei sein? 

Bisher habe ich noch keine Antwort auf diese Frage gefunden. Aber vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Warum fahrt bzw. würdet ihr zu einer (Buch-)Messe fahren? Was erwartet ihr davon? Was macht für euch den Reiz aus? Oder warum würdet ihr nie wieder zu einer Buch- oder anderweitigen Messe fahren? 

Lasst eurer Euphorie und eurem Frust gern freien Lauf! Ich bin gespannt, was ihr zu berichten habt. 

Eure animasoul

Kommentare

  1. Ich bin früher auf Messen gefahren, um beruflich und privat Leute zu treffen und fand das immer spannend und aufregend, aber auch anstrengend. In den letzten Jahren hingegen habe ich keine Lust mehr auf Messen, weil es mir - selbst an reinen Fachtagen - zu viele Menschen sind und ich das Gefühl habe, ich würde kaum noch Neuentdeckungen machen, weil ich eh online schon vorher so viel entdeckt habe, dass ich einen Großteil der Messestände mit einem Gefühl von "kenn ich schon" betrachte.

    Und was die Personen angeht, die ich früher auf den Messen getroffen habe, so ist es doch viel angenehmer, wenn man nicht zwischen Tür und Angel und mit Blick auf die Uhr miteinander redet, sondern sich so verabreden kann, dass man auch wirklich Zeit füreinander hat. Diese Verabredungen liegen zum Teil dann auch an Messetagen, wenn man eh in der gleichen Stadt ist, aber eben nicht mehr auf der Messe. ;)

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  2. Ich geh auch nicht mehr auf Messen, es sei denn, aus beruflichen Gründen. Allerdings hab ich noch nie erlebt, dass aus einem auf einer Messe geknüpften Kontakt mehr geworden wäre, und oft hat man dort die Leute getroffen, die man eh sieht und mit denen man eh zusammenarbeitet.

    Privat interessiert mich ne Messe schon gar nicht. Alles viel zu groß und unübersichtlich. Ich muss ein Buch nicht in die Hand nehmen, um den Klappentext zu lesen und das Cover zu betrachten, das kann ich auch in Ruhe online. Ein Fan von Autorenmeetings, Lesungen usw. bin ich auch nicht. Und irgendwelche Gimmicks fliegen später doch nur sinnlos zu Hause rum. Für mich steht der Aufwand in keiner Relation zum Ertrag.

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